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Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist
Eulenspiegel:
RAW ist eben nicht jede Handlung machbar! Was du meinst, sind Hausregeln. Aber das hatten wir doch schon auf den letzten Seiten geklärt.
Und glaubst du wirklich, dass "Kann beliebige Aktion machen, die nicht von den Regeln abgedeckt sind." tatsächlich bei dem Aufschreiben der Challenge-Rating in D&D4 eine Rolle gespielt hat?
Taschenschieber:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 27.10.2012 | 01:05 ---RAW ist eben nicht jede Handlung machbar! Was du meinst, sind Hausregeln. Aber das hatten wir doch schon auf den letzten Seiten geklärt.
--- Ende Zitat ---
Wir hatten auf der letzten Seite lediglich geklärt, dass du keine Regeln lesen möchtest.
Wenn in den Regeln steht, dass du tun kannst, was du willst, und der SL gegebenenfalls eine passende Probe deklarieren kann (und das steht bei verdammt vielen Systemen drin), dann ist das KEINE VERDAMMTE HAUSREGEL! Es ist eine STINKNORMALE Regel, weil sie im VERDAMMTEN REGELBUCH drinsteht!!! Was zur Hölle ist daran so schwer zu verstehen?
Und genau die Möglichkeit der Hausregelbarkeit zeichnet ein Rollenspiel darüber hinausgehend aus.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Taschenschieber am 27.10.2012 | 01:10 ---Wenn in den Regeln steht, dass du tun kannst, was du willst, und der SL gegebenenfalls eine passende Probe deklarieren kann (und das steht bei verdammt vielen Systemen drin), dann ist das KEINE VERDAMMTE HAUSREGEL! Es ist eine STINKNORMALE Regel, weil sie im VERDAMMTEN REGELBUCH drinsteht!!! Was zur Hölle ist daran so schwer zu verstehen?
--- Ende Zitat ---
Nein, dann steht im Regelwerk eine Metaregel, aber keine Regel!
Nur weil etwas im Regelbuch steht, ist es noch lange keine Regel! Eine Regel gibt dir eine konkrete Anweisung, wie in bestimmten Situationen zu verfahren ist. Wenn irgendwo steht: "Tu, was du willst." oder "Handle nach eigenem ermessen.", ist das viel, aber ganz sicher keine Regel.
Viele RPGs erlauben z.B. der unterlegenen Partei auch zu fliehen. Deswegen ist aber die Flucht noch lange nicht geregelt.
In vielen Fantasy-RPGs gibt es auch Beschreibungen, für einen Tavernenbesuch. Deswegen ist der Tavernenbesuch aber noch lange nicht geregelt.
Deutlich wird es auch beim Einkauf:
In manchen RPGs steht drinne, welche Sachen sich die SCs alles kaufen können, aber OHNE Einfkaufsregeln und manche RPGs liefern Einkaufsregeln.
Fazit:
Dass eine Sache im Regelwerk steht, macht es noch lange nicht zur Regel.
PS: Auf die Sache mit dem Challenge-Rating bei D&D bist du immernoch nicht eingegangen.
Taschenschieber:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 27.10.2012 | 01:17 ---Nur weil etwas im Regelbuch steht, ist es noch lange keine Regel! Eine Regel gibt dir eine konkrete Anweisung, wie in bestimmten Situationen zu verfahren ist. Wenn irgendwo steht: "Tu, was du willst." oder "Handle nach eigenem ermessen.", ist das viel, aber ganz sicher keine Regel.
--- Ende Zitat ---
Wenn da steht "Grundsätzlich ist jede Handlung möglich, allerdings kann der SL entsprechende Proben verlangen" - in Verbindung mit Beispielen für passende Probenschwierigkeiten und -eigenschaften, dann IST das eine konkrete Handlungsanweisung, und dann IST das eine Regel. (Abgesehen davon, selbst wenn es eine Metaregel wäre, würde es das Spiel trotzdem noch beeinflussen.)
Und ja, das Challengerating soll ja auch nur eine sehr vage Annäherung sein. Mit kreativem Umgang mit der eigenen Zauberliste (auch ein Thema, viele Zauber haben ja grade bei DND oder DSA Auswirkungen weit abseits von bloßem Schaden) lässt sich das natürlich auch ad absurdum führen.
Dafür braucht man keinen Hochleistungsrechner, der Tage beschäftigt ist, um ein von Experten in jahrelanger Arbeit zusammengeklöppeltes Programm auszuführen, um dann eine Erfolgswahrscheinlichkeit mit +/-10% Ungenauigkeit auszuspucken.
(Und nur bevor die Diskussion mal wieder ins Absurde abgleitet: Die letzte Zeile ist eine Hyperbel. Teilweise.)
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Taschenschieber am 27.10.2012 | 01:23 ---Wenn da steht "Grundsätzlich ist jede Handlung möglich, allerdings kann der SL entsprechende Proben verlangen" - in Verbindung mit Beispielen für passende Probenschwierigkeiten und -eigenschaften, dann IST das eine konkrete Handlungsanweisung, und dann IST das eine Regel. (Abgesehen davon, selbst wenn es eine Metaregel wäre, würde es das Spiel trotzdem noch beeinflussen.)
--- Ende Zitat ---
Wie du schon sagtest: Es sind Beispiele!
Beispiele haben keinen Regelcharakter sondern sind Beispiele.
Natürlich kann ein SL bei DSA3 auch alle Manöver aus DSA4 anwenden: Indem die Spieler die entsprechenden Handlungen ansagen und der SL daraufhin die Probe verlangt, die dann in DSA4 vorkommt.
Aber die Gruppe spielt dann zumindest, was den Kampf angeht, dann halt kein DSA3 mehr sondern DSA4.
Woran man noch erkennt, dass es keine Regeln sind:
Wenn du in zwei verschiedenen Gruppen, die gleiche Handlung ansagst, dann wird sie unterschiedlich geregelt, obwohl beide Gruppen das gleiche Regelwerk verwenden.
Wenn zwei Gruppen die gleiche Handlung also trotz gleichen Regelwerkes unterschiedlich regeln, kann sie nicht Teil des Regelwerkes sein. Denn Regeln besagen ja, dass gleiche Sachen gleich geregelt werden.
--- Zitat ---Und ja, das Challengerating soll ja auch nur eine sehr vage Annäherung sein. Mit kreativem Umgang mit der eigenen Zauberliste (auch ein Thema, viele Zauber haben ja grade bei DND oder DSA Auswirkungen weit abseits von bloßem Schaden) lässt sich das natürlich auch ad absurdum führen.
--- Ende Zitat ---
Also meine Erfahrung mit der D&D Challenge-Rating ist, dass sie eine ziemlich gute Annäherung ist.
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