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Star Wars EpVII Spoilerparty

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Wulfhelm:

--- Zitat von: Talasha am 21.04.2016 | 19:57 ---Ach wir wurden doch durch das Kostüm gewarnt.  ;)
Dabei hätte die Rolle durchaus Potential denke ich.
--- Ende Zitat ---
Das denke ich auch. Aber dass sie sich a.) durch ein paar Drohungen hat zum Geheimnisverrat nötigen lassen und dann b.) zwecks Lacher im Müllschlucker entsorgt wurde, hat die Figur schon angekratzt. Ich hatte da zum einen mehr Screentime erwartet, und zum anderen, dass sie mehr so als harter Hund, fanatisch zum Imperium (jaja, New Order oder wie die jetzt heißen) loyal, rüberkommt.

Thandbar:
Das sehe ich genauso. Sie wurde quasi sofort und beinahe völlig widerstandslos überwunden und dann wurde sich ihrer offscreen entledigt. Boba Fett durfte wenigstens 1 1/2 Filme lang eine coole Sau sein, bevor sein Mythos zerstört wurde.

Episode VII dekonstruiert seine Bösewichter schon sehr, und ich sehe darin auch ein dramaturgisches Problem.
Der Film behandelt seine Echos von Vader, Palpatine, Tarkin etc. so wie die Daredevil-Serie ihren Kingpin, das heißt, sie werden als schwache, zerrissene, emotional unsichere Menschen gezeigt, deren Gefährlichkeit gerade in ihrer seelischen Verwundbarkeit liegen soll.
In der Netflix Serie hat das sehr gut geklappt, aber ich weiß nicht, ob diese Herangehensweise so gut zu Star Wars passt.

Die Wirkung der orignalen Star-Wars-Bösewichter lag ja meiner Meinung nach eher darin, dass sie vorrangig starke archetypische Figuren waren.
In Episode VII entspricht dem  lediglich Snoke ein bisschen, obwohl ich irgendwie schon befürchte, dass man ihn in den späteren Teilen zu stark als physisch und psychisch Verletzten zeichnen wird, der namentlich von einer Luke-Angst zerfressen wird und seine innere Schwäche mit einer pompösen Inszenierung seiner Person ausgleichen muss.
Dann wäre er wie alle neuen Bösewichter letztlich nur ein Gernegroß, der an sein Vorbild nicht heranreicht. Und an so schwachen Schurken können sich die neuen Helden eben nur schlecht profilieren.

Die Angst Kylo Rens, Darth Vader nicht gleichzukommen, entspricht der Angst des Filmemachers, der befürchten muss, dass sein Sequel das Original nicht erreichen kann. Genauso wie die Menschen hinter der Kamera hadern die Schurken innerhalb der Filmhandlung mit der übermächtigen Präsenz ihrer Ikonen.
Ich denke, dass die folgenden Teile ihre Schurken - auch zu Lasten der Psychologisierung - stärker als schier unüberwindbare, mythische Gefahr inszenieren müssen.     

tartex:
Also StarWars fand ich nie deshalb gut, weil die Schurken als so unverletzbar gezeichnet wurden. Das kriegt doch jeder 12jährige FanFiction-Schreiber hin: irgendwenn als totalen Badass darzustellen.

Die Macht des Imperiums stellte sich für mich viel mehr durch die Architektur, den monumentalen Schattenwurf, usw. dar.

Wulfhelm:

--- Zitat von: tartex am 22.04.2016 | 00:05 ---Also StarWars fand ich nie deshalb gut, weil die Schurken als so unverletzbar gezeichnet wurden. Das kriegt doch jeder 12jährige FanFiction-Schreiber hin: irgendwenn als totalen Badass darzustellen.
--- Ende Zitat ---
Jemanden als Witzfigur darzustellen, kriegt auch jeder 12jährige FanFiction-Schreiber hin. Und, sorry, Phasma war eine Witzfigur.

Ich habe fast das Gefühl, als hätten sich die Schreiberling und der Regisseur gesagt "Hey, wir dekonstruieren den Mythos des Imperiums, indem wir die Unsicherheiten, Inkompetenzen und Intrigen eines totalitären Systems darstellen" und dann leider nicht gewußt, wie sie das in einer Form, die nicht auf krude Karikaturen hinausläuft, darstellen sollen.

Chiungalla:

--- Zitat von: Wulfhelm am 22.04.2016 | 08:33 ---Und, sorry, Phasma war eine Witzfigur.
--- Ende Zitat ---

Im Kontext eines SciFi- oder Actionfilms vielleicht, aber ich gebe zu bedenken, dass das was Du dort als Witzfigur wahrnimmst vielleicht einfach nur "realistisch" war, und damit Genre-Konventionen und Deine Erwartungshaltung durchbrochen hat. Was glaube ich durchaus beabsichtigt war.

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