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Ein Brettkartenspiel im zweiten Weltkrieg
Taschenschieber:
Hallo allerseits, auf besonderen Wunsch stelle ich hier mal meine aktuelle Bastelei vor.
Es handelt sich dabei um ein Living Card Game (sprich: ein Trading Card Gaue ohne Pay2Win und zufällige Booster), was dann eben mit einem einfachen taktischen Brettspiel kombiniert wird. Dabei schubst man im Tabletopstil Einheiten über eine zufällig zusammengestellte Hexmap. Das Deck, aus den man Handharth zieht, enthält sowohl Einheitenkarten, mit denen sich neue Einheiten spawnen lassen (dient auch als „Charakterbogen") als auch Supportkarten, die verschiedene andere Effekte haben. Die Kernregen sind so grob 10 Seiten mit Skizzen, wenn sie mal fertig sind, alles Weitere steht dann auf den Karten.
Einmal habe ich es schon so grob (allerdings auf Battletech- Karten) gespieltestet, mit halbwegs brauchbaren Ergebnissen. Im Moment sitze ich v. a. am Design (Karten und Brett).
Was auch noch fehlt, ist ein griffiger Name. Wer Vorschläge hat, darf sie gern nennen ;)
Gruß, Stephan
Taschenschieber:
Ein Token entspricht einem Fahrzeug oder einer Sqad.
Ich bin gerade mangels Tastatur etwas kurz angebunden, morgen erzähle ich gerne noch etwas mehr.
Taschenschieber:
Okay, etwas mehr Infodump:
Das ganze funktioniert so, dass jeder Spieler ein Deck mit einem vorher vereinbarten Punktewert hat (wobei ich da noch nicht ganz sicher bin, ob ich das wirklich so regeln will). Dieses Deck enthält sowohl Einheiten (derzeit im Wesentlichen Gewehr- und MG-Schützen, ein stärkerer und ein schwächerer Panzer und Scharfschützen und je eine schwache und eine starke PaK/FlaK) je Nation mit ein paar wertetechnischen Unterschieden) als auch Ereigniskarten. Das eigentliche Brettspiel konzentriert sich dabei auf die genannten Einheiten, also Infanterie und unterstützende Fahrzeuge, während z. B. Luft- oder Artillerieunterstützung über Ereigniskarten abgebildet wird.
Über die Karten gibt es natürlich eine ziemliche Zufälligkeit, welche Einheiten man denn überhaupt spielen kann. Da man allerdings Infanterie schneller als Panzer ausspielen kann und sie mit passenden Ereigniskarten auch durchaus mal einen Panzer auseinandernehmen können, ist es kein Beinbruch, im falschen Moment eben nur einen ganzen Zug an K98-Gewehrschützen auf der Hand zu haben, während der Gegner eine ISU-152 auf den Spielplan legt.
Dazu kommt eine Hexmap aus 7*7 Hexfeldern großen Kacheln (die ich gerade am Gestalten bin - leider ist Zeichnen eher nicht meine Stärke, aber es geht). Die lassen sich dann zu bestimmten Szenarien (auch mit vorgegebenen Decks) zusammenlegen oder einfach randomisieren.
Ein Deck besteht aus ca. 60 Karten (bisher - kann sich ändern). Es gibt mehrere Fraktionen (derzeit Deutschland und Russland, allerdings sollen auch noch die USA und Großbritannien dazukommen), deren Spielstil sich deutlich unterscheidet - so sind zum Beispiel russische Infanterieeinheiten tendentiell billiger, dafür aber auch schlechter ausgebildet (niedrigerer Trefferwurf).
Eine Runde besteht aus Nachziehen, Ausspielen von Einheitenkarten (neue Einheit aufs Feld stellen) oder Ereignissen, Bewegen aller eigener Figuren und Angriffen mit allen eigenen Figuren (die meisten Einheiten greifen nur einmal pro Runde an - quasi als Abstraktion, nur manche Fahrzeuge haben mehrere Angriffe, z. B. kann ein Panzer Kanone und MG getrennt feuern).
Spielgewinn kann über verschiedene Kriterien laufen - bisher hatte ich King of the Hill (Flagge in der Kartenmitte einnehmen und 2 Runden halten) genutzt, das geht mir aber tendentiell zu schnell, weshalb man im Grunde gewinnt, sobald der Gegner einmal eine beschissene Kartenhand hat. Da sind aber auch andere Modi (Capture the Flag, gesamtes gegnerisches Deck zermalmen, 2/3 der Kartentiles halten) denkbar.
Im Vergleich zu ASL dürfte mein Spiel deutlich casualiger sein. Es ist von Regelumfang und -aufbereitung viel eher an einem klassischen Brettspiel dran als an einem vollwertigen Tabletop - auch deshalb, weil ich mit eigentlichen Tabletops kaum was anfangen kann, hexbasierte Spiele wie Battletech sind mir da meistens zu rules-heavy und gegen Maßbandsysteme habe ich aus Gründen noch zusätzliche Abneigungen.
Zauberelefant:
pfff...Namen...
Achtung Panzer!
Ost/West-Front
Stahlgewitter
Blitzkrieg
Troops of Doom
Dogs of War
Finest Hour
Angriff!
1941 (oder 42, oder 43...würde sich auch für Editionen anbieten)
oder eine Kombination aus dem obigen, wie Blitzkrieg 1941, Angriff! Ostfront, oder...
Panzerblitzstahlkrieggewitter 1943
;)
Taschenschieber:
Achtung Panzer und Finest Hour fallen raus, das gibts beides schon als PC-Spiel, 1945 kenne ich als Tabletop. Viele der anderen Begriffe klingen mir dann irgendwie doch zu nazimäßig (edit: Natürlich nicht als Beleidigung oder so gemeint, sondern einfach als unangenehme Implikation der vorgeschlagenen Begriffe). Das ist eben der Spagat - das Spiel ist militärische Taktik und soll am Namen auch als solche erkennbar sein, aber eben nicht zu martialisch klingen.
Daher habe ich auch noch keinen Namen, sonst wär das ja einfach.
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