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Hochliteratur vs. Fantasy

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Oberkampf:

--- Zitat von: condor am 17.03.2013 | 09:12 ---
Ich befürchte letzteres, wobei es eine gewisse Schnittmenge im Bereich der Kinder- und Jugendbücher gibt. O. Preußler und M. Ende galten jedenfalls als ernst zu nehmende Literaten, die über Hexen, Zauberer, Drachen und was weiß ich geschrieben haben.

--- Ende Zitat ---

Kinder- und Jugendliteratur ist nochmal so ein eigenes Ding. Man kann z.B. von Harry Potter halten, was man will (ich mochte die meisten), aber man kann nicht leugnen, dass Joanne K. Rowling trotz des Labels Kinderbuch eine recht weit reichende Beachtung bis hinein in die Reihen der professionellen Literaturkritik gefunden hat. Dabei kamen viele ihrer Motive aus der traditionellen Fantasy. So eine Beachtung scheint mir für "Erwachsenenfantasy" nicht möglich zu sein.

Allerdings würde ich das auch für andere Formen von Abenteuerliteratur geltend machen, nicht nur Fantasy. Welcher Westernroman, außer vielleicht Karl May, kommt denn über Heftchenformat hinaus. Krimis? Bisschen Dürrenmatt, Name der Rose und das wars fast.

Spitz gesagt würde ich behaupten, dass ein Buch auf eine bestimmte Art ziemlich langweilig sein muss, um von der professionellen Literaturkritik ernst genommen zu werden - Fantasy ist auf die falsche Art langweilig.

Samael:

--- Zitat von: SLF am 17.03.2013 | 11:25 ---Kinder- und Jugendliteratur ist nochmal so ein eigenes Ding. Man kann z.B. von Harry Potter halten, was man will (ich mochte die meisten), aber man kann nicht leugnen, dass Joanne K. Rowling trotz des Labels Kinderbuch eine recht weit reichende Beachtung bis hinein in die Reihen der professionellen Literaturkritik gefunden hat. Dabei kamen viele ihrer Motive aus der traditionellen Fantasy. So eine Beachtung scheint mir für "Erwachsenenfantasy" nicht möglich zu sein.

--- Ende Zitat ---

Das war einzig und allein wegen des gigantischen Erfolgs, der ein Ignorieren undenkbar machte. Erwachsenenfantasy die sehr erfolgreich ist, schafft es auch ab und an ins Feuilleton (Song of Ice and Fire).

Xemides:
Naja, es gibt bei allen Genres immer wieder Werke, die ernst genommen werden.

Western: Der mit dem Wolf tanzt, Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses

Krimi: Doyles und Christie sind doch durchaus als Autoren angesehen, oder moderner Henning Mankell  oder Georges Simeon

Abenteurromane zählen sogar als Hochliteratur und Gras und Dumas als Abenteuerautoren.



Timo:
Song of Ice and Fire ist ca 20 Jahre alt, das ist jetzt nur im Gespräch wegen der Fernsehserie, was übrigens mittlerweile auch typisch ist für Deutschland.

Als Hochliteratur würde ich zZ nur Rothfuss in der Fantasyecke sehen, der zumindest im Original einen sehr sehr guten Sprach-/und Schreibstil hat, über den Plot lässt sich streiten(Stichwort MarySue, wobei der Charakter ein Barde ist und durchaus die Story komplett übertrieben sein kann).

Ein sehr gutes Gegenbeispiel wäre Ben Aaronovitch der sehr gute Plots/Charaktere hat aber einen miesen Schreibstil (ich bin mir äußerst sicher, dass der Mann nur says als Wort für die mündliche Rede kennt).

La Cipolla:
Seit wann hat Hochliteratur denn was mit Sprach- und Schreibstil zu tun? ;D

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