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[BaBü] Handelskrieg - aber wie?

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Kampfwurst:
Eine Idee, die mir spontan gekommen ist beim lesen, daher absolut nicht ausgereift, aber vielleicht hilft es weiter:

Jede Region bekommt einen "Einfluss" Wert. Das ist nicht direkt ein Wert der Region, sondern das Machtgefüge der Region heruntergebrochen auf eine handliche Zahl, z.B. einfach als % ausgedrückt. Jede andere Zahl wäre auch möglich, ich würde aber in jedem Fall eine wählen, die mit den Würfeln korrespondiert. Nun kannst du diesen Kuchen zwischen den vorhandenen Leuten aufteilen, und so deren Einfluss in der Region schön bestimmen. Gehen wir der Einfachheit halber gerade mal von einer 20er Skala aus.

In einer neutralen Stadt sind z.B. im wesentlichen 3 Händler ansässig. Händler A hat einen Wert von 8, Händler B hat einen Wert von 7 und Händler B hat einen Wert von 5. Sie haben also entsprechend 8/20, 7/20 und 5/20 der Einnahmen aus dem Handel für sich und dadurch spezielle Sonderaktionen, die sie z.B. einfach von ihren Punkten kaufen können. Zusätzliche Sonderfertigkeiten für Händler könnten hier z.B. sein, dass er sich auf besonders seltene Waren spezialisiert hat, und so 1 Punkt mehr hat für die er Sonderaktionen kaufen kann, ohne dass sich das auf die Skala selbst auswirkt.

Bei Geheimorganisationen kann man es ähnlich machen. Wieder wird ihr Einfluss auf der Skala verteilt. Aber Geheimorganisationen wollen für gewöhnlich unerkannt bleiben, also brauchen sie einen Wert "Geheimhaltung". Je größer der Wert auf der Skala, desto offensichtlicher ist die Organisation an der Macht, aber der Wert Geheimhaltung kann dann 1:1 den Wert der Skala senken. Zum Entdecken könnte man hier also einfach einen W20 gegen den Einfluss Wert werfen und drunterbleiben, um die Organisation zu entdecken.

Um den eigenen Einfluss zu vergrößern kann man nun mit einem entsprechenden Wert gegen den Wert eines anderen werfen, um je nach Qualität des Wurfes einen oder mehrere Punkte auf der Skala vom Gegner zu übernehmen. Das könnte natürlich Handeln gegen Handeln sein, oder Schmuggeln gegen Handeln. Infiltrieren gegen Paranoia, Ermittlung gegen Geheimhaltung, usw.

blut_und_glas:

--- Zitat von: rettet den wald am 27.02.2013 | 18:58 ---...Ok, wie willst du das tun? Die andere Regierung kann immer den Markt schließen und Schutzzölle aufstellen.

--- Ende Zitat ---

Und genau deshalb würde ich hier vielleicht andersherum vorgehen:

Handel erlaubt es prinzipiell immer (oder meinethalben nach einer gewissen Startinvestition (Wurf und/oder Ressourcen)) die Bevölkerung der anderen Organisation "mitzunutzen".

Das Ziel dieser "Übernahme" muss sich aktiv dagegen wehren - wiederum durch Einsatz von eigenen Ressourcen (sicherer aber teurer Weg) oder aber durch einen passenden Wurf (unsicher aber billig).

Also eine Umkehrung: Aktive Verteidigung, anstatt aktivem Angriff.

Nochmal ein wenig abgeschliffener:

Der Aufbau von Handelsbeziehungen (Erschließung eines Marktes) ist eine Aktion. Diese erfodert einen Wurf auf den Handelsvorzug. Jeder Erfolg dabei erlaubt es, einen Bevölkerungspunkt der Zielorganisation bei sich selbst "mitzuzählen", wenn es um Einnahmen geht. Dieser Vorteil bleibt bestehen. Mehrere Markterschließungsaktionen wirken kumulativ (offensichtlich bis zur Höhe der fremden Gesamtbevölkerung).

Eine Organisation, deren Bevölkerung zum Absatzmarkt einer anderen Organisation geworden ist, kann versuchen die Fremden aus dem eigenen Binnenmarkt zu verdrängen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es wird ein Punkt Geld eingesetzt, um einen eigenen Bevölkerungspunkt für die Fremden zu "schließen" (effektiv wird ein Punkt eigenes Geld wird ausgegeben, um die Einnahmen des Fremden um eins zu senken) - dies erfordert keine Aktion, der Effekt ist aber einmalig. Alternativ kann als Aktion ein vergleichender Wurf auf Handel ausgelöst werden, jeder Nettoerfolg "befreit" langfristig eine eigene Bevölkerungseinheit.

Mal so als Schnellschuß.

mfG
jdw

Holothuroid:

--- Zitat ---Also eine Umkehrung: Aktive Verteidigung, anstatt aktivem Angriff.
--- Ende Zitat ---

Das klingt verdammt gut. Ich geh mal noch einen Schritt weiter.

Wir schmeißen erst mal alle Bevölkerung in der Region in einen Topf. Daran bedienen sich zuerst die großen Monopolisten, d.h. die Organisation mit dem höchsten Handelswert darf so viel abschöpfen, wie sie kann. Dann bedient sich die nächste, an dem Teil der über bleibt. Das ist schön fies und bietet reichhaltiges Konfliktpotential.

Haben mehrere Bewerber gleich viele Stufen, teilen sie gleichmäßig. Entstehen Brüche würfelt jeder 2W6, den Höchsten wird der Rest zugeschlagen. Da es sich um einen Würfelwurf handelt, darf man mit Forschung wiederholen.

Wer möchte, kann Protektionismus betreiben und die Grenzen schließen (danke r_d_w). Dazu aktiviere man Autorität oder Militär. Das entfernt eine gewisse Menge Bevölkerung aus dem gemeinsamen Vorrat. (3 - 4 Bevölkerung ?) Da dies eine Aktion darstellt, muss es strikt noch in der Aktionsphase passieren.


Das Verfahren hat den Vorteil, dass man Würfeln und Bruchrechnung nur in Randfällen braucht. In vielen Fällen muss man sogar gar nichts tun. Wer aber dann jene zusätzliche Stufe baut, um Monopol zu erreichen, kann sicher sein, dass andere irgendwie reagieren. Daneben bietet es einen guten Verhandlungsspielraum: Man kann andere Orgas auch an den Gewinnen beteiligen, damit sie ihre Märkte öffnen.


bpitch|Lloyd:
Ohne jetzt auf genaue Regelmechanismen einzugehen: Der geldtechnische Teil ist der prägende eines jeden (funktionierenden/bekannten) Handelssystems. Hier würde ich ansetzen. D.h. Schuldverschreibungen die zu ungünstigen Zeitpunkten zurückgefordert werden, gezieltes in-Umlauf-bringen von Falschgeld, dadurch Abwertung der fremden Währung im Vergleich zum eigenen, Zwangsumtausch an der Grenze zu einem unrealistischen Kurs (siehe DDR oder was China z.Zt. tut), Schuldzinsen bei neutralen Geldhäusern (die wie Schuldverschreibung als Art Factoring an Dritte abgetreten werden können), Sonderzölle auf bestimmte Arten von Waren oder Dienstleistungen, Brandmarkung von "minderwertigen" Produkten (ich sage nur "Made in Germany"), Freihandelspakte mit Drittmächten zur Bereicherung auf Kosten Dritter, Kartellbildung (illegale Preisabsprachen,teils zu ruinösen Preisen), Förderung fremder Schwarzmärkte etc. etc. etc. es gibt da viele Möglichkeiten.

All diese, sich teilweise stark voneinander unterscheidenden Merkmale über einen Kamm zu scheren und mit einem Würfelwurf zu erledigen halte ich für unelegant. Ich würde die Spieler ruhig ordentlich überlegen und Pläne schmieden lassen. Tendenzen einzelner Parteien kann man zur Not auswürfeln. Aber Wirtschaft ist ja kein Glücksspiel. So wie würfeln. Ich würde es daher schon (zumindest zu gewissen Teilen, unwahrscheinliche Faktoren kommen immer wieder mal vor) berechenbar halten. Würfeln kann man on top.

greets

Holothuroid:
Ja, das Problem war ja nun schon gelöst. Zumindest bis sich das in einem Spieltest als unpraktikabel erweist.

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