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Trauma Universalrollenspiel 2. Auflage

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Marko:

--- Zitat von: Turning Wheel am 31.08.2015 | 02:18 ---Eine Mail an FlyingGames reicht, um das pdf zu bekommen.
Es ist inzwischen Kostenlos
--- Ende Zitat ---

Warum stellt ihr es dann nicht einfach irgendwo online? Ihr werdet viel mehr Leute erreichen, wenn die Hürde ans PDF zu kommen möglichst gering ist.

D. M_Athair:

--- Zitat von: Turning Wheel am 31.08.2015 | 02:18 ---Eine Mail an FlyingGames reicht, um das pdf zu bekommen.
Es ist inzwischen Kostenlos
--- Ende Zitat ---
Cool! Würde ich nehmen.
Reicht auch eine PN unter Angabe meiner Mailadresse?

Turning Wheel:
Klar.

Weltengeist:
So - satte 4 Jahre, nachdem ich hier im Thread Interesse bekundet habe, habe ich mir von TurningWheel jetzt doch mal das PDF schicken lassen und schiebe daher diesen Thread mal wieder nach oben, weil ich in den nächsten Wochen vermutlich immer mal Diskussionsbedarf haben werde.

Beim ersten Lesen habe ich ein bisschen gemischte Gefühle. Positiv finde ich einige Regelideen und vor allem die Modularität, bei der hier wirklich für vieles Regeln existieren, die aber bei Bedarf weggelassen oder vereinfacht werden können. In dem Sinne macht Trauma "Universalsystem" für mich besser als z.B. BRP. Allerdings sind viele Regeln doch sehr simulationistisch. Wogegen ich nicht per se etwas habe, aber hier führt es oft zu mMn unnötiger Rechnerei und Blätterei.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass im Spielleiter-Kapitel doch recht stark der Story-Gedanke betont wird. Ein Abenteuer soll Spaß machen, SC sollen nicht grundlos sterben, und wenn es der Story dient soll der SpL ruhig mal fünf gerade sein lassen und die Regeln beugen. Kann ich alles unterschreiben, aber warum lege ich mir dann 160 Seiten Regeln zu, die möglichst gut versuchen, die physische Realität nachzubilden (und die ziemlich tödlich sein können)? Nicht falsch verstehen - ich kann mit beiden Ansätzen (harter Realismus, aber auch Story beats Rules) gut leben. Aber wenn ich einen story-orientierten Ansatz will, sollte ich die Regeln dann nicht auch mehr auf Story und weniger auf Realismus hin ausrichten?

Turning Wheel:
Hey Weltengeist, ich habe das starke Gefühl, dass mit dem vorangehenden Posting vor allem der Autor des Spiels angesprochen ist. :)
Ich versuche also mal Stellung dazu zu nehmen.

Keine Frage, Trauma ist definitiv ein simulatives - wenn nicht gar simulationistisches Spiel.
Ich kann auch nachvollziehen, dass man das in manchen Situationen im Spiel als zu viel Rechnerei empfindet.
Genau in solchen Fällen würde ich dann eher empfehlen, fünfe grade sein zu lassen, wie es im SL-Kapitel empfohlen wird.
Aber trotz dieser Empfehlung soll das Spiel außer simulativen Ansätzen keine weitere bzw. keine storyorientierte(re) Regellösung bieten, weil
ich der Meinung bin, dass wenn man fünfe grade sein lässt, es auch wirklich nach Erzählung aus dem Stegreif gehen soll und keine
Regeln existieren sollen, die diese freie Spielleitung bzw. Erzählung "korrumpieren".
Es ist quasi eine Ermutigung des Spielleiters während des Spiels wach zu bleiben und Situationen zu erkennen, wo man die harten Regeln lieber
aussetzt, um zu mehr gemeinsamem Spaß zu kommen. In diesen Situationen soll dann aber auch wirklich der gemeinsame Spaß die Priorität vor irgendwelchen Regeln haben - deshalb gibt es sie auch nicht.
Wer also storyorientierte Rollenspiele spielen möchte, und einen Design-Ansatz bevorzugt, der ihn dabei durch Regeln und Spielmaterial unterstützt, sollte z.B. lieber zu Idee! greifen (das andere Rollenspiel von FlyingGames).
Darüberhinaus bietet Idee! auch noch die Möglichkeit, mit anderen Rollenspielen kombiniert zu werden. Es stünde nach Meinung beider Autoren beider Spiele (also mir und Daniela Festi) nichts im Wege, eine Trauma-Runde zu leiten, bei der öfter mal Idee!-Karten zum Einsatz kommen, um storyorientierte Strecken der Kampagne assoziativ mit den Idee!-Karten zu erzählen und hin und wieder die harten Simulationsregeln von Trauma anzuwenden, um einen taktischen Kampf oder eine andere sportliche Herausforderung auf die harte Tour zu lösen.

Ich weiß nicht, ob ich dir mit der Antwort helfen konnte.
Falls es mehr Klärungsbedarf gibt – nur zu!

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