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[nWoD] Cyborgs
Waldviech:
--- Zitat ---Funktioniert das ohne die Rebellion (oder zumindest ohne Rebellen-Protagonisten) nicht vielleicht alles "besser"?
--- Ende Zitat ---
Hmmm....der Gedanke ist garnicht mal so schlecht. In jedem Falle würde er auch das Vorkommen von "Clans" in Form verschiedener Organisationen, Konzerne und Geheimdienste recht gut erklären! Auch das hier:
--- Zitat ---Ohne Rebellion taucht gegebenenfalls ein (neuer) eigener Zentralkonflikt auf. (Eine Möglichkeit für den hast du ja indirekt selbst benannt: Auf der einen Seite Möglichkeiten an der Hand zu haben, mit denen du alles tun könntest, die Menschheit "verbessern" könntest... ...und dann gezwungen sein, sie für dich zu behalten und irgendwelche Schweinebefehle ausführen zu müssen.
--- Ende Zitat ---
ist ziemlich reizvoll - zumal der Aspekt des "menschenverachtenden Experimentes" auch wieder besser Fuß fassen kann und man den bekannten WoD-Aspekt einbauen kann, bei dem sich die SCs plötzlich als "Monster" wiederfinden. Geheimorganisation A könnte Cyborgs ähnlich "rekrutieren" wie das bei Syndicate der Fall ist, während das US-Militär vielleicht geborgene Veteranen "recycelt" oder freiwillige "Versuchspersonen" nicht so gaaanz genau über mögliche Folgen ihrer Experiment-Teilnahme aufklärt (wie etwa darüber, das sie nachher nicht mehr der menschlichen Gattung angehören, sich natürlicher Nachwuchs erledigt hat usw.).
Ich denke im Übrigen nicht, dass sich das Rebellionsthema in diesem Falle schon völlig erledigt hätte - es könnte ja dennoch ein mögliches Kampagnenthema ergeben, wenn die SC selbst beschließen, sich ihren Brötchengebern zu widersetzen. Das hätte zwar sehr wahrscheinlich ne eingebaute Garantie auf ein Un-Happy-End, aber dafür sind wir ja in der WoD....
Nin:
Das klingt sehr spannend (und ich aboniere auch mal).
blut_und_glas:
Auch wenn sich die Rebellion natürlich nicht automatisch erledigt hat, würde ich sie an der Stelle einfach nicht ins Zentrum rücken, weil damit ein Stück weit die angesprochene Kernthematik (dazu gleich mehr) ausgehebelt wird.
(Trotzdem bringe ich jetzt gleich ein paar Beispiele, die sich auch so lesen lassen, dass die Rebellion doch nach vorne kommt - so sind sie aber zumindest nicht gemeint. ;))
Um den zentralen Konflikt wie ich ihn sehe einmal anders, vielleicht auch einfach bloß klarer, zu formulieren:
Es geht um das Spannungsfeld zwischen Ordnung und Chaos. Regeln und Anarchie. Es geht um Kontrolle.
Das findet sich auf mehreren Ebenen wieder (beispielsweise sind die Cyborgs selbst natürlich ein Kontrollinstrument), aber wichtig ist die Kontrolle, die auf den Cyborg selbst einwirkt. Und zwar einmal von aussen - die Befehle beziehungsweise die Programmierung, die ihn dazu bringen bestimmte Dinge zu tun -, aber auch von innen - die eigene Überzeugung und Pflichtgefühl.
(Der klassische Robocop zeigt dies in meinen Augen beispielsweise wunderbar.)
Dabei ist diese Kontrolle nicht nur negativ zu sehen. Sie darf (soll) zwar negative Auswirkungen haben, gleichzeitig sollte aber auch unterstrichen werden, das sie dem Cyborg auch einen Rahmen gibt, seine zerstörerischen Kräfte im Zaum zu halten und seine Macht nicht der eigenen Laune gemäß zu mißbrauchen. Ein unkontrollierter Cyborg ist gefährlich und zwar nicht nur für seine Erschaffer sondern im klassischen Sinne gemeingefährlich. Er ist durch und durch das negative Klischee vom amoralischen "Übermenschen", transhuman in dem Sinne, dass er das Menschliche, auch die menschliche Regung, hinter sich gelassen hat.
(Als Beispiel verweise ich an dieser Stelle auf Global Frequency #3.)
Ich würde daher Kontrolle (oder je nachdem wie der Feinschliff wird sogar Programmierung) als Morality für die Cyborgs verwenden.
(In einer "gemischten" Cyborg-WoD, in der auch andere Kreaturen als wichtige Elemente auftauchen, und die dadurch einen übernatürlicheren Einschlag hat, könnte der Vergleich zum Apfel und dem Erkennen von Gut und Böse vielleicht eine weitere Möglichkeit sein, dieses Feld weiter aufzuziehen.)
mfG
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