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Star Wars EpVII Spoilerparty
First Orko:
So, war gestern auf meiner ersten Kino-Premiere, also eigentliche eine Premiere² für mich ;) Ein paar Verkleidete waren auch da, insgesamt gut durchwachsenes Nerd-Publilum, insbesondere in der OV. Aber zumindest hat jeder andächtig gelauscht und es gab keien Störenfriede, außerdem waren beide Plätze vor _und_ hinter uns frei - besser gehts wohl nicht!
Dazu muss ich sagen, dass ich mich dem Hype nur vorsichtig genähert habe. Zuhause steht zwar ein Lego-SW-Adventskalender (das tat es aber letztes Jahr auch schon) aber ansonsten habe ich mir die Karten auch erst 3 Tage vor Premiere gekauft und es drauf ankommen lassen, hätte nicht geheult, wenns keine mehr gegeben hätte. Ich wollte möglichst vorbehaltlos in den Film gehen.
Um ~3:30 waren wir dann raus und - wie immer nach so einem Volles-Rohr-Bluckbuster ein wenig betäubt und geplättet. Ich versuche mich aber mal an einer einigermaßen neutralen (Haha!) Einschätzung:
Mein Ersteindruck war auf jeden Fall: Boah, was für ein Ritt! Das _könnte_ der Star Wars sein, den wir Fans der alten Trilogie verdient haben!
Aber gehen wir doch mal in die Details:
* Die Musik: Inklusive gelungener Anleihen an die alten Themen, sparsam und zu goldrichtigen Momenten eingesetzt
* Die Darsteller: Allesamt solide Leistung, besonders die Chemie zwischen Poe und Finn fand ich überzeugend, aber auch bei den anderen habe ich jetzt keine eindeutigen Schwächen festgestellt - außer vielleicht, dass Ford ein wenig hibbelig wirkrt, dass er nochmal den Solo machen kann (was nicht einer gewissen Ironie entbehrt!)
* Der Plot: Wahrscheinlich finden Rosinenpicker wieder "riesengroße Löcher" aber insgesamt hat mir die Entwicklung der Geschichte zusammen mit der Präsentation und dem Pacing sehr gut gefallen. Dass das alles riiiesengroße Zufälle sind, wie sich alles fügt und die Fäden zusammenlaufen, sollte uns Rollenspieler eigentlich nicht großartig jucken ;) Wirkte sogar ein bißchen, wie das Zusammenprallen der Charaktere bei Guardians of the Galaxy
* Das Design: Geil! Endlich wieder dreckig, kaputt, schief und krumm! Keine durchgestylten, windschnittigen Chromgleiter! Allein das Sternenzerstörer-Wrack ist pures Gold. Die Entscheidung für mehr Animatronics und Modelle ist dem Film auf jeden Fall positiv anzumerken.
* Das Tempo: Was bei dem traditionell eher behäbigen Star Trek ein bißchen zu viel des Guten war, ist für SW ein echter Glücksgriff! Wo Lucas uns mit langatmigen Handelsembargos und Senatsdramen langweilt greif Abrams in die Vollen. Trotzdem bleibt immer wieder Zeit für eine Verschnaufpause. Eine mehr (bei einem ganz bestimmten, furchtbar schnellen Flug quer durch die halbe Galaxie...) hätte gern noch sein dürfen, aber seis drum, der Rest passt
Das Einzige, was mich im Film direkt ein bißchen gestört hat waren die manchmal etwas starken Anleihen an die alten Teile. Sei es ein Spiegel-Charakter, dessen Vorlage sehr offensichtlich ist oder die ein oder ander Actionszene, die man noch als Reminiszenz durchgehen lassen kann... aber irgendwann war der Punkt wo ich dachte: Wenn es das jetzt war, wäre es noch okay - Und dann kommt der Oberhammer und man fragt sich, warum Han nicht sogar direkt sagt "Been there, done that"! Das war mir ein bißchen zu krass, auch wenn man deutlich merkt, dass sie es noch abgeändert und modifiziert haben.
Abgesehen davon bin ich durchaus positiv überrascht und geflasht. Oder, um mal frei den Anhalter zu zitieren:
tl;dr: Größtenteils grandios
JollyOrc:
Alles in allem bin ich gut bis sehr gut unterhalten worden. Die Storykopie von A New Hope war natürlich.. ahem, auffällig.
Aber einige Dinge störten mich dann doch:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Kylo Ren hätte mal lieber seine Maske auflassen sollen. Meine erste Reaktion war "was, vor dem Milchbubi sollen wir Angst haben?
Überhaupt, Kylo Ben - was genau war dessen Motivation zur Dunklen Seite zu wechseln? Das wurde nicht für fünf Pfennig angerissen oder erklärt. "Ist halt so. Aber es ist ja noch Gutes[tm]in ihm."
Und dann die Wiederständler. Wenn die doch der Republik zugehörig sind, wären die dann nicht "Die Armee der Republik"? Oder wenigstens deren Miliz? Warum diese Trennung, das hat sich mir auch überhaupt nicht erschlossen. Das ist kein Plotloch, das den Film kaputt macht, aber eine IMO komplett unnötige Verschnörkelung. "Republik gegen Erste Ordnung" hätte es ebenso, wenn nicht sogar besser getan.
Und dann ist da ja noch das Rätselraten:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wem sein Kind ist Rey dann jetzt?
Gorbag:
Der Film hat mich eigentlich in allen Kategorien überzeugt... ausgenommen der Plot, der hat ihn mir etwas ruiniert.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wenn ich drei Schritte zurück trete, die Augen etwas zusammenkneife und nicht genau hinschaue, dann ist der Plot so leicht mit Star Wars 4 zu verwechseln, dass es weh tut. Es ist als hätte man eine Checkliste abgearbeitet
Das hat sich massiv mit meinen Erwartungen gebissen. Ich glaube ich wäre mit dem Film super glücklich, wenn sie irgend einen mittelmäßigen Plot reingebaut hätten, aber das was hier passiert ist war mir viel zu nach am Original. Ich bin mir sicher, ich werde den Film in 1-2 Monaten lieben können, wenn ich ihn mir noch mal anschaue und ihn als "Das massivste Remake der Star Wars Geschichte" betrachte.
Was der Film aber wirklich gut gemacht hat sind die Trailer und die Medienkampagne:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die schaffen es wirklich, den Zuschauer sehr gut auf eine falsche Fährte zu locken. Die Trailer suggerieren ja z.B. das Fin der neue Jedi in dem Film wird und auch sonst spoilert der Trailer recht wenig vom Film. Auch die Medienkampagne im Vorfeld war da recht geschickt inszeniert fand ich. Hamill war da ja z.B. auch gefühlt recht präsent und ich im Film keine 2 Minuten zu sehen. Das hat dazu geführt, dass mich der Film wirklich noch überraschen konnte, trotz Trailer und Co.
Und der Sound der neuen Lichtschwerter rockt ja sowieso :D.
First Orko:
@Gorbar:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wie ich oben geschrieben habe: Hätte man den Über-Todesstern und den Angriff darauf weggelassen und durch etwas anderes ersetzt (Thrawen anyone...?), dann wäre es aus meiner Sicht perfekt geworden.
Ich habe mich eher auf die Entwicklung von Rey/Ren/Poe konzentriert und fand den Teil der Story eigentlich ganz gut aufgemacht, vor allem mit der Last des Erbes. Als Ren zum ersten mal den Helm abnahm habe ich auch erst an Anakin denken müssen (was sicher auch gewollt war!) aber er hat sich dann doch noch als eigenständiger Charakter etabliert. Als unangenehmer, impulsiver - ja. Aber im Rahmen der üblichen Sith-Klischees passt das schon.
Insofern sehe ich das auch weniger als Remake, denn als Brücke zwischen alten und neuen Fans (Letztere werden die Anleihen evt gar nicht so wahrnehmen oder überhaupt erkennen). Natürlich ist das ein Zugeständnis - aber ich finde, das geht in Ordnung.
Gorbag:
--- Zitat von: First Orko am 17.12.2015 | 14:37 ---@Gorbar:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wie ich oben geschrieben habe: Hätte man den Über-Todesstern und den Angriff darauf weggelassen und durch etwas anderes ersetzt (Thrawen anyone...?), dann wäre es aus meiner Sicht perfekt geworden.
Ich habe mich eher auf die Entwicklung von Rey/Ren/Poe konzentriert und fand den Teil der Story eigentlich ganz gut aufgemacht, vor allem mit der Last des Erbes. Als Ren zum ersten mal den Helm abnahm habe ich auch erst an Anakin denken müssen (was sicher auch gewollt war!) aber er hat sich dann doch noch als eigenständiger Charakter etabliert. Als unangenehmer, impulsiver - ja. Aber im Rahmen der üblichen Sith-Klischees passt das schon.
Insofern sehe ich das auch weniger als Remake, denn als Brücke zwischen alten und neuen Fans (Letztere werden die Anleihen evt gar nicht so wahrnehmen oder überhaupt erkennen). Natürlich ist das ein Zugeständnis - aber ich finde, das geht in Ordnung.
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)- Ein Droide erhält einen Speicherstick die entscheidend sind für den Ausgang des Krieges
- Der Droide muss seinen Besitzer verlassen, als dieser unter den Angriff von Stormtrupern gerät
- Der Droide gelangt in den Besitz eines jungen aufstrebenden Jedis, der seine Eltern "verloren" hat
- Der Jedi flieht im Falcon von einem Wüstenplaneten um den Stormtrupern zu entgehen, die gerade die Heimat des Jedis zerbomben
- Der Jedi trifft auf einen ehrwürdigen Altmeister, den wir aus den vorherigen Filmen kennen und der überzeugt ist von den Wegen der Macht (auch wenn er selbst kein Jedi ist)
- Der böse Jedi ist ungehalten, weil das Millitär mal wieder versagt
- Die Antagonisten haben einen Todesstern
- Der Todesstern zerbombt Planeten
- Der Jedi wird von einem alten kleinen Alien in die Wege der Macht eingeführt
- Die Rebellen planen den wohl bekannten Angriff auf den Todesstern
- Dem Regisseur fällt auf das er vergessen hat Ben Kenobi im Todesstern heroisch drauf gehen zu lassen, als dieser den Rückzug seiner Freunde deckt, die gerade eine Frau aus den Fängen des Imperiums gerettet haben und für den neuen Plot sabotiert man noch den Todesstern, wenn man schon mal hier ist
- Der Todesstern explodiert und der Obersith entkommt relativ glücklich und hat vorher einen Kampf gegen den Jedi verloren (diesesmal nur nicht im Weltraum sondern am Boden)
- Der Jedi begibt sich zu einem abgelegenen System um unter einem Jedimeister zu trainieren
Klar, die Story deckt sich nicht überall 100% aber wenn man grob genug drauf schaut hat man das Gefühl, man sieht sich ein Remake an, bei dem man versucht hat es so wirken zu lassen, als wäre es kein Remake....
Der Film macht auch Spaß und der Plot ist nicht mal schlecht, er ist nur leider nicht neu, schlimmer noch, er ist nicht mal neu im Star Wars Universum.
Nachtrag: Wieso wirk es eigentlich wieder so, als wären die Rebellen die Underdogs? Die sind doch vorherrschende Macht in der Galaxis....
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