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Welches Attribut für Angriff im Nahkampf?
LöwenHerz:
Gegenfrage: welches System? Welche Attribute stehen zur Auswahl? ;)
Schnellkraft ist ja auch eine Form von Stärke. Die Muskelfasern werden auf einen bestimmten Bewegungsablauf trainiert/konditioniert. Ohne Stärke wäre es also nur die halbe Miete. Auge-Hand-Koordination spielt eine gewichtige Rolle, was wohl unter Geschick im Allgemeinen abgehandelt würde. Der Körper sollte wendig sein und sich schnell auf neue Begebenheiten (plötzliches Ausweichen) einstellen können, um den Schlag umzuleiten. Auch Geschick, wenngleich wieder recht allgemein gehalten.
Agone scheint das ganz gut zu lösen, wie ich finde.
Zwart:
Aus meiner Erfahrung im LARP und den diversen Kampfsportarten die ich seit Jahrzehnten betreibe, bin ich ja für Willenskraft als Basisattribut für Nahkampfangriffe, weil Disziplin und Willensstärke grundlegende Voraussetzungen für einen Kämpfer sind.
~;D
Nein, im Ernst..auch wenn man diesen Ansatz sicher verargumentieren und damit ein bisschen trollen könnte.
Ich finde das kann man gar nicht so pauschal beantworten. Es kommt auf die restlichen Mechaniken und den Schwerpunkt des Systems an.
Ich schließe mich also den o.g. Fragen an.
--- Zitat ---Gegenfrage: welches System? Welche Attribute stehen zur Auswahl?
--- Ende Zitat ---
Arldwulf:
Jedes. Ob der Angriff nun so gut ist weil mit ganzer Kraft, mit Zielgenauigkeit, mit einer geschickten Finte, mit taktischer Vorarbeit oder durch bessere Kondition oder unter Entdecken einer Schwachstelle beim Gegner geführt wurde macht zwar einen Unterschied. Aber es sollte eben auch alles möglich sein.
Tharsinion:
Im unbewaffneten Nahkampf (sofern vorhanden) Stärke. Frag dich mal warum ALLE kompetitiven, waffenlosen KS (Kampfsportarten) Gewichtsklassen haben^^. Um die schwereren Kämpfer von den leichteren zu schützen? Sicher nicht....
Geschicklichkeit (oder ähnliche Attribute) mögen einen Einfluss haben, dieser ist jedoch im Vergleich zum Stellenwert den Stärke einnimmt vernachlässigbar (das weiß jeder, der schonmal ein Sparring mit Standup+Ground gegen einen stärkeren Gegner gemacht hat).
Wenn du nach "Realismus" fragst, müsstest du das Attribut im bewaffneten Nahkampf zu Gunsten einer größeren Geschicklichkeitsbeteiligung (sofern vorhanden) verändern. Allerdings hab ich von Waffen die länger als ein Messer sind keine Ahnung, da muss dir jemand anderes helfen.
OldSam:
--- Zitat von: Tharsinion am 17.10.2012 | 10:21 ---Im unbewaffneten Nahkampf (sofern vorhanden) Stärke. Frag dich mal warum ALLE kompetitiven, waffenlosen KS (Kampfsportarten) Gewichtsklassen haben^^. Um die schwereren Kämpfer von den leichteren zu schützen? Sicher nicht....
Geschicklichkeit (oder ähnliche Attribute) mögen einen Einfluss haben, dieser ist jedoch im Vergleich zum Stellenwert den Stärke einnimmt vernachlässigbar (das weiß jeder, der schonmal ein Sparring mit Standup+Ground gegen einen stärkeren Gegner gemacht hat).
--- Ende Zitat ---
Du musst hier ganz klar Sport (Wettkampf) und realen Kampf unterscheiden, das ist nämlich etwas grundsätzlich anderes und diese Teilung zieht sich durch die ganze Kampfkunst/Kampfsport-Welt! Für das RPG spielt der Wettkampfaspekt i.d.R. auch meist keine große Rolle, da ja fast alle Kämpfe ernsthafter Natur sind.
Gewichtsklassen gibt es nur im Sportbereich, denn wenn ich z.B. militärischen Nahkampf bzw. Selbstverteidigungstechniken trainiere, ist sowas wie z.B. ein Schlag auf das Trommelfell, ein Tritt in die Weichteile oder seitlich auf das Kniegelenk, das Brechen eines Arms/Fingers usw. usf. alles extrem effektiv, auch wenn der Gegner 40kg mehr wiegt als man selbst, es geht also viel mehr um technisches Geschick...
Aus langjähriger eigener Kampfkunst-Erfahrung kann ich klar sagen, dass die Stärke kaum eine Rolle spielt, wenn jemand dem anderen technisch klar überlegen ist! Hab' z.B. selbst schon einen harmlos aussehenden militärischen SpecOps-Nahkampfausbilder mit ca. 60-70kg Gewicht erlebt und da geht richtig was ab, der hat sich nie auf ein "Kräftemessen" eingelassen...
Wirklich interessant wird die Stärke erst dann wenn man keine sehr fragilen Stellen attackiert (z.B. einfach ein Schlag/Tritt gegen die Bauchmuskulator) und es darum geht welche Verletzungen dies beim Gegenüber erzeugt oder ganz einfach um die Sache zu entscheiden, wenn man auf technischer Ebene etwa gleich gut/schlecht ist, z.B. um zu versuchen einen Hebelansatz mit Kraft zu erzwingen...
Oder natürlich wenn man im Ring steht und die Regeln einem nicht erlauben die richtig gefährlichen Techniken auszuführen ;)
Etwas wie Willenskraft/Mut mit in die Rechnung einzubringen, speziell zu Beginn (!) einer Kampfsituation finde ich allerdings sehr sinnvoll, wenn man es realistisch angeht. Es gab schon oft Realfälle, wo Leute mit relativ viel Kampfkunsterfahrung trotzdem völlig versagen, weil sie mit der emotionalen Extremsituation nicht klar kommen (i.d.R. war dann allerdings auch deren Training zu "harmlos", d.h. sie haben kaum etwas über das Gefühl von echtem Kampf gelernt). Sowas würde allerdings im RPG oft überhaupt nicht gefallen: "Probe versaut - Du verfällst leider in panische Starre und er haut Dich einfach um, ohne das Du Dich wehren kannst..." ;)
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