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Für welche Rollenspiele sind NSC- und Monsterwerte notwendig?

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La Cipolla:
Im Thread zu Esteren ist häufig der Kritikpunkt aufgetaucht, dass es keine fertigen NPCs und Monster gibt, auf die der SL zurückgreifen kann. Ich finde es gar nicht mal so selbstverständlich, dass es sowas geben sollte und würde gern darüber diskutieren. Allerdings beschränkt sich das Ganze auf Spielwerte (!), die Frage ist also nicht, ob ein bestimmtes Rollenspiel NSCs und Monster vom Fluff vorstellen sollte, sondern ob Spielwerte notwendig sind.

Meine Meinung in knapp:

* Bei Systemen, in denen Balance und numerische Taktik wichtig sind (D&D, Shadowrun, Savage Worlds usw.) sind solche Sachen echt Pflicht (oder zumindest ein Baukasten o.ä.), weil ohne ein ganzer Spielaspekt verlorengeht.
* In Spielen, die abstrakter, grobkörniger funktionieren, sowieso irgendwo interpretierbare Regeln haben und oftmals keinen großen Wert auf Balance legen (nWoD, Fate, auch Shadows of Esteren) finde ich NPC-Stats definitiv nützlich, aber nicht unbedingt notwendig. Man kann ihre Spielwerte bei Bedarf sehr schnell improvisieren, und manchmal ist das dem Erzählen auch zuträglich.
* Und letztendlich gibt es auch Spiele, die nur sehr grobkörnig mit Werten hantieren und diese lediglich als simple Repräsentation der Geschehnisse verwenden. Wenn das System entsprechend intuitiv ist, kann man hier (imho) auf "Standardwerte" verzichten und den SL komplett improvisieren lassen, am besten mit einem kleinen Leitfaden. (Ich gucke gerade in meinen Schrank und bemerke, dass ich kein Spiel in dieser Richtung besitze. xD)

Eulenspiegel:
Eine weitere wichtige Frage ist, wie kampflastig das RPG ist. Ist es ein RPG, wo der Großteil des Abends gekämpft wird, sind Crunch-Werte tendenziell wichtiger als bei einem RPG, wo Kämpfe nur hin und wieder stattfinden.

Ansonsten sind, wie du schon gesagt hast, Crunch-Werte besonders dann wichtig, wenn es ein Balancing zwischen SCs und NSCs geben soll.

Selganor [n/a]:
Ich kenne auch zahlreiche (A)D&D-Runden in denen die Werte von Gegnern (auch Endgegnern) "improvisiert" waren...

Man sollte da nur konsistent sein oder dann zumindest eine Begruendung haben warum die AC 23 letzte Runde getroffen hat, die AC 25 diese Runde aber nicht ;)

Oder es werden konkrete Werte (gerade wenn es dann in die "totwuerfel"-Phase geht) durchaus mal in die Tonne getreten. 
Beispiel bei D&D 4: Ihr habt den Solo Brute gut unter Kontrolle und macht ihn dann schlussendlich platt, aber zieht euch innerhalb der Gruppe mal 3 Healing Surges ab - ihr entscheidet wie ihr die verteilt"
Aber mir wurde ja schon mehrfach gesagt, dass ich D&D "falsch" spiele ;)

Nachtfrost:
Bei Spielen wie Cthulhu kann auf Kampfwerte für Mythoswesen gerne auch verzichtet werden.
Spiele, bei denen übernatürliche Bedrohungen im Fokus stehen, welche weit über die menschliche Erlebniswelt hinausgehen und letztlich auch nicht erfolgreich bekämpft werden können.
Das gilt in abgeschwächter Form z.B. auch für Earthdawn. Da hatten wir noch nie eine Begegnung mit einem größeren Dämon, wo dessen Spielwerte etwas anderes vermitteln sollte, als WIE er uns plattmacht.

La Cipolla:
@Selganor: Ja, das kenn ich auch. Kann auch prima funktionieren. ;D

Aber es geht ja mehr um die Frage, wie man als Rollenspielbastler da rangehen sollte, und da ist das vielleicht nicht der beste Ausgangspunkt. ^^

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