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Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist
Blutschrei:
--- Zitat ---Ein Computer kann vermutlich in jedem Kampfsystem, das von Menschen handhabbar ist (und keine völlig beliebigen Handlungen zulässt¹) das Optimalverhalten jedes Aktors vorherberechnen.
--- Ende Zitat ---
Ich weiss ja nicht, welche Kampfsysteme du so bespielst, und welche Erfahrungen du mit Computern bzw 2Künstlicher Intelligenz" gemacht hast, aber ich bezweifle deine These stark.
Ein Kampfsystem, welches Würfel einbindet, möglichkeiten zu kritischen Treffern und Verwundungen lässt, eigene Ansagen und Risikobereitschaft bietet, das einen Bodenplan bzw Positionierungsspielchen bietet und zusätzlich noch Umgebungsfaktoren (Nacht, Klippe, Seitenwind, Gestrüpp, Deckung) und dazu noch Synergien unter den Spielern (Beispielsweise einen "Rüstung schmelzen" Zauber, der erstmal nur bei gerüsteten Gegnern Sinn macht, und zudem auch nur, wenn dann Nahkämpfer ordentlich draufknüppeln) vorhanden sind, kann meiner Erfahrung nach kein PC besonders gut managen.
Wenn du dazu noch das Resourcenmanagemnt einbindest: Wenn jemand noch 100 Lebenspunkte hat, stört es ihn eher weniger, wenn der Gegner ihm mal 20 Schaden reindrückt, der beim angeschlagenen Verbündeten zum Tod geführt hätte..
Optimale Entscheidungen gibt es auch oft einfach nicht, es gibt lediglich viele gute, und noch mehr schlechte, je nachdem wie Zufallselemente, Mit- und Gegenspieler reagieren. Und gerade in solchen Situationen ist ein PC auch nur so gut, wie der Programmierer der dahintersteckt, sieht man übrigens auch sehr schön an verschiedensten Computerspielen.
Weltengeist:
--- Zitat von: ArneBab am 21.10.2012 | 18:45 ---…für Menschen.
Ein Computer kann vermutlich in jedem Kampfsystem, das von Menschen handhabbar ist (und keine völlig beliebigen Handlungen zulässt¹) das Optimalverhalten jedes Aktors vorherberechnen. Die einzige Ausnahme wäre meines Wissens nach ein auf Go aufbauendes Kampfsystem. Da sind nämlich bis heute die besten Computer immernoch nur mittelmäßige Spieler.
--- Ende Zitat ---
Schach ist auch so ein völlig deterministisches Spiel, bei dem Computer keine wirklich optimale Strategie berechnen können. Eine gute Strategie ja, aber keine optimale. Von daher: Nein, nur weil ein wie auch immer geartetes Spiel von Menschen handhabbar ist, heißt das noch lange nicht, dass eine optimale Strategie berechenbar ist (oder auch nur existiert).
Taschenschieber:
Bei Schach kann man die beste Möglichkeit zumindest theoretisch (in bestimmten Stellungen auch praktisch - Stichwort "Endgame Tablebase") berechnen. In der Praxis scheitert das nur bei den meisten Stellungen an Rechenleistung und zu wenigen Molekülen im Universum.
Weltengeist:
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--- Zitat von: Taschenschieber am 21.10.2012 | 23:03 ---Bei Schach kann man die beste Möglichkeit zumindest theoretisch (in bestimmten Stellungen auch praktisch - Stichwort "Endgame Tablebase") berechnen. In der Praxis scheitert das nur bei den meisten Stellungen an Rechenleistung und zu wenigen Molekülen im Universum.
--- Ende Zitat ---
Das widerspricht eigentlich nicht dem, was ich gesagt habe, oder? Die Frage war, ob ein Computer (gemeint war: ein real existierender Computer) für jedes nicht go-basierte Kampfsystem (hier verallgemeinert zu: jedes Spiel) eine optimale Strategie berechnen kann. Und meine Aussage war: Nein, kann er nicht.
Dass es in der Theorie anders aussieht, nützt uns hier genauso wenig, wie dass ein Computer in der Theorie alle Mathematiker überflüssig machen oder jeden kryptographischen Code knacken könnte. In der Theorie könnte der Computer übrigens auch eine optimale Strategie für Go berechnen (ebenfalls ein Nullsummenspiel mit vollständiger Information). Trotzdem liegen die Berechnungsprobleme sowohl für Schach als auch für Go in einer Komplexitätsklasse, die noch schwerer ist als die berühmte NP-Klasse. Was eben bedeutet, dass in der Praxis irgendwo bei ca. 10-12 Halbzügen nach Spielbeginn Ende mit "optimal" ist und man danach nur noch Heuristiken hinkriegt.
Taschenschieber:
Das Problem ist ja auch, dass es im Rollenspiel viele nicht hart verregelte Komponenten gibt (z. B. die Bereitschaft, einen Char aus Gründen der Sozialdynamik auf eine Granate springen zu lassen). Das hatte ich in deinen Beitrag auch etwas reininterpretiert.
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