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Kombination von Ars Magica und White Wolf Dark Ages
DanAxe:
Hallo
Hat jemand schon mal so etwas gemacht?
Ich stelle mir vor den WW Dark Ages Kanon zu benutzen und auch das WW dice pool System. Bloß würde ich statt Dark Ages:Mage gerne meine ganzen schönen Ars Magica Bücher zumindest teilweise verwenden wollen.
Und auch für die Magier in dem Setting dann grundsätzlich die Ars Magica Magieregeln, konvertiert in das WW dice pool System
Meint Ihr so etwas ist machbar?
Es erscheint mir eine so naheliegende Kombination, aber ich google schon stundenlang und habe keine einzige Konversion zwischen den Systemen gefunden,
Eigentlich kann es doch nicht so kompliziert sein, oder?
Man gibt den Magiern in dem kombinierten Setting einfach Forms und Techniques wie bei Ars Magica, auf Werten von 1-X.
Darauf würfelt der Magier dann und das WW System ergibt dann ja eine Anzahl von Erfolgen pro Wurf.
Diese Anzahl der Erfolge könnte man dann leicht in einen finalen Würfelwert beim Ars System übersetzen (Erfolge multipliziert mit X = Score bei Ars Magica), um zu sehen ob die Magie funktioniert hat.
Charaktererschffung und so ist erst ein mal nicht so wichtig, da fällt mir leicht selber etwas ein, aber speziell ob das mit dem Magiesystem klappen könnte, dazu interessiert mich Eure Meinung!
Was meint Ihr, speziell vielleicht Leute die beide Systeme gut kennen , oder so etwas schon einmal gemacht haben?
Falls Ihr irgendwelche links habt die bei so einer Idee weiterhelfen könnten, wäre ich ebenfalls sehr dankbar!
Vielen Dank,
Daniel.
Egiltane:
--- Zitat von: DanAxe am 16.10.2012 | 20:48 ---Hat jemand schon mal so etwas gemacht?
--- Ende Zitat ---
Zuweilen wurde versucht, eines der beiden Systeme in generische Spielmechanik (GURPS, FUDGE) zu überführen, was in meinen Augen bislang prinzipbedingt zum Scheitern verurteilt war. Von einer Konvertierung zwischen den beiden Systemen weis ich nichts.
--- Zitat ---Ich stelle mir vor den WW Dark Ages Kanon zu benutzen und auch das WW dice pool System. Bloß würde ich statt Dark Ages:Mage gerne meine ganzen schönen Ars Magica Bücher zumindest teilweise verwenden wollen.
--- Ende Zitat ---
Wenn ich dich richtig verstehe, sollen sowohl System, Setting, als auch Regelwerk von M:DA/DA:M stammen, während das Quellenmaterial ArM entliehen wird...
--- Zitat ---Und auch für die Magier in dem Setting dann grundsätzlich die Ars Magica Magieregeln, konvertiert in das WW dice pool System
--- Ende Zitat ---
... bzw. sollen die Magieregeln (bzw. deren Flair) von ArM übernommen-, schlussendlich jedoch als Dice-Pool-Mechanik modelliert werden.
--- Zitat ---Meint Ihr so etwas ist machbar?
--- Ende Zitat ---
Machbar ist vieles! Letzten Endes stellt sich die Frage nach der dafür erforderlichen Zeit, bzw. ob und inwieweit man bereit ist, letztere zu investieren.
* WW verwendet Dice-Pools, ArM einen einzigen (meistens) explodierenden Würfel.
* ArM verwendet lineare, kumulative Schwierigkeiten, während WW Würfel mehrdimensional mit Würfelzahl, Schwierigkeit und Zahl der Erfolge modelliert.
* Schwierigkeiten außerhalb des Wertebereiches [3, 10] sind in WW 1.x technisch nicht umsetzbar.
* Spielt man mit 1'er (Erfolge abziehen) und/oder 10'er (Reroll/Double count)-Regeln, laufen die Wahrscheinlichkeiten noch schneller aus dem Ruder, als es bei reiner {Zahl der Würfel, Bonus/Maluswürfel, Zahl erforderlicher Erfolge, Anheben/Absenken der Schwierigkeit} ohnehin bereits der Fall ist.
--- Zitat ---Eigentlich kann es doch nicht so kompliziert sein, oder?
--- Ende Zitat ---
Ich denke doch, gerade weil sowohl ArM, als auch M:tA vergleichsweise komplexe Regelmechaniken mitbringen.
--- Zitat ---Es erscheint mir eine so naheliegende Kombination, aber ich google schon stundenlang und habe keine einzige Konversion zwischen den Systemen gefunden,
--- Ende Zitat ---
Die einzige Verbindung der beiden Systeme sehe ich darin, dass die dritte Edition von ArM von WW verlegt wurde, was landläufig die Meinung schürt, ArM und Mage ähnelten sich. Tatsächlich scheint die einzige Übereinstimmung zu sein, dass es sich bei beiden um freie Magiesysteme handelt, die dem Spieler ein mächtiges Handwerkszeug hinsichtlich der Zusammenstellung der magischen Begabung seiner Figur an die Hand geben. Und natürlich hat sich WW während des Haltens des Copyrights an ArM namensrechtlich einige Termini einverleibt, sodass wir seitdem „Tremere“ et al. im Copyright-Index von White Wolf statt dem von Lion Rampart vorfinden.
Im Augenblick will sich mir in Anbetracht der zu erwartenden Mühe der Sinn deines Vorhabens noch nicht ganz erschließen. Ich unterstelle jedoch, dass du diesen im Verlauf des Threads noch weiter ausführen wirst.
Bad Horse:
...ich weiß nicht recht, ob das funktionieren wird. Die AM-Werte sind nach oben offen, auch wenn es da immer schwerer wird - die WW-Werte sind normalerweile auf 5 begrenzt, was nur ein sehr grobes Raster ergibt.
Okay, du kannst zum Casten (bleiben wir mal dabei) Form + Technik nehmen und die Anzahl der Erfolge als "Ordnung" des Spruchs werten. (Ordnungen gehen in 5er-Schritten; alles von 6-10 ist zweite Ordnung, von 11-15 dritte Ordnung usw.) Keine Ahnung, ob das funktioniert - mächtige Magier mit einer Handvoll Vis zaubern dir bei AM ja auch mal locker einen Zauber der 8. Ordnung aus dem Ärmel.
AM ist in der Richtung relativ zuverlässig - wenn ich nicht gerade patze und auf meinem Gebiet kompetent bin, dann kann ich ziemlich gut absehen, ob ich den Spruch schaffe oder nicht (Form + Technik + Wurf = Ergebnis, und wenn Form und Technik hoch genug sind, dann ist der Wurf relativ egal). WW ist im Gegenteil nicht so zuverlässig - auch mit hohen Form- und Technik-Werten kann es locker passieren, dass ich Gurk würfele und nur wenige oder gar keinen Erfolg habe. Das verändert das Spielgefühl der Magier meiner Meinung nach sehr stark.
Solange deine Spieler keine Magier spielen sollen, ist das nicht so schlimm. Wenn du die AM-Magier jedoch als SCs haben willst, dann musst du dir zusätzlich Gedanken über Forschen und Lernen machen... :-\
Ich persönlich fände es ja einfacher, Vampire auf Ars Magica zu konvertieren. Ihre Diszis könnten sie wie Skills lernen, und aller X Punkte kriegen sie eine neue Fähigkeit (z.B. Dominate "ReMe 25 - Befehl geben") hinzu.
Quaint:
Ich würde Techniken + Formen einfach festmachen, ohne dass man die als Solches würfeln muss. Also z.B. Creo 2 und Ignem 3, dann kannst du recht zuverlässig CreoIgnem-Zauber der 5. Ordnung wirken. Wenn ich das recht im Kopf hab, solltest du für viele Magier auch mit 5 als Maximalwert pro Form/Technik auskommen und diejenigen, die besser sind, sind dann schon sowas wie Ahnen bei den Vampiren.
Und ggf. könnte man dann was anderes noch dazu würfeln, vielleicht Willenskraft oder Geistesschärfe + Okkultismus o.ä. für schnell gesprochene Zauber, gegen eher hohe Schwierigkeit (8?) und mit Regel der 1 - so können auch negative Erfolgszahlen zustande kommen und ein Magier kann ausnahmsweise auch mal einen sicher geglaubten Zauber verpatzen. Zusätzliche Erfolge würden dann 1 zu 1 die mögliche Ordnung erhöhen und/oder kleinere Vorteile bringen. Kann man evtl. ne Liste analog zu gemeisterten Zaubern machen, von der man dann was auswählen kann. Andererseits hast du auf die Art weitgehend die Berechenbarkeit aus Ars Magica.
Möglicherweise muss man dann eben noch schauen, dass man ohne Formel (Ordnung halbieren) weniger hinkriegt und mit Ritualen und/oder Vis eben mehr.
DanAxe:
Also die Sinnfrage einer solchen Kombination finde ich ganz offensichtlich!
Beides sind Systeme vor dem selben realen Hintergrund (mittelalterliches Europa um 1200), der erst mal für alles nicht übernatürliche bestimmend ist/sein kann.
Zu diesem realen Hintergrund wird dann übernatürliches hinzugefügt, ein mal das ganze Kropzeug von WW, ein mal die stark ausgearbeitet Magiergesellschaft von Ars M.
Mal abgesehen von zu erwartenden Problemen in der "mystischen Logik" (wo man sich ja auch schön eine eigene Mixtur zusammenbrauen kann) finde ich es unglaublich naheliegend die beiden hinzugefügten "Universen" zu kombinieren, weil, wie gesag,t beide male das Europa um 1200 die Basis ist.
Was das Spielgefühl angeht, mal lineare Zufallskurven, mal ein dice pool System etc: schon klar das Ars Magica Spieler bei einer sochen Konvertierung hin zu Storyteller nicht viel Spass haben würden, sie würden sich "um ihr Spielgefühl betrogen fühlen". Deshalb ist der thread ja auch im Bereich wo sich die WW Spieler rumtreiben, die ich sozusagen um Rat fragen möchte. Meiner persönlichen Meinung nach habe ich halt auch eine viel größere Spielergemeinde, wenn ich Dark Ages um Ars M erweitere als umgekehrt, auch wenn es umgekehrt einfacher wäre.
@Quaint: genau so etwas hatte ich mir vorgestellt! Ich frage mich bloß ob sich nicht schon andere, erfahrenere Leute gibt sich an so ein Projekt gewagt haben, von deren Arbeit Früchte ich profitieren könnte.
Wie gesagt, es wundert mich schon fast, das dies noch niemand angedacht oder sogar ausgearbeitet hat....;).
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