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Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist

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Gasbow:
Vorsichtig da.

Ein Kalman Filter geht erst einmal nur für lineare Modelle.
Es gibt zwar Erweiterungen für nicht lineare, aber auch die kann man aufs Kreuz legen.
Und wenn zu dem Modell selber komplexe Optimierungsprobleme gehören (wie z.b. welche Power ist jetzt die beste, welches Feld ist das beste, bei Dnd4) kommt ein Kalman Filter da garnicht mit klar.


Was die Vorhersage von Kämpfen in Rollenspielen angeht, und nichts anderes ist es ja das Ergebnis in einen einfachen Wurf zu packen,  gilt definitiv, dass es Systeme gibt, bei denen die zu komplex sind, als das Modelle die in absehbahrer Zeit vorhersagen können.
Meine spontante Einschätzung wäre: Dnd1/DSA1, vielleicht, Dnd4 etc. nicht in 10 Jahren.

ArneBab:

--- Zitat von: Gasbow am 26.10.2012 | 23:21 ---Vorsichtig da.

Ein Kalman Filter geht erst einmal nur für lineare Modelle.
Es gibt zwar Erweiterungen für nicht lineare, aber auch die kann man aufs Kreuz legen.
Und wenn zu dem Modell selber komplexe Optimierungsprobleme gehören (wie z.b. welche Power ist jetzt die beste, welches Feld ist das beste, bei Dnd4) kommt ein Kalman Filter da garnicht mit klar.

--- Ende Zitat ---
*freu* Danke, dass du auf konkretes eingehst!

Der Ensemble Kalman Filter klappt für nichtlineare Modelle (sonst könnten wir ihn nicht verwenden), hat aber einen impliziten Linearisierungsschritt in der Näherung, die gemacht wird, um ihn berechnen zu können. Das heißt, er macht Linearisierungsfehler, die nur durch zusätzliche Rechenleistung wettgemacht werden können - und auch das nicht perfekt.

Kennst du passendere Algorithmen? (das ist jetzt nicht nur Rollenspieler-Interesse, sondern auch professionelles - als Physiker, der die Modelle anwendet, aber noch zu wenig Hintergrundwissen dazu hat, um sich wohl genug damit zu fühlen und deswegen Lesematerial sucht :) )


--- Zitat ---Was die Vorhersage von Kämpfen in Rollenspielen angeht, und nichts anderes ist es ja das Ergebnis in einen einfachen Wurf zu packen,  gilt definitiv, dass es Systeme gibt, bei denen die zu komplex sind, als das Modelle die in absehbahrer Zeit vorhersagen können.
Meine spontante Einschätzung wäre: Dnd1/DSA1, vielleicht, Dnd4 etc. nicht in 10 Jahren.

--- Ende Zitat ---
Klingt doch gut.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Weltengeist am 26.10.2012 | 19:58 ---Ich fürchte, dass ich dir einen "hinreichend großen Anreiz" da wohl nicht bieten kann (für symbolische 10 Euro wirst du dich wohl kaum dransetzen wollen, oder ;D)?
--- Ende Zitat ---
Nein, nicht wirklich. Vielleicht setze ich mich ja mal im Urlaub hin und programmiere das kostenlos. Aber mein nächster Urlaub ist in weiter ferne.


--- Zitat ---Wenn ich es richtig verstehe, dann reden Taschenschieber und ich von einer exakten Berechnung für ein reales Rollenspielsystem (meinetwegen DSA1 Raw mit einer realistischen Zahl Beteiligten). ArneBab und du dagegen redet von einem Approximationsverfahren für ein fiktives, vereinfachtes Rollenspielsystem. Ich bestreite gar nicht, dass letzteres möglich ist (je nach Definition von "hinreichender Approximation" und von "zulässiger Vereinfachung" jedenfalls). Was ich bestreite, ist dass ersteres möglich ist.
--- Ende Zitat ---
Was ich meine ist, dass man einen Kampf so gut approximieren/ausrechnen sonstwas kann, dass man ihn durch einen einzelnen Würfelwurf ersetzen kann.

Die Wahrscheinlichkeit, den ausgespielten Kampf zu gewinnen, soll sich dabei nicht signifikant von der Wahrscheinlichkeit unterscheiden, den einzelnen Würfelwurf zu gewinnen.

Taschenschieber:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 27.10.2012 | 00:33 ---Was ich meine ist, dass man einen Kampf so gut approximieren/ausrechnen sonstwas kann, dass man ihn durch einen einzelnen Würfelwurf ersetzen kann.

Die Wahrscheinlichkeit, den ausgespielten Kampf zu gewinnen, soll sich dabei nicht signifikant von der Wahrscheinlichkeit unterscheiden, den einzelnen Würfelwurf zu gewinnen.

--- Ende Zitat ---

Für einige Werte von "so gut" und "nicht signifikant" geht das ganz sicher.

Ich bezweifele nur, dass ein PC das mit vertretbarem Aufwand besser kann als der Spielleiter oder eine auf Erfahrung basierte, simple Formel, die einfach auf Basis der Charakterwerte eine Abschätzung trifft.

Eulenspiegel:
Oh, dass habe ich bei Optimierungsverfahren schon von vielen Experten gehört: "Hah, wir haben jahrelange Übung daran und es schon perfekt optimiert."
Und wenn dann ein Optimierungs-Algorithmus angewendet wurde, dann verstummten die Experten und meinten: "Hey, der Optimierungsalgorithmus liefert ja tatsächlich bessere Werte."

Und das nicht nur bei irgendwelchen theoretischen Sachen sondern in der Industrie, wo es um richtig viel Geld ging.

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