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Ist Pathfinder 'Das Böse'(tm)?

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BlueShark:
In diesem Forum wird man ja schon agegriffen, bevor man irgendetwas geschrieben hat, weil "Die Pathfinders jetzt alle nur beleidigen werden, ey!!"  :D
Naja, jetzt aber mal zum Thema.

Ich spiele Pathfinder in zwei Gruppen und es macht mir Spaß. In der einen Gruppe wird tatsächlich bisher viel gekämpft und auch viel taktiert und das auch am Rande dessen, was ich gut finde. Aber es macht Spaß. Mir zumindest.
Da in dieser Runde auch überwiegend Rollenspiel-Anfänger sind, ist gerade die Nähe zum Brettspiel ein Vorteil.
Da ich Pathfinder noch nicht lange spiele, kann ich auch noch nicht sagen, ob es sich nicht irgendwann einfach abnutzen wird, den Wunsch auch mal etwas anderes zu bespielen habe ich zumindes schon :)
Wenn dir aber, Gorilla, der Spaß einfach fehlt am System, dann hilft wohl wirklich nur, probiert mal was anderes aus!
Nehmt euch doch erstmal irgendein kleines System, spielt einen One-Shot und schaut ob es euch gefällt. Und wenn ihr Abwechslung hattet, dann kommt vielleicht auch die Lust am Pfadfinden nochmal zurück ;)

Jetzt noch zu etwas anderem:

--- Zitat von: kalgani am 29.01.2013 | 10:01 ---Dann holt euch "Lorefinder" und spielt eher investigative Abenteuer statt hau-drauf. Es könnte auch helfen wenn ihr einfach weniger offizielle Abenteuer spielt. nehmt z.B. einfach den Almanach zu Absalom + Almanach der Machtgruppen Golarion oder the great city und bastelt euch ne epische verschwörung die nur ihr dank eurer detektiv-fähigkeiten auflösen könnt.
wenig kämpfe, wenig verwaltung, viel spaß ;)

--- Ende Zitat ---
Erinnert mich etwas an meine zweite Pathfinder-Runde.
Wollte mit denen eigentlich "Rise of the Runelords" spielen, da aber einer der Charaktere die Gruppe schon vor dem Fest wegen Differenzen verlassen musste (alles noch IG) und der Rest der Gruppe aus der Stadt gejagt wurde, musste das erstmal wegfallen.
Also, es kam ein neuer Charakter hinzu und die Gruppe ging erstmal nach Magnimar, dort spielen sie jetzt eine von mir improvisierte Sandbox (langsam bereite ich das auch etwas ausführlicher vor, aber es musste erstmal was her). Voller Intrigen, Machenschaften und Möglichkeiten.
Es wird weniger gekämpft und mehr ausprobiert, das taktieren passiert auf einer anderen Ebene ("Können wir diesem Mann vertrauen?"; "Welche der Gilden können wir unterstützen?"...).
Macht auch sehr viel Spaß, mir selbst fast ein bisschen mehr als die andere Runde, aber das kann ich nicht genau sagen.

Und das war meine Fürsprache für Pathfinder, ganz ohne Bashing :D

kalgani:

--- Zitat von: Arldwulf am 29.01.2013 | 10:32 ---Genau das ist aber ein Trugschluß.

Das Problem kommt doch nicht davon dass die Story Kämpfe enthält. Es kommt daher das diese Kämpfe als langweilig und nicht als Teil der Story und des Rollenspiels empfunden werden. Als etwas das diese Story unterbricht.

--- Ende Zitat ---

wenn man kämpfe massiv reduziert und XP auf andere art verteilt ändert das sehr wohl das empfindungsbild eines kampfes.
helfen die kämpfe rollenspielerisch zu gestalten wäre wenn man die antagonisten während des kampfes andeutungen machen lässt. so kommt es eventuell dazu das man den schurken auf einmal nicht töten will sondern gefangen nehmen möchte um die ganze info zu erhalten.

allerdings stimme ich zu das der tenor des eingangspostings eher in richtung: "ich will story-teller system spielen" ausdrückt.

Arldwulf:

--- Zitat von: Samael am 29.01.2013 | 11:35 ---Der Drache mag 300 HP haben, er hält trotzdem nur zwei full attacks des Paladins aus, und ein einziger Zauber kann ihn ausschalten.

Ebenso überlebt wohl kaum ein Charakter die full attack des Drachen...

--- Ende Zitat ---

Wobei halt gerade die Full Attack ein gutes Beispiel für Beschreibungsfeindliche Spielelemente ist. Vom "1 Zauber besiegt den Drachen" mal ganz abgesehen. Wenn man spannende, Rollenspiel fördernde Kämpfe will muss man eigentlich in die andere Richtung gehen. Abwechslungsreichere, mehr Zusammenspiel fördernden Aktionen und mehr Interaktion mit den Gegenspielern.

@kalgani: ich bezog mich eher darauf das im Posting über deinem steht: "ich empfinde auch die Kämpfe als Teil der Geschichte und will sie wie meine Figur erleben." und "Ich will das Kämpfe die Höhepunkte der Story sind - nicht ein Minispiel welches alle nur schnell vorbei haben wollen" kurz oben drüber.

Da ist der Ratschlag: "Spiel mit weniger Kämpfen!" Nicht besonders hilfreich.

BlueShark:
Wobei sich natürlich aus einem Magier, der einen Drachen mit einem Zauber umhaut auch ein spannender Plot entwickeln kann.
Erliegt der Magier dem Ruf seiner Macht und schmeißt erstmal allen Herrschern der Welt einen "Finger des Todes" an den Kopf.
Oder wird er vielleicht selber zum nächsten großen MacGuffin?

Ist meiner Ansicht nach eher eine Frage, wie man das ganze dann in der Geschichte umsetzt.
Aus fast jedem Kampf kann sich etwas spannendes entwickeln, entweder weil die Spieler, oder Gegner auch mal anderen Ideen als Full Attack und weg haben, oder weil sich nach dem Kampf noch etwas daraus entwickelt.

Arldwulf:

--- Zitat von: BlueShark am 29.01.2013 | 12:11 ---Wobei sich natürlich aus einem Magier, der einen Drachen mit einem Zauber umhaut auch ein spannender Plot entwickeln kann.
Erliegt der Magier dem Ruf seiner Macht und schmeißt erstmal allen Herrschern der Welt einen "Finger des Todes" an den Kopf.
Oder wird er vielleicht selber zum nächsten großen MacGuffin?
--- Ende Zitat ---

Natürlich. Es führt aber zu einer Aufwärtsspirale im Powerlevel und zu einer sehr auf diesen Charakter zentrierten Spielweise. Beides nichts was unbedingt förderlich für den Threaderöffner wäre, der wohl kaum nach Möglichkeiten die Gruppe zu dominieren und "höher, größer, weiter!" sucht.

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