Medien & Phantastik > Sehen
[Serie] Game Of Thrones - 3. Staffel
Teylen:
Da gab es aber eine Rebellion und sowas wie "Der irra Tyrann muss weg".
Eine Rebellion im quasi eigenen Haus anzufangen und damit sich jegliche Legitimation zu entziehen wäre unklug.
ErikErikson:
Tyrion ist in den Romanen kein Kandidat für den Thron. ich vermute, er wurde für den Film populärer gemacht. Im Buch hat Tyrion schlicht keinerlei fraktion, die hinter ihm stünde. Weder der rat noch die armee unterstützt ihn.
Zusätzlich musst du beide Jungs von Cersei töten, bevor du als Tyrion irgendeinen Anspruch bekommst. Und Cersei natürlich, weil mit der willst du bestimmt nicht zusammen regieren. Und deinen vater. Im grunde müsste tyrion fast seine gesamte familie auslöschen, damit er auch nun hauch einer Chance aufn Thron hat.
Talasha:
--- Zitat von: Fantomas am 28.07.2013 | 14:08 ---Robert Baratheon hatte auch keinen Anspruch auf den Thron. Er hat sich nach erfolgreicher Rebellion einfach draufgesetzt, als niemand da war, der ihn das Sitzmöbel streitig machen konnte oder - wie in Ned Starks Fall - streitig machen wollte. Mit der Unterstützung des Rates, einem Gefolgsmann als Hauptmann der Wache und der Anerkennung durch die Armee wäre das die leichteste Übung gewesen.
--- Ende Zitat ---
Ich dachte Bron(Der als soziopathischer Söldner auch nur genau so lange loyal ist wie Tyrion das beste Angebot macht) wäre weg gescheucht worden, genauso wie seine Wildlinge?
Die Stadtwache gehorcht dem der sie zahlt, die Lannister-Armee seinem Papa Tywin, die Tyrell-Armee Mace Tyrell. Die einzige Unterstützung die er vielleicht hat ist Varys.
Taschenschieber:
Jetzt muss ich aber echt mal ein allgemeines Fass aufmachen: Woher kommt diese - Verzeihung - komplett BESCHEUERTE Einstellung, es wäre in irgendeiner Weise negativ, wenn Charaktere sich nicht optimal verhielten?
Das Großartige an GRRMs Schreibe sind die Charaktere. Hand aufs Herz: Westeros als Welt ist schon ziemlich bland. Was die Romane ausmacht, ist der charaktergetriebene Plot. Und charaktergetrieben heißt: Der Plot wird durch Stärken und Fehler, Interessen und Ängste der Charaktere getrieben.
Und deshalb ist es essentiell, dass GRRMs Charaktere teilweise Bullshit machen. Eddard Stark läuft nicht in Cerseis Plot, anstatt selbst die Zügel an sich zu reißen, weil er zu blöd ist, sondern weil er sehr starke Ehrvorstellungen hat. Das macht ihn doch erst zu einem erinnerungswürdigen Charakter, gerade weil diese Ehrvorstellungen dadurch konterkariert werden, was seine Entscheidungen an negativen Konsequenzen für eine Vielzahl an Charakteren nach sich ziehen und dadurch extrem ambivalente Bewertungen seiner Handlungen möglich werden! Und gerade in GRRMs Schreibe ergeben sich beschissene Entscheidungen von Charakteren quasi immer plausibel und gewollt aus Eigenschaften, die diese Charaktere nun mal haben und die für sie prägend sind!
Ich finde die ganze Argumentation absurd. Das ist so, als würde man bei FATE Leuten Taschenlampenfallenlasserei vorwerfen, wenn sie Compels annehmen.
(Eddard habe ich übrigens nur deshalb als Beispiel genommen, weil ich da keine Angst um Spoiler haben muss. Für Cersei gilt das gleiche, aber die bekommt zumindest im Buch erst im 4. Band das große Spotlight, weshalb ich sie mal aus der Debatte ausklammere.)
[/rant]
Dr.Boomslang:
--- Zitat von: Fantomas am 28.07.2013 | 14:08 ---Robert Baratheon hatte auch keinen Anspruch auf den Thron.
--- Ende Zitat ---
Doch hatte er. Er war zu dem Zeitpunkt der älteste, lebende Nachkomme der Targaryens, weil seine Oma oder so eine Targaryen war. So weit ich weiß gab es nie jemanden auf dem eisernen Thron oder jemanden der ernsthaft darum gekämpft hat ohne seinen Anspruch auf die Targaryen Linie zurückführen zu können.
Ansonsten sehe ich das so wie Taschenschieber.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln