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Star Wars EpVII Spoilerparty
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Fantomas am 30.01.2016 | 09:48 ---
Sowohl aus dem kanonischen als auch dem nicht kanonischen Stoff lässt sich ganz gut erkennen, dass Machtsensitivität alleine zwar Voraussetzung ist, aber 1.) wohl gar nicht sooo selten ist, 2.) nicht immer ein relevantes "ruhendes" Potential besitzt und 3.) kein echter Machtnutzer ohne aktive Ausbildung und Förderung entsteht. Man kann vermutlich als Machtsensitiver ohne Training alt werden, ohne jemals Geist oder Materie mittels der Macht beeinflusst zu haben - oder doch zumindest nur auf einem Level, der im Bereich einer Jahrmarktsattraktion bewegt.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Fantomas am 30.01.2016 | 16:34 --- Exakt so wäre es Luke Skywalker gegangen, obwohl der bis zum Kragen voller Macht-Potenzial steckt. Ohne Obi-Wans Anleitung hätte er niemals auch nur 'nen Groschen mit der Macht bewegt. Auch Anakin vor ihm wäre Schrottplatz-Sklave geblieben oder maximal mit latenter Macht-Unterstützung ein überdurchschnittlich guter Pod-Rennfahrer geworden.
Offenbar muss irgend jemand Machsensitiven erst einmal die Verbindung zur Macht aufzeigen, damit sie aktiven Zugriff darauf bekommen. Die Ausbildung der nötigen Fertigkeiten kommt erst danach und es gibt zumindest im EU Beispiele dafür, wie sich Leute selbst Fähigkeiten angeeignet haben, nachdem sie Zugang zur Macht hatten - auch Luke musste sich nach Yodas Ableben viele Dinge anlesen und selbst beibringen. Aber die Initialzündung geschieht offenbar nicht von allein und *muss* von außen durch jemanden erfolgen, der bereits Zugriff auf die Macht hat.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Fantomas am 30.01.2016 | 18:23 ---
Es ist entweder ein evolutionäres/anthropologisches Henne-/Ei-Problem oder ein metaphysisches, nach dem die Macht ihren ersten Nutzer oder mehrere (quasi Propheten) selbst erschaffen hat. Oder, da die Macht nicht zeitlich linear ist, gibt es gar keinen "ersten" Machtnutzer, weil aus Perspektive der Macht jeder Machtnutzer gleichzeitig existiert. Eine nicht näher bestimmte Zahl an Machtnutzern wäre zu nicht näher bestimmten Zeitpunkten der linearen Realität einfach *da*.
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--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Fantomas am 31.01.2016 | 01:07 ---
So dürfte es auch mit der Macht sein. Wenn ein Machtsensitiver einfach mal auf blauen Dunst herum probiert oder vielleicht ein paar Scharteken zu dem Thema gewälzt hat, passiert in den meisten Fällen gar nichts. Ein paar werden Versuche dürften zu Verletzungen oder zum Tod führen. Ein paar ganz wenige führen zu Macht-Dilettanten, die womöglich lange genug leben, um ihr Halbwissen an Andere oder gar an kommende Generationen weiterzugeben, deren weitere Experimente wiederum unter viel deprimierenden Fehlschlägen oder Katastrophen zu mehr Verständnis führen. Sprich, eine Gesellschaft von Machtsensitiven hat einen ausreichend großen Personen-Pool, um Zeit und Leben für den Erkenntnisgewinn zu opfern --> Evolution.
Eine einzelner Machtsensitiver in seiner Lebenszeit kann sich, selbst wenn ihm erst einmal bewusst ist, was er werden kann, keine Fehler erlauben und ist daher besser beraten, sich führen zu lassen --> Lehrer und Schüler.
--- Ende Zitat ---
Yerho:
Herzlichen Glückwunsch, du weißt, wie die Zitatfunktion funktioniert und beherrscht Copy & Paste. Jetzt musst du nur noch erklären, inwiefern die von dir zitierten Passagen deine Behauptung belegen bzw. in sich einen Widerspruch darstellen. ::)
Wenn ich deine Zitier-Orgie meiner Elaborate selbst noch einmal lese, bestätigt sich meine Aussagen, die ich zu deiner Entlastung noch einmal auf den Punkt bringen möchte:
1.) Evolution *kann* womöglich Machtnutzer hervorbringen, *muss* aber nicht, da es auch andere Erklärmöglichkeiten gibt, wie irgendwann aus Machtsensitiven Machtnutzer werden bzw. geworden sind. Ob nun durch den Willen von Midichlorianern oder der Macht als Entität oder durch selbstschließende/-erfüllende Zeitverläufe lässt der Stoff offen. Das Erschließen der Macht ohne bereits befähigten Lehrer als kollektive-soziale Leistung über einen längeren Zeitraum / Generationen hinweg ist damit explizit weder ein- noch ausgeschlossen.
2.) Latente bzw. instinktive und nicht willentliche Machtfertigkeiten (verbesserte Reflexe, Eingebungen, außersinnliche Wahrnehmungen etc.) sind kanonisch für höher entwickelte Lebewesen mit nicht erschlossenem Machtpotenzial belegbar. Nicht kanonisch (EU) sind diese auch für Tiere belegbar.
3.) Dem Kanon folgend ist es das Vorhandensein von Midichlorianern (entgegen früherer Aussagen von Herrn Lucas) zwingend erforderlich, um eine Verbindung zur Macht aufbauen zu können. Die Konzentration an Midichlorianern hat offenbar Relevanz. Doch auch Individuen mit einer starken Konzentration benötigen offenbar Anleitung, um ihr Potenzial zu erschließen. Bei Anakin wird durch Qui-Gon Jinn eine hohe Konzentration festgestellt, gleichzeitig steht Yodas Aussage im Raum, der Junge wäre zu alt für eine Ausbildung - daraus ließe sich schließen, dass Anakin trotz seines hohen Potenzials den optimalen Punkt für die Ausprägung von Machtfertigkeiten nicht ausnutzen konnte. Womöglich meinte Yoda eher die Vermittlung des philosophischen Überbaus, der den Missbrauch der Macht verhindern soll, aber auch dann würde gelten, dass Anakin mit neun Jahren keinerlei willentliche Machtfertigkeiten ausgeprägt hat. Sein Sohn Luke hatte in einem höherem Alter ebenfalls keine Machtfertigkeiten von sich aus ausgeprägt.
4.) Ein Individuum kann sich die Nutzung "höherer" bzw. willentlicher Machtfertigkeiten in seiner Lebenszeit allem Anschein nach nicht selbst erschließen. Dafür gibt es im Stoff keinerlei Anzeichen, wohl aber mehrfach für das Gegenteil, nämlich dass auf jeden Fall ein Lehrer erforderlich ist - die Lehrer/Schüler-Zweieinigkeit ist ein wesentlicher Punkt des Stoffs. Das schließt nicht aus, dass es nicht doch möglich ist, es ist jedoch nirgends belegt oder auch nur angedeutet.
5.) Sowohl Anakin als auch Luke haben nach Kontakt mit einem Lehrer sehr schnell Machtfertigkeiten angewandt. Dies spricht dafür, dass es in der Sache nicht so schwer ist - trotzdem haben sie es nicht bereits zuvor von sich aus getan. Das wiederum stärkt die Bedeutung eines Lehrers *mindestens* als eine Art Katalysator, wenn nicht sogar als sozusagen "freischaltendes" Element.
Du bist dran. :)
Sir Mythos:
--- Zitat von: Fantomas am 31.01.2016 | 21:56 ---5.) Sowohl Anakin als auch Luke haben nach Kontakt mit einem Lehrer sehr schnell Machtfertigkeiten angewandt. Dies spricht dafür, dass es in der Sache nicht so schwer ist - trotzdem haben sie es nicht bereits zuvor von sich aus getan. Das wiederum stärkt die Bedeutung eines Lehrers *mindestens* als eine Art Katalysator, wenn nicht sogar als sozusagen "freischaltendes" Element.
--- Ende Zitat ---
Punkt 1-4 würde ich vorbehaltlos zustimmen. Insbesondere dem Punkt hinsichtlich der evolutionären Entwicklung der Machtnutzung. Vögel haben ihre Flugfähigkeit ja auch erst im Rahmen der Evolution erhalten.
Bei Punkt 5 stimme ich allerdings nur begrenzt zu. Ich vermute, ein Lehrer ist aus dem Grunde erforderlich, dass man sich überhaupt bewusst wird, dass man die Fähigkeit einsetzen kann. Insbesondere Luke misstraut sich Anfangs (bei den Übungen im Raumschiff) ja selbst. Erst nachdem er sich auf Obi-Wans Anleitung hin drauf eingelassen hat gelingt es ihm, die Macht zu nutzen. Insofern würde ich nur begrenzt eine Art "Katalysator" angehen. Vielmehr geht es meiner Meinung nach um die psychologische Komponente.
Wenn jemand nicht glaubt, dass etwas möglich ist wird er auch dann daran Zweifel haben, wenn er es probiert. Vielleicht hemmt das die aktive Nutzung der Macht bei entsprechend sensitiven Individuen. Die passive (unterbewusste) Nutzung, wie z.B. das Pilotentalent ist hingegen nicht eingeschränkt, da man ja keine Zweifel daran hat, dass man ein Raumschiff/Gleiter etc. fliegen kann.
Yerho:
--- Zitat von: Sir Mythos am 1.02.2016 | 09:35 ---Bei Punkt 5 stimme ich allerdings nur begrenzt zu. Ich vermute, ein Lehrer ist aus dem Grunde erforderlich, dass man sich überhaupt bewusst wird, dass man die Fähigkeit einsetzen kann. Insbesondere Luke misstraut sich Anfangs (bei den Übungen im Raumschiff) ja selbst. Erst nachdem er sich auf Obi-Wans Anleitung hin drauf eingelassen hat gelingt es ihm, die Macht zu nutzen. Insofern würde ich nur begrenzt eine Art "Katalysator" angehen. Vielmehr geht es meiner Meinung nach um die psychologische Komponente.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe da nicht zwingend einen Widerspruch, denn natürlich ist die katalytische Wirkung des Lehrers (überwiegend) psychologisch. Ich meinte jedenfalls nicht, dass er seinen Schüler mit Machtteilchen bestrahlt, damit dieser ebenfalls "zündet". ;)
Man müsste wissen, ob jemand, der 1.) weiß, dass er machtsensitiv oder zumindest "anders" ist und 2.) willens ist, sich die Macht bzw. Andersartigkeit nutzbar zu machen und 3.) mit sich darüber im Reinen ist und 4.) entweder erfolgreich experimentiert oder sich die notwendigen Einstiegsübungen beispielsweise aus Büchern aneignet, auch zum Machtnutzer werden kann.
Das sind jetzt keine unerfüllbaren Bedingungen, aber sie müssten eben *alle* zutreffen - was der Grund sein könnte, warum es theoretisch zwar möglich ist, allein vom Machtsensitiven zum Machtnutzer zu werden, in der Praxis aber nur alle Jahrhunderte oder gar Jahrtausende (oder sogar in noch längeren Zeiträumen) einmal vorkommt.
Das würde hinlänglich die zwei wesentlichen Fragen klären; nämlich die, woher der erste Machtnutzer kam, der Weitere unterwiesen hat, die ihrerseits Weitere unterwiesen haben und warum es ansonsten im vorhandenen Stoff keine reinen Autodidakten gibt - der Stoff behandelt einfach kein entsprechendes Ereignis.
Mr. Ohnesorge:
Ich weiß nicht, welches angemessener ist:
:btt: :dftt:
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