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Erfolgswahrscheinlichkeiten und Kompetenzgefühl
Gorilla:
Sehr gutes Argument.
Auch der beste Schreiner kann mal daneben hobeln. Die Frage ist dann ja eher, ob er einen Weg findet, das wieder auszubessern oder ob damit der ganze Schrank sofort völlig wertlos sein muss - im vielen RPs läuft die Interpretation dann ja oft auf letzteres hinaus, was irgendwie... seltsam anmutet.
So wie ein Profi-Musiker auch nicht das Konzert sofort abbrechen muss, nur weil er einen Ton vergeigt.
Holothuroid:
Ebenfalls positiv auf das Kompetenzgefühl wirken sich Aktivressourcen aus, welche die Erfolgschance erhöhen.
blut_und_glas:
--- Zitat von: blut_und_glas am 22.01.2013 | 21:55 ---(Ist das vielleicht nebensächlich, weil andere Faktoren viel wichtiger für das Kompetenzgefühl sind?)
--- Ende Zitat ---
Wenn ich das richtig sehe, dann ist die Mehrzahl der Aussagen bisher unter einem "ja" auf diese Frage zu verbuchen?
Demnach würde ein System, das gut vorhersehbar niedrige Erfolgswahrscheinlichkeiten produziert, dabei aber Möglichkeiten zur aktiven Einflußnahme und/oder Abschwächung des Mißerfolgs/Wiederholung/Fortsetzung bietet, und das Kompetenzgebiet des Charakters regelmäßig fordert, dem Kompetenzgefühl zuträglicher, als eines, das deutlich höhere, dabei aber schwerer erkennbare Erfolgswahrscheinlichkeiten produziert, die auch schlecht beeinflußt werden können (und ohnehin nur selten abgeprüft werden).
Was, wenn solche "Rahmenbedingungen" für Kompetenz (Transparenz, Reliabilität, Einflußmöglichkeiten, Regelmäßigkeit der Proben) grundsätzlich gegeben sind - ist dann die Erfolgswahrscheinlichkeit gänzlich nebensächlich? Oder kommt doch noch ein gewisses Maß an "Erfolgen" (mehr als 10% der Versuche? mindestens 50%? ...?) hinzu, ohne die das Gefühl sich auch unter solchen guten Umständen nicht einstellen mag? Oder geht es vielleicht um eine relative Erfolgswahrscheinlichkeit - besser sein als ein anderer Charakter? Wie viel besser (gemessen an einem nebulösen "Durchschnitt")?
(Andersherum: Wenn die Rahmenbedingungen weniger gut sind (mehrere der genannten Faktoren fehlen oder treffen nur teilweise zu), gewinnt dann die Erfolgswahrscheinlichkeit an Bedeutung, oder bleibt sie hier ebenfalls (erst recht?) nebensächlich?)
mfG
jdw
Luxferre:
Kompetenz finde ich sehr wichtig und sehe bisher nur ein System, welches diese ansatzweise abbildet.
FATE.
Ich bin maximal 4 Punkte von meinem Normwert entfernt, was bei einfachen Proben noch immer einen Erfolg bedeuten könnte (je nach Regelauslegung und Co).
Wir diskutierten das Thema letztens, als wir notgedrungenb mal ne Stunde Pause machen mussten. Mein Ansatz war, dass man mit nem grobkörnigen System (wenige Fertigkeiten) auch mit weniger Würfeln werfen könnte. Als Basis nehme man 2WF und die Spreizung wäre noch geringer. Das bedeutet, dass ein Meisterschmied auch in Situationen, wo es drauf ankommt noch gute Erfolge verbuchen kann.
Der andere Gedanke war halt, dass Startcharaktere in vielen Systemen meist nichtmal nen passablen Handwerker abgeben würden, Handwerksmeister innerweltlich aber logisch nicht immer Stufe 20 Krieger sein müssen.... das Thema wäre damit auch ad acta gelegt.
Hier kommen also doch mehr Faktoren zusammen, als man mal eben zusammen fasst. Aber das waren auch nur 2 schnelle Gedanken meinerseits.
WitzeClown:
Ich bin mal so vermessen zu sagen, dass sobald man einen Kennwert à la "Anteil der geschafften Proben an allen Proben der aktuellen Spielsitzung" hat, die wenigsten der hier genannten Faktoren das erlebte Kompetenzgefühl noch groß beeinflussen.
Beweisen kann ich das natürlich nicht.
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