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Heimlichkeit und Wahrnehmung als Gruppe
Di0nysius:
Hallo!
Mich wurmt, dass eine Gruppe die schleicht so unglaublich schlecht ist. Irgendeiner wirft gefühlt immer mieserabel. Ähnliches gilt für Wahrnehmung. Eine Gruppe auf Wahrnehmung würfeln zu lassen ist ein ziemlich sicherer Erfolg und absolut langweilig. Extrem wird das Ganze, wenn eine Gruppe an einer anderen Gruppe vorbei schleichen will. Dann gilt: Bester Wurf der Gruppe muss gegen schlechtesten Wurf der anderen Gruppe.
Mir ist durchaus bewusst, dass es Gruppenwürfe gibt. Das löst das Problem aber nur für Statisten.
Mein Vorschlag ist daher: Beim Schleichen machen die WCs einen Untertützenden Wurf für den schlechtesten schleicher. Die guten Schleicher führen quasi den schlechtesten am trockenen Unterholz vorbei, weisen auf Stolperfallen hin, etc.
Beim Wahrnehmen das gleiche: Die WCs unterstützen den besten Späher.
Dadurch fühlen die Spieler sich stärker in ihren Rollen bestätigt und das Problem wird gedämpft.
Nun an Euch: Was haltet ihr davon und wie händelt ihr das bei euch in der Gruppe?
Grüße
Di0nysius
Jeordam:
Bei Wahrnehmung kann ich dir teilweise zustimmen, aber nicht bei Heimlichkeit. Zum einen finden vergleichende Proben nur statt wenn aktiv gesucht wird oder man sich näher als 5'' an jemand anschleichen will. Und dann kommen noch Boni noch und nöcher durch Dunkelheit, Deckung, Kriechen usw. Mit ein bisschen Umgebung ausnutzen kann man die Probe eigentlich garnichtmehr versauen. Es sei denn man will einem Wachposten das Messer in den Rücken rammen, aber dafür sind dann eben die Experten zuständig.
Eulenspiegel:
Gerade beim schleichen finde ich es gut, dass jeder einzeln würfelt. In deinem Fall kann sich unbemerkt eine ganze Armee an der Wache vorbeischleichen.
Das ist vielleicht cool, wenn man Slapstick spielt. Aber für meinen Spielstil passt das nicht.
Außerdem gilt bei deiner Version: Je mehr Leute schleichen, desto einfacher wird es:
Angenommen, alle Schleicher haben 1W4. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass eine einzelne Person entdeckt wird. Wenn jetzt jedoch 10 Leute mit 1W4 schleichen, dann ist es plötzlich sehr wahrscheinlich, dass sie unbemerkt an der Wache vorbeikommen.
Bei der Wahrnehmung sehe ich folgendes Problem:
SC mit schlechter Wahrnehmung betritt den Raum. Er ist alleine im Raum und verhaut den Wahrnehmungswurf. Kurze Zeit später kommt auch der Späher in den Raum. Wie will man das jetzt handhaben?
Di0nysius:
@Jeardam: Wenn man die Boni bekommt, dann ist es wirklich uninteressant.
@Eulenspiegel: Der Bonus beträgt zwar "nur" +4, aber den wird man ja auf jeden Fall bei so einer großen Gruppe bekommen. Also stimmt das schon. Nur das Problem mit der Wahrnehmung sehe ich nicht. Wenn zwei Spieler (zeitlich) getrennt einen Raum untersuchen, dann wird auch getrennt gewürfelt.
Ich muss aber gestehen, dass mich das argument mit der Gruppengröße überzeugt. Man müsste bei mir einen Mali einführen, damit eine große Gruppe nicht besser ist als eine kleine. Aber dann kann man auch gleich bei dem alten System bleiben, wo sich das quasi von alleine regelt.
Danke für das Feedback!
Grospolian:
Ich denke du vergisst hierbei auch einen wichtigen Punkt: Aktive und Inaktive Wachen
Savage Worlds unterscheidet hier nämlich zwischen dem Wachmann der seit 20 Jahren jeden Tag die gleiche Streife läuft und den aufgeputschten (oder bereits alarmierten) Wachmann. Letztere sind oft auch übernatürliche Wesen, z.B. Untote etc, die nicht durch unnötigen Ballast wie Gedanken abgelenkt werden ;)
Bei der ersten Kategorie, wird kein vergleichender Wurf gemacht sondern nur eine Probe auf Heimlichkeit. Erst wenn diese versaubeutelt wird, folgt eine vergleichende Probe. Während bei den aktiven Wachen direkt eine vergleichende gemacht wird.
Es ist daher durchaus auch möglich taktisch zu agieren. So kann der beste (oder die besten) Schleicher vorgehen und versuchen durch Tricks die Wache abzulenken oder eben martialisch auszuschalten. Man muss halt schauen wie man klar kommt ;)
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