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[Film] Star Trek - Into Darkness

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YY:
Jo, ich unternehme eben gerne das Gedankenspiel, solche gefühlten Lücken etwas genauer zu beleuchten und zu schauen, ob es nicht wenigstens eine halbwegs brauchbare Erklärung gibt.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich sehe jedenfalls nicht die zwingende Notwendigkeit, dass sich eine Weder-Fisch-noch-Fleisch-Organisation wie Starfleet auf einen Angriff mit einem nachgerüsteten Shuttle (denn die Bewaffnung wird wohl kaum Standard sein) vorbereiten müsste, nur weil die Info im Raum steht, dass Khan ein "normales" Shuttle geklaut hat.
Dass jemand mit seinen Fähigkeiten jederzeit beliebigen Zugriff auf ein Shuttle hat, ist doch klar - von daher braucht es diese Information nicht.

Und es ist nicht so abwegig, dass man so kurz nach dem London-Anschlag davon ausgeht, dass Khan sich verkrümelt hat und erst mal unter dem Radar bleiben will, statt dermaßen in die Offensive zu gehen.

Ansonsten kann das auch reine Inkompetenz gewesen sein, gäbe genug reale Beispiele  ;D



Aber hier der wirklich wahre echte (tm) Grund für die fehlende Sicherheit:
Es ist der Plan von Adm. Marcus, dass Khan sich absetzt und verfolgt wird - der Beschuss der klingonischen Heimatwelt durch die dank Sabotage beweisbar präsente Enterprise soll schließlich einen Krieg provozieren.

Sollte es daher wirklich ein Sicherheitskonzept geben, welches auch den Luftraum mit abdeckt, liegt es im Interesse von Adm. Marcus, diesen Aspekt auszuhebeln - z.B. unter Hinweis auf die geheime Natur der Sitzung.



Ich finde es übrigens recht witzig, wie die ganze Welt jenseits dieses Forums in Reviews über die glaring plot holes herzieht, aber die wenigsten wirklich mal einige nennen, die auch tatsächlich nachvollziehbar und relativ wasserdicht sind.

Z.B. der Aufhänger für die gesamte Anfangsszene... ;)

Trichter:
Hab den Film gestern gesehen und fand ihn nicht wirklich gut.
Das war einfach nicht mehr das was ich als Star Trek mag. Das Unentdeckte Land oder Der Erste Kontakt waren um Welten besser. Da gab es auch Action, aber aus dem Film jetzt hätten sie auch ein Star Trek vs Riddick mit Vin Diesel machen können. (Nichts gegen Vin Diesel, ich mag Action-Kino, aber das war nie der Hauptgrund weswegen ich Star Trek geschaut habe.)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Gefühlt 10 Minuten Reisezeit zwischen der Erde und Kronos und Beamen von der Erde direkt nach Kronos? Da könnte man die Voyager-Serie in diesem Paralleluniversum von Star Trek in einer Episode abhandeln. ;)
Und eine Enterprise unter Wasser ist auch arg merkwürdig.

First Orko:

--- Zitat von: Trichter am 22.05.2013 | 12:02 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Gefühlt 10 Minuten Reisezeit zwischen der Erde und Kronos und Beamen von der Erde direkt nach Kronos? Da könnte man die Voyager-Serie in diesem Paralleluniversum von Star Trek in einer Episode abhandeln. ;)
Und eine Enterprise unter Wasser ist auch arg merkwürdig.
--- Ende Zitat ---

Brauchen wir noch Spoiler? Naja, vorsichtshalber:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Zu "Enterpries unter Wasser": Das wird ja von Scotty kurz angerissen. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, ob eine strahlunsabweisene Hühle mit Panzerung wirklich so arge Probleme mit Salzwasser bekommt oder ob Scotty nur überreagiert (wie es ja gern dargestellt wird) - aber thematisiert wurde es immerhin.

Zum Transporter: Ja, das Teil ist übel. Aber auch hier wird ja zumindest erwähnt, dass es ein Teil dieser ominösen "fortschrittlichen Technologie" ist. Das Wissen darum geht dann mit Khan halt unter ;)

Was ich viel merkwürdiger als alle Tech-Diskussionen (die ich bei ST immer müßig fand) empfinde ist Spocks merkwürdige variable Ansicht bezüglich Auslegung der obersten Direktive.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Dem Volk ein Artefakt zu klauen, um sie vom Vulkan wegzulocken: Pfui!
Mit der Enterprise aus dem Wasser aufsteigen: Böse! Seehr böse!
Zu verhindern, dass der Vulkan ausbricht: äääh.....

Das wird in der Tat thematisiert in der Nachbesprechung, aber merkwürdig ist das für einen logisch handelnden Vulkanier trotzdem.
...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Meh. Das Wortspiel "Vulkanier im Vulkan" war mir bisher noch gar nicht aufgefallen.....

YY:

--- Zitat von: Orko am 27.05.2013 | 14:21 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Zu "Enterpries unter Wasser": Das wird ja von Scotty kurz angerissen. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, ob eine strahlunsabweisene Hühle mit Panzerung wirklich so arge Probleme mit Salzwasser bekommt oder ob Scotty nur überreagiert (wie es ja gern dargestellt wird) - aber thematisiert wurde es immerhin.

--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Dass die Enterprise überhaupt ohne große Probleme atmosphärentauglich und landefähig ist, ist schon Teil der Neuinterpretation - da kann man sich schon beliebig streiten.
Das Salzwasserproblem schreibe ich persönlich auch Scottys Temperament zu...

Die Kernfrage bei der Aktion ist aber eine andere:
Warum wird das Ding überhaupt gelandet?
Im Orbit zu bleiben, hätte alles wesentlich einfacher gehalten.

Weil man so die Gelegenheit für die schicke Aufsteigeszene nicht gehabt hätte und auch dem hinterletzten Zuschauer klargemacht werden sollte, wie eklatant die Erste Direktive gebrochen wird.
Sensations-Holzhammer, sozusagen  ;D

"Ingame" ergibt es keinen Sinn.



--- Zitat von: Orko am 27.05.2013 | 14:21 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Zum Transporter: Ja, das Teil ist übel. Aber auch hier wird ja zumindest erwähnt, dass es ein Teil dieser ominösen "fortschrittlichen Technologie" ist. Das Wissen darum geht dann mit Khan halt unter ;)

--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Den Grundstein für das Transwarp-Beamen hat doch Scotty (!) gelegt und damit auch schon erfolgreich rumgespielt.
Er hat dabei aber auch erwähnt, dass es abartig kompliziert und fehlerträchtig ist - damit hat man sich erst mal ausreichend aus der Affäre gezogen im Hinblick auf die Frage, warum das nicht flächendeckend/massenhaft angewandt wird.



--- Zitat von: Orko am 27.05.2013 | 14:21 ---Was ich viel merkwürdiger als alle Tech-Diskussionen (die ich bei ST immer müßig fand) empfinde ist Spocks merkwürdige variable Ansicht bezüglich Auslegung der obersten Direktive.

--- Ende Zitat ---

Ja, das ist eines der Plot-Löcher, die von den meisten Erbsenzählern übergangen werden - gut, letztlich ist es auch relativ egal, aber trotzdem... :)

Andorian Spaceman:
Ich finde Star Trek 12 ist ein ziemlich guter Film. Und ich finde auch, dass es ein ziemlich guter Star Trek Film ist.

Ich gönnen natürlich jedem seine eigene Meinung. Aber was von manchen Fans als angebliche Logiklücken herausgepickt wird finde ich teilweise merkwürdig.
Ich bin schon seit Kinder und Jugendtagen  Star Trek Fan und habe so ziemlich alles gesehen und gelesen was jemals veröffentlicht wurde. Ich musste bei Star Trek 11 ziemlich Schlucken nachdem Sie den Vulkan gesprengt haben. Aber das ist ja nun auch schon etwas her.
Aber Star Trek 12 funktioniert toll. Die Geschichte ist spannend. Dadurch, dass man im letzten Film so auf die Pauke gehauen hat hält man als Zuschauer auch einiges für möglich.
Der Film hat auch mehr Handlung, Themen und Charakterentwicklung als viele andere Unterhaltungsfilme.  
Meiner Meinung muss ein Film auch nicht alles erklären. Solange es sich der Zuschauer erklären kann.  Früher hat man als Star Trek Zuschauer auch eine Erklärung für das gesehene gesucht.
 
--- Zitat von: Arkam am 17.05.2013 | 22:24 ---Ok was im einzelnen die Explosion in der Bibliothek (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Forschungsstätte für fortgeschrittene Technologieauslöst ist etwas unklar. Das bisschen Material ohne Verdämmung passt nicht.
Bei einem Anschlag auf eine Bibliothek den allgemeinen Notstand in der Sternenflotte aus zu rufen passt nicht.
Wenn man bedenkt wie abgeschirmt schon heute Terrorprozesse ablaufen und wie abgeschirmt ein solches Treffen Heute ablaufen würde fragt man sich schon wie es zum nächsten Anschlag kommen konnte. Da schimmert einfach der gesellschaftliche Optimismus durch der die Serie und die Filme prägt.
--- Ende Zitat ---
Der ganze Raumflug bei Star Trek basiert auf der nahezu unbegrenzten Energie durch Verwendung von  Antimaterie. Abgesehen davon hat Harrison ja auch Zugang zu dem geheimen Wissen der Sektion 31.
Es handelte sich bei dem Anschlagsziel ja auch nicht um eine Bibliothek. Kirk wundert sich ja auch welchem Zweck dies dienen würde. Da das sprengen eines normalen Archives keinen Datenverlust zur Folge hätte.
Markus ruft zur Jagd nach Harrison aus, weil ihm damit seine „Supersoldate“ außer Kontrolle geraten ist. Dessen Flucht nach Kronos bietet ihm ferner die Chance den Krieg mit den Klingonen zu seinen Bedingungen auszulösen. Markus lenkt mit der ganzen Aktion auch von seinem Plan ab. Er ist eigentlich der interessantere Schurke, weil seine Motive und Bewegründe verständlich sind.

--- Zitat von: Orko am 27.05.2013 | 14:21 ---Brauchen wir noch Spoiler? Naja, vorsichtshalber:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Zu "Enterpries unter Wasser": Das wird ja von Scotty kurz angerissen. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, ob eine strahlunsabweisene Hühle mit Panzerung wirklich so arge Probleme mit Salzwasser bekommt oder ob Scotty nur überreagiert (wie es ja gern dargestellt wird) - aber thematisiert wurde es immerhin.

Zum Transporter: Ja, das Teil ist übel. Aber auch hier wird ja zumindest erwähnt, dass es ein Teil dieser ominösen "fortschrittlichen Technologie" ist. Das Wissen darum geht dann mit Khan halt unter ;)

Was ich viel merkwürdiger als alle Tech-Diskussionen (die ich bei ST immer müßig fand) empfinde ist Spocks merkwürdige variable Ansicht bezüglich Auslegung der obersten Direktive.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Dem Volk ein Artefakt zu klauen, um sie vom Vulkan wegzulocken: Pfui!
Mit der Enterprise aus dem Wasser aufsteigen: Böse! Seehr böse!
Zu verhindern, dass der Vulkan ausbricht: äääh.....

Das wird in der Tat thematisiert in der Nachbesprechung, aber merkwürdig ist das für einen logisch handelnden Vulkanier trotzdem.
...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Meh. Das Wortspiel "Vulkanier im Vulkan" war mir bisher noch gar nicht aufgefallen.....

--- Ende Zitat ---
Das Transwarpbeamen wurde ja im letzten Film aus der Zukunft des Prime-Universums eingeschleppt und anschließend die Formel von Starfleet beschlagnahmt. Anscheinend genauer von Sektion 31. Deshalb kann Harrison sie nutzen die Enterprise Crew nicht. Durch Harrisons Anschlag wurde möglicherweise sichergestellt, dass die Wissenden von Sektion 31 ausgelöscht wurden.
Im Roman zum Film wird auch erläutert, dass Harrison nicht den ganzen Weg in einem Stück zurückgelegt hat. Außerdem wird auf das Risiko der Technologie hingewiesen. Weswegen man ziemlich abgebrüht sein muss sie so zu benutzen.
Ohnehin muss man die technologische Entwicklung ganz anders betrachten, nachdem ein mit borgtechnik modifiziertes Schiff aus der Zukunft in Film 11 sowohl den Klingonen als auch der Föderation gezeigt hat, dass deren technologsicher Standard nicht gut genug ist.

Das die Enterprise unter Wasser parkt ist in der Tat erstaunlich. Vielleicht hat man den Ozean erforscht. Für den Film war es aber sicher gut zu zeigen, dass die neue alte Enterprise in der Atmosphäre eingesetzt werden kann. Das taucht ja später im Film wieder auf.
Der wichtigste Punkt an der Direktive ist ja, dass man die kulturelle Entwicklung einer Präwarpzivillisation nicht beeinträchtigen darf. Dass Spock insbesondere bei dem Bewahren einer Zivilisation vor dem Aussterben etwas zugänglicher ist, kann man ja nachvollziehen.  

Der Film ist meiner Meinung nach sowohl für Gelegenheitszuschauer als auch für detailverliebt Fans ganz großes Kino.

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