Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Ist Pathfinder 'Das Böse'(tm)?
alexandro:
--- Zitat von: Samael am 29.01.2013 | 17:53 ---Pathfinder ist nun mal kein Erzähl- bzw. Storytellersystem. Man mag von Settembrini halten was man will, aber in einem hatte er Recht: Das ist eigentlich ein völlig anderes Hobby.
--- Ende Zitat ---
Fast jedes Rollenspiel (und jede D&D-Edition vor 3.x) unterstützt eine Anpassung/Auswahl der Regeln an die Situation. Nur 3.5/PF erwartet eine Anpassung der Situation an die Regeln (bei 3.0 und 4e ist das übrigens auch schon/noch so, wenn auch imo weniger ausgeprägt).
Soweit ich mich erinnere sind die einzigen Rollenspiele wo ich sonst noch ein derartiges "walled garden"-Erlebnis hatte, die Currency-Storygames aus der Forge-Ecke (Universalis, Capes...), wenn überhaupt sitzt PF also mit DENEN in einem Boot.
Soviel dazu, dass dies ein anderes Hobby wäre.
Boba Fett:
Bitte nicht als trolling verstehen, aber ich empfinde die Diskussion hier ziemlich wenig zielführend...
Bisher ist nur herausgekommen, dass Gorilla an PF verwerflich findet, dass es Konflikte ausserhalb des eigentlichen Kampfes mit einem einzigen Wurf abhandelt und sichbzu sehr auf Taktik und Kampf konzentriert...
Tja, das ist nun mal eine Eigenschaft von Pf, aber es gibt ja durchaus eine Menge Systeme, die zB soziale Konflikte auch auf mehr als einen Wurf konzentriert abhalten.
Und DnD4 soll besser sein? Es konzentriert sich doch noch viel mehr auf Taktik und Kampf.
Die Skillchallenge mag zwar da eine Ausnahme sein, aber letztendlich konzentrieren sich die Fähigkeiten doch noch viel mehr auf Konfliktsimulation und Skirmish-Tabletop.
Und vor allem: Sind das alle Kritikpunkte? Oder was stört noch?
Für mich git es zB ganz ande Gründe, PF nichtbzu spielen (aber: ich spiele es deswegen auch einfach nicht und weiss, dass andere mit PF viel Spaß haben wollen).
Wenn Du PF wegen dem genannten nicht spielen möchtest, solltest Du Dir ein eher auf Storytelling orientiertes System suchen. Aber dann steht das auch im Widerspruch zu Deinen Aussagen in Bezug auf Dungeons & Dragons 4.
Und ansonsten: Welche Erwartungen hast Du eigentlich an diesen Thread, Gorilla, wenn Du die egentlich einzigen Optionen zur Zufriedenheit (Systemwechsel, Gruppenwechsel) pauschal ausschliesst? PF ist scheisse, aber was anderes spielen kommt nicht in Frage... was bleibt denn dann noch?
Welchen Rat soll man Dir dann noch geben? die Farbe der Würfel zu ändern???
Der Thread liest sich für mich nach einem: "Bitte wasch mich, aber mach mich dabei nicht nass!"
Wenn PF unerträglich ist, dann spiel was anderes. oder spiel gar nichts.
"No gaming is better than bad gaming!" heisst es so schön.
oder bleib dabei und finde Dich mit den Gegebenheiten ab!
Und warum soll es unmöglich sein, in einer Millionenstadt andere Runden zu finden? Auch für über dreissig Jährige! Die meisten Rollenspieler sind inzwischen 30+
Und wie heisst diese Millionenstadt, die Rollenspielerisch tot ist? Ulan Bator...?
Guck mal in unseren Partnerchannel, da gibts eine Rollenspielervermittlung.
Ich versteh die Zielvorgabe des Themas ehrlich nicht...
Darius:
Sehr trefflich formuliert Boba! Danke!
Ich habe mich schon die ganze Zeit etwas zurückhalten müssen, hier was zu schreiben. Ich bin ja wirklich ein begeisterter Pathfinder Spieler und SL, kann aber Kritik durchaus verstehen. Hier muss man halt sagen, dass jedes System Kritik aushalten muss und in Einzelteilen von einzelnen Leuten auch immer kritisch gesehen wird.
Und ich verstehe auch nicht ganz das Problem. Pathfinder kann doch das, was es können will. Klassische D&D Mechanismen nutzen, ziemlich crunchy sein, viele Optionen bieten und gutes, klassisches Abenteuerspiel fördern. Und das ohne zu behaupten besonders Indy oder erzählerisch zu sein. Wer das will, der suche sich bitte einfach mal ein anderes System. So war D&D schon immer und so wird es grundsätzlich auch bleiben. D&D wird sicher kein FATE werden und auch kein PtA oder was auch immer.
Und für mich ist Pathfinder in einem Punkt über alle Kritik erhaben: Materialsupport und Zusatzbücher. Zudem noch eigene Minis und Aufsteller und und und...finde ich nach wie vor super! :d
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: Klaus am 29.01.2013 | 18:19 ---Ich meine auch, dass es z.B. in den USA als Table Top RPG beschrieben wird.
--- Ende Zitat ---
Table top im englischen entspricht dem "deutschen" Pen&Paper. Beide im Gegensatz zum Live Action RPG...
Gorilla:
Zielvorgabe im eigentlichen Sinn gibt es keine. Ich hab hier keinen Wettbewerb ausgerufen.
Meine naive und bescheidenen Hoffnung war es einfach, den ein oder anderen Tipp zu erhalten, wie man mit meinen Vorstellungen von RP (tatsächlich eher Storytelling) dennoch Spaß an PF finden kann.
Ein paar hilfreiche Posts dazu hab ich ja erhalten, womit das 'Ziel' schon (zumindest teilweise) erfüllt ist.
Ja, trotz Millionenstadt muss es nicht automatisch einfach sein, eine passende Runde zu finden.
Die gängigen Onlineportale und das große lokale Forum habe ich schon genutzt und habe dadurch zumindest die eine PF-Runde gefunden.
Sonst stehen dem meist ganz banale Probleme entgegen:
Wo spielen? Wer will da nicht hin, weil am anderen Ende der Stadt? Welche Termine gehen (das ist IMMER Problem Nr.1)? Welche Spielzeiten gehen konkret? Wie regelmäßig soll's denn sein? Und warum ist es immer DnD oder DSA?
Naja, so ist das halt.
Als Student war das alles so viel einfacher... ;)
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