Medien & Phantastik > Multimedia - Spiele

Bioshock Infinite

(1/3) > >>

Master Li:
So gerade durchgespielt.

Bruttospielzeit 16h (laut Steam)

Insgesamt ein eher fades Spiel mit mäßiger Story, mäßigen Gegnern und miserablen Bossfights, sofern man die so nennen mag.

Das Rollenspielelement wurde weiter verwässert, jetzt kann man eigentlich nur noch auswählen, ob man Salz(Magiepunkte), Schild oder Leben mit einer Phiole upgraden will. Außerdem darf man noch 4 Ausrüstungsslots mit verschiedenen gefundenen Gegenständen bestücken, das hört sich aber besser an als es umgesetzt wurde. Mächte gibt es auch, die allerdings auch wenig spektakulär daher kommen

Als Shooter ist es auch keine große Herausforderung (Spielstufe normal) eher ein sonntäglicher Spaziergang. Auch das Flair, dass die alten Bioshocks vermittelten, ist eher so lala. Wolkenstadt anstatt Unterwasserstadt.

Ich bin zumindest enttäuscht und würde jedem Interessierten raten, auf ein Angebot zu warte. Für ein Vollpreisspiel ist da wenig Wumms dahinter.


Bluerps:
Hm. Meine Einschätzung ist ... anders.

Ich denke das Bioshock: Infinite ein hervorragender Shooter ist, der ein unheimlich cleveres Leveldesign hat, sowohl im spielmechanischen Sinne als auch als Schauplatz an sich. Es ist weder ein RPG noch ein open world Spiel in irgendeiner Form, aber das find ich nicht tragisch. Für mich war das Spiel auf Hard auch herausfordernd genug - wobei es auch noch den versteckten "1999 Mode" gegeben hätte, falls das nicht ausreichend gewesen wäre.

Columbia ist ein beeindruckend gemachter Ort der nicht eine schlecht gemachte Ecke enthält. Es dient alles irgendeinem Zweck - entweder ein Raum ist dazu da einen spannenden Kampf zu liefern (ohne dabei komplett unglaubwürdig auszusehen), oder er treibt in irgendeiner Form die Handlung voran. Das Spiel versucht dabei nicht wirklich eine "realistische" Stadt darzustellen - man läuft von Szene zu Szene wie in einem Film, und die Schauplätze sind oft in irgendeiner Form larger-than-life (selbst wenn man bedenkt das man in einer fliegenden Stadt ist), aber das ist schlichtweg ein Stilmittel und nur wirklich störend wenn man meint das immer alles in irgendeiner Art realistisch (oder wie auch immer man das Konzept nennen mag) zu sein hat. Letztendlich handelt das Spiel ja auch nicht von Columbia.

Ebenfalls beeindruckend ist, das man in BInfinite sein Hirn nicht abschalten muss (man muss es aber auch nicht anschalten, wenn man nicht mag - ich bin sicher das Spiel funktioniert auch dann super, wenn man es einfach nur als fantastische Ballerei versteht). Die grundlegende Handlung ist ein wenig verworren, insbesondere am Ende, aber man kann über fast jede Szene, und das Spiel an sich, nachdenken und Dinge finden die nicht so offensichtlich sind. Das gibt es, insbesondere im AAA-Bereich, viel zu selten.

Mich haben letztendlich nur zwei Dinge gestört. Zum einen, das das Speichersystem komplett über Checkpoints funktioniert, die ewig weit auseinanderliegen. Man kann das Spiel nicht beenden wenn man mag, sondern nur wenn das Spiel es erlaubt (oder man verliert halt 20 Minuten Spielfortschritt). Zum anderen, das man nicht wirklich sterben kann. Man wird zwar dafür bestraft, aber ich finde das trotzdem unbefriedigend - ich will einen Kampf im Ganzen schaffen oder verlieren, und nicht mittendrin rausgerissen und dann in einen angefangenen Kampf wieder reingeworfen werden.


Bluerps

First Orko:
Also mich hat Bioshock damals ziemlich mitgerissen - obwohl mich das Setting zu Anfang überhaupt nicht gereizt hatte. Rapture war für mich der eigentliche Star des Spiels, so wie die Stadt präsentiert wurde... die Musik... die Audiologs... die gruseligen Szenen abseits der Wege (ich sage nur: "Eisskulptur" auf dem Klo....) undsoweiter und so fort.
Ob das jetzt unterwasser oder sonstwo gespielt hätte wäre mir dann wohl auch egal gewesen. Von daher könnte ich mich mit einem neuen Setting wohl durchaus arrangieren, wenn es genau so packend präsentiert ist.
Wie kommt Columbia denn so rüber, kann man das vergleichen? Auf das Ende wäre ich ja schon gespannt, insbesondere weil es so aneckt ;)

Bluerps:
Columbia ist ein wenig anders als Rapture. Von der Stärke der Atmosphäre her geben die sich beide nix. Genau wie Rapture ist Columbia ein Ort mit eigenem Charakter, und man bekommt im Laufe des Spiels einen guten Blick auf eine ganze Reihe verschiedener Teile der Stadt. Columbia ist aber ein Stück weit fantastischer, selbst verglichen mit der Stadt auf dem Meeresgrund, und Rapture fühlt sich daher ein wenig glaubwürdiger an.

Columbia ist auch definitiv nicht der Star des Spiels (sondern eher eine wichtige Nebenfigur), und die Stadt tritt nach ca. zwei drittel der Handlung auch etwas in den Hintergrund. Ich denke, wer das Spiel ausschließlich spielt um Columbia zu sehen/erkunden wird sich irgendwann nicht mehr unterhalten fühlen.

Oh, und was man vielleicht ganz allgemein noch zu dem Spiel sagen sollte ist, das es unheimlich gewalttätig ist. Das ist vermutlich nicht jedermans Sache.


Bluerps

ElfenLied:
Mir hat das Spiel sehr gut gefallen. War auch auf "Hard" noch recht einfach im Vergleich zu anderen Shootern, wenn man ein bisschen darauf achtet wie man Vigors anwendet und welche Aufrüstungen man kauft. Carbine, Repeater und Sniper waren jeweils die Waffen meiner Wahl. Viele versteckte Hinweise während des Spiels sorgen immer wieder für einen Lacher (seht euch mal die Uhr in Finkton an).


--- Zitat von: Bluerps am 15.04.2013 | 13:20 ---Zum anderen, das man nicht wirklich sterben kann. Man wird zwar dafür bestraft, aber ich finde das trotzdem unbefriedigend - ich will einen Kampf im Ganzen schaffen oder verlieren, und nicht mittendrin rausgerissen und dann in einen angefangenen Kampf wieder reingeworfen werden.

--- Ende Zitat ---

Spiel durchgespielt? Warum das so ist, wird am Ende erklärt. Den 1999 Modus schaltet man im übrigen dadurch frei, dass man das Spiel durchspielt.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln