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Lohnt sich: Wizard´s First Rule - Sword of Truth von Terry Goodkind
Yerho:
Für jemanden, der die Passagen nicht im Kontext kennt, lesen sie sich tatsächlich harmlos. Man muss schon wissen, dass Goodkind kein Autor von Grautönen ist, in dem alle Charaktere moralische Schwächen haben und grundfalsche Entscheidungen treffen. Er nimmt eine klare Unterscheidung von Protagonisten und Antagonisten vor, man darf also davon ausgehen, dass jedes Handeln eines Protagonisten, das der Leser als Fehlverhalten werten kann (und nicht in der weiteren Handlung zu Reue und/oder Strafe führt), als de facto positiv dargestellt werden soll. Es ist kein darstellendes Mittel, sondern vermittelte Intention des Autors.
Nun könnte es einem tatsächlich ziemlich wurscht sein, ob Goodkind libertäres bis faschistoides Gedankengut mit sich herumträgt oder ob er von seiner Mama als Kind nicht gestillt bzw. sogar im Schrank eingesperrt wurde, nur ... So gut, dass man die daraus resultierende Grütze einfach mal als Exzentrik abtun und beim Lesen ignorieren kann, schreibt er dann doch nicht.
Kann natürlich sein, dass Goodkind irgendwann im Abschlussband erklärt, dass sein Superduperoberheld durch ausufernden Gebrauch von Schwertmagie schleichend zum lupenreinen Psychopathen mutiert ist und das die geneigte Leserschaft das doch hätte merken müssen*, aber nach drölfzig Bänden könnte man das höchstens noch als plotdevice bewerten.
* Ein wenig so, als wären die Episoden I bis III von Star Wars vor den Episoden IV bis VI in die Kinos gekommen und man hätte spätestens bis Mitte von Episode II merken müssen, dass aus den kleinen Schrottplatz-Scheißer mal ein verdammt volatiler Vader wird ...
AzTech2064:
--- Zitat von: Fantomas am 8.12.2013 | 20:40 ---Kann natürlich sein, dass Goodkind irgendwann im Abschlussband erklärt, dass sein Superduperoberheld durch ausufernden Gebrauch von Schwertmagie schleichend zum lupenreinen Psychopathen mutiert ist und das die geneigte Leserschaft das doch hätte merken müssen
--- Ende Zitat ---
sag mir bitte das er das nicht getan hat, bitte ...
ich mein ich bin nich derjenige der sagt, boah is das gorig und neeee zu harter stoff, allerdings sollte so etwas zur vergangenheit eines charakters gehöhren, welche dieser dann z.b. in einem flashback oder am lagerfeuer o.ä. schildert... jedenfalls sollte eine schilderung von einer vergewaltigung einen zweck erfüllen, ob es nun darauf zielt einen charakter als arme mitleid erregende figur darzustellen die bisher eigentlich vom leser gehasst wurde, oder einfach weil... kp mir fällt nichts ein was meiner meinung nach in einem fantasy roman sonst noch die beschrebung einer vergewaltigung rechtfertigen könnte...
was den rest betrifft, hört sich das ganze nach einem gigantischem haufn bullshit an, den ich sptestens nach der zweiten abstrusen vergwaltigung/gangrape/verführungsversuch/kollosalem bullshit welglegen würde, einfach weil sowas nich nur die gesamte geschichte versaut, sondern dazu auch noch stinklangweilig ist. wenn ein held einfach mal alles machen darf, damit davon kommt und alle ihn deshalb auch noch toll finden, finde ich mich als leser einfach unterfordert^^
...
ein weiterer haufen bücher die ich niemals lesen werde ;)
Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder):
Ne, hat er nicht. Für Selbstironie ist ein IQ über Schuhgröße nötig, und da scheitert es halt...
Lichtschwerttänzer:
Es findet zumindest in den ersten Bändenbim Hintergrund statt und hat sowohl bei den Mort-Sith als auch bei den Konfessoren "Gründe" und zwar erheblich bessere als bei den Sklaventreiberaktionen der Jedi.
Als wollte er zeigen inwieweit Notwendigkeit, Selbstgerechtigkeit und Verzwiflung die "Guten" und die Bösen sehr ähnlich machen kann.
Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder):
--- Zitat von: Fantomas am 8.12.2013 | 20:40 ---Man muss schon wissen, dass Goodkind kein Autor von Grautönen ist, in dem alle Charaktere moralische Schwächen haben und grundfalsche Entscheidungen treffen. Er nimmt eine klare Unterscheidung von Protagonisten und Antagonisten vor, man darf also davon ausgehen, dass jedes Handeln eines Protagonisten, das der Leser als Fehlverhalten werten kann (und nicht in der weiteren Handlung zu Reue und/oder Strafe führt), als de facto positiv dargestellt werden soll. Es ist kein darstellendes Mittel, sondern vermittelte Intention des Autors.
--- Ende Zitat ---
Hervorhebung von mir.
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