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Star Wars EpVII Spoilerparty
Boba Fett:
Nebenbei möchte ich mal kurz danken, dass mir hier einige durch ihre Beiträge wieder bewust gemacht haben, wie sehr ich Star Wars doch mag. Denn nur wenn man emotional involviert ist, kann man sich ärgern oder wundern. ;)
So, und nun weiter im Text.
Gibt es Spekulationen darüber, wie dem Widerstand seitens der alten Imperiums-Fragmente in der nächsten Episode das Leben schwer gemacht wird?
Gibt es irgendwo eigentlich eine Info, wie die Galaxis derzeit (nach dem Fall des Empire) politisch strukturiert ist?
Ich finde es schwierig, einige Dinge im Film zu bewerten, ohne zu wissen, wie einflussreich, wie viel Kontrolle eine Fraktion ist.
Wulfhelm:
Okay. Ich baue darauf, den Film später nochmal auf DVD (ja, DVD...) oder digital zu sehen, um meinen Eindruck erhärten zu können, dass mit parallelen Handlungssträngen weniger gekonnt umgegangen wurde als in der Originaltrilogie (und sorry, wenn eine Geschichte so offensichtlich imitiert wird, ist der Vergleich recht und billig.) Subjektiv erschien es mir genau wie bei den Star Trek Reboots so, dass Erzählzeit und erzählte Zeit in den meisten Passagen fast identisch waren. Die anfänglichen Eindrücke von Reys Leben auf Jakkuu, die ich zu den besten Elementen des Films zähle, bilden da eine Ausnahme. Das Problem ist, dass dadurch ein Gefühl für Raum und Zeit, das den Eindruck von Größe vermitteln kann, verschwindet. Ab dem ersten Drittel des Films gilt: Alles im Universum ist ungefähr 10 Minuten voneinander entfernt, so wirkt das zumindest auf mich.
In Ep4-6 wurde recht geschickt mit Ellipsen gearbeitet, wenn ein Wechsel zwischen den einzelnen Strängen anstand. Beispiel: Wir beenden Lukes Szene auf Dagobah in Yodas Hütte. Es ist Nacht. Wechsel: Längere Passagen mit Han und Leia. Wechsel: Nun sehen wir Luke auf Dagobah im Sumpf, bei Tag, mitten in seinem Training durch Yoda. Er ist auch anders gekleidet. Wir verstehen - wenn auch nicht unbedingt bewußt - dass einige Zeit vergangen ist, vielleicht ein Tag, vielleicht mehrere.
In Ep7 gibt es so etwas kaum bis gar nicht. Entweder, weil JJA in dieser Hinsicht einfach Schwächen hat, oder weil es so gewollt ist. Letzteres womöglich aus der Paranoia heraus, das Pacing des Films, sobald die Exposition beendet ist und die Action losgehen soll, auch nur eine Minute lang zu verlangsamen. Das tut dem Film (und tat den Trek-Filmen) mMn nicht gut. Auch in Abenteuerfilmen dieser Art sind Übergänge und Ruhephasen völlig angemessen. Die Indiana-Jones-Filme mit ihren berühmten Reiseroutenmontagen sind da weitere hervorragende Beispiele.
Es kommt erschwerend hinzu, dass der Film zu kurz war. Ohne Probleme hätte er 15 oder 30, vielleicht sogar 45 Minuten länger sein können. Die ganze Sache wirkt übermäßig gehetzt, was während oder kurz nach der Vorstellung weniger auffällt als in der späteren Verarbeitung.
alexandro:
--- Zitat ---Gibt es Spekulationen darüber, wie dem Widerstand seitens der alten Imperiums-Fragmente in der nächsten Episode das Leben schwer gemacht wird?
--- Ende Zitat ---
Ich habe die Aussagen im Film so verstanden, dass eine Art von Friedensvertrag (tatsächlicher Vertrag oder einfach nur stillschweigende Übereinkunft?) zu existieren scheint, nach dem die Republik auf ihrer Seite der Galaxis bleibt und der First Order in seinen Gebieten. Außerdem scheint es einige Gebiete zu geben, welche keiner Seite zugehörig sind (wieder im Rim, der jetzt allerdings deutlich breiter zu sein scheint - laut der Wookiepedia sind Takodona und Yakku im Mid- bzw. Inner Rim angesiedelt, der zu Ep IV-VI Zeiten wohl noch fest unter der Kontrolle des Imperiums stand). Außerdem unterstützt die Republik, obwohl sie offiziell darauf bedacht ist den First Order nicht zu provozieren, heimlich den Widerstand.
Das ist schonmal mehr, als man in Ep IV erfahren hat (aka "Es gibt einen Senat, es gibt einen Kaiser (der den Senat aufgelöst hat) und es gibt lokale Gouverneure (die jetzt das Sagen haben)")
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
--- Zitat von: Boba Fett am 28.12.2015 | 12:08 ---
Gibt es irgendwo eigentlich eine Info, wie die Galaxis derzeit (nach dem Fall des Empire) politisch strukturiert ist?
Ich finde es schwierig, einige Dinge im Film zu bewerten, ohne zu wissen, wie einflussreich, wie viel Kontrolle eine Fraktion ist.
--- Ende Zitat ---
Amen, genau das interessiert mich auch brennend. Im Risszeichnungsbuch zum Film wird erwöhnt, dass die Sternzerstörer der Resurgent-Klasse (das Ding im Film) gegen bestehende Verträge zwischen der Republik und der Ersten Ordnung verstossen würden.
Klingt nach einem Kalten Krieg zwischen beiden, bei dem der Widerstand als Untergrundbewegung im Gebiet der Ersten Ordnung agieren würde. Also eine öhnliche Konstellation wie in The Old Republic.
Boba Fett:
Erst einmal danke euch beiden! :d
--- Zitat von: alexandro am 28.12.2015 | 12:21 ---Das ist schonmal mehr, als man in Ep IV erfahren hat (aka "Es gibt einen Senat, es gibt einen Kaiser (der den Senat aufgelöst hat) und es gibt lokale Gouverneure (die jetzt das Sagen haben)")
--- Ende Zitat ---
Sicher, mein Statement war auch nicht wertend gemeint. Zur Zeit von Ep IV war (mir) das alles kaum wichtig, aber inzwischen interessiert es fürs Rollenspiel und natürlich auch allgemein, weil man Star Wars Settingwissen gesammelt und damit einen Bezugsrahmen geschaffen hat. Naja und als ich Ep IV das erste mal sah, war ich 10 oder 11... ;)
Es gibt als als Imperiums Erben das Staatengebilde des "First Order" und innerhalb diesem eine Widerstandsbewegung. Daneben gibt es die "neue" Republik, die die Widerstandsbewegung unterstützt. Und daneben noch Gebiete die keinem dieser beiden Fraktionen angehören, ggf. mit eigenen (neutralen) Staats-Strukturen.
Dieses Modell gefällt mir gut.
Was anderes zum "First Order". Könnte es sein, dass der Name eher aus dem Begriff "oberster Befehl" entnommen wurde, und nichts mit dem Begriff "Ordnung" zu tun hat? Immerhin hat Palpatine die Jedi ja auch mit einem bestimmten kodierten Befehl vernichten wollen...
Nur mal so als Spekulation...
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