Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Ist Pathfinder 'Das Böse'(tm)?
Uebelator:
Ist Pathfinder das Böse? Nein, denn ich habe viel zu viel Spaß damit.
Ist Pathfinder ein System, dass Storytelling als solches fördert? Leider nein. Wie bereits gesagt, bietet Pathfinder in erster Linie ein ziemlich ausgetüfeltes System für Kampfsituationen.
Die Anfangsfrage von Gorilla kann ich gut nachvollziehen, denn ich hab auch schon beobachtet, dass bei längeren Kämpfen (die ja gern mal 3-4 Stunden dauern können), der eine oder andere Spieler zwischendurch mal das iPad zückt und anfängt zu surfen, wenn er nicht dran ist. Packende Spannung sieht anders aus.
--- Zitat von: Gorilla am 29.01.2013 | 19:49 ---Meine naive und bescheidenen Hoffnung war es einfach, den ein oder anderen Tipp zu erhalten, wie man mit meinen Vorstellungen von RP (tatsächlich eher Storytelling) dennoch Spaß an PF finden kann.
--- Ende Zitat ---
Ich versuche hier und da meine Spieler zu ermutigen auch in den Kämpfen mehr zu "erzählen" und den einen oder anderen kleinen Mechanismus einzubauen, der das Ganze etwas dynamischer gestaltet.
So lautet bei uns die Regel für jede Probe: Der Spieler sagt knapp an, was er vor hat ("Ich will den Gegner mit meinem, mit göttlicher Energie aufgeladenen Schwert schlagen."), würfelt dann und erzählt dann, wenn er das genaue Ergebnis kennt und Erfolg hatte, wie das Ganze detaillierter aussah. ("Ich spreche die heiligen Worte von Ukmog und ein Strahl göttlicher Energie fährt in mein Schwert, welches ich de Ork in den Bauch ramme. Blitze zucken um die Wunde herum, die sich immer weiter verstärken und den Ork von innen heraus zu verbrennen scheinen, bis er schließlich zu Asche zerfällt.")
Wenn der Spieler die Probe nicht schafft, dann erzähle ich als Spielleiter detailliert, wie der Gegner denn diesem Schlag mit göttlicher Energie ausweichen konnte... Klappt bei uns zur zeit ganz gut so. Könnte aber mangels irgendeiner Art von Belohnung noch konsequenter betrieben werden.
Darüberhinaus könnte man sowas wie Bennies einführen, die man verteilen kann, wenn irgendein Spieler eine coole Aktion gestartet hat, eine gute Idee hatte und irgendwie anders zum Spiel beigetragen hat. Diese Bennies könnten dann z.B. von den Spielern eingesetzt werden, um ein klein wenig Erzählrecht zu bekommen, mit dem sie dann mal eine Kiste oder einen Waffenständer oder den Kronleuchter am Seil in die Szene hineinerzählen können.
Luxferre:
--- Zitat von: Uebelator am 30.01.2013 | 10:57 ---Darüberhinaus könnte man sowas wie Bennies einführen, die man verteilen kann, wenn irgendein Spieler eine coole Aktion gestartet hat, eine gute Idee hatte und irgendwie anders zum Spiel beigetragen hat. Diese Bennies könnten dann z.B. von den Spielern eingesetzt werden, um ein klein wenig Erzählrecht zu bekommen, mit dem sie dann mal eine Kiste oder einen Waffenständer oder den Kronleuchter am Seil in die Szene hineinerzählen können.
--- Ende Zitat ---
An sich eine gute Idee, über die ich auch schon mal nachdachte. Bis zu dem Punkt wo sich die Frage stellt, wie man das regelseitg abbildet. Gorilla hat ja von dem einen Mitspieler erzählt, der seine 6 Worte vorbereitet und dergleichen mehr. D.h. dass diese Spieler den Sturz aus der Immersion in das technische Gewürfel total klasse finden. Da wird sich also keine Einigkeit finden lassen. Bleibt also zu hoffen, dass Gorilla den SL-Posten bald räumen darf, mitspielt und sich in einer anderen Konstellation (mit einigen, nicht allen Spielern dieser Gruppe?) als SL wieder austoben darf.
Wir spielen auch in unterschiedlichen Konstellationen der Gesamtgruppe und haben unser Pensum somit allesamt verdoppelt. 1 SL und 2 SC machen schonmal ne ordentliche Truppe, welche bei den angestrebten Systemen ja nun nicht alles an Fähigkeiten abdecken müssen. Erzähllastiger halt und so ;)
Arldwulf:
Bezüglich Beschreibung ist letztlich immer die Relevanz wichtig. Solange es keinen Unterschied macht ob ich nun eher einen dreckigen Straßentrick mache oder doch eher ein eingeübtes Kampfmanöver gibt es auch wenig Motivation die Aktionen zu beschreiben. Es ist dann eben nur eine Beschreibung um des Beschreiben willens.
Darum ist es besser für beschreibendes Spiel die Aktionen auch mechanisch vielfältiger zu machen und Improvisation zu erlauben.
Arkam:
Hallo zusammen,
gegen zu statische Kämpfe könnte auch ein extremer Aufbau führen. Denn je detaillierter die Umgebung dargestellt wird desto eher wird nicht die optimale Taktik heraus geholt sondern die Neugierde führt dazu das die Spieler ihre Charaktere sehr individuell führen.
Zwei Beispiele für einen solchen Aufbau habe ich Mal angehängt. - Noch Mal eine gute Gelegenheit unserem Spielleiter zu danken der sich so viel Mühe gemacht hat.
Gruß Jochen
[gelöscht durch Administrator]
Infernal Teddy:
Hat nur nicht jeder das geld für 3d-Gelände - aber die D&D Dungeon Tiles helfen auch
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