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Savage Worlds ohne Grundattribute

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: Chief Sgt. Bradley am 18.04.2013 | 21:57 ---Klar kann ich breit streuen, aber da schieß ich mir selber ins Knie.
--- Ende Zitat ---
Ja, wenn man zwischen einer nice-to-have Sache und einem superheftigen Vorteil auswählen kann, dann schießt man sich in der Regel selber ins Knie, wenn man nur die nice-to-have Sache nimmt.


--- Zitat ---Wenn ein Magier seine Konstitution hochballert und Kämpfen wählt um dann "Zäh wie Leder" haben zu können geht das sowas von am Konzept vorbei.
--- Ende Zitat ---
Es geht in diesem Thread ja darum, dass die Attribute keine Voraussetzungen mehr für Vorteile sein sollen. Das würde bedeuten, der Magier könnte sich "Zäh wie Leder" auch ohne Konsti-Steigerung holen.

alexandro:
Mit niedriger Konsti "Zäh wie Leder" zu nehmen hat keinen Sinn. Die Voraussetzungen haben schon ihren Sinn, und bewahren Systemneulinge vor einer "Verskillung".

Man kann sicher die Voraussetzungen entfernen, aber dann hat man das Problem von D&D3.x/PF/DSA4, dass man ein paar Sachen hat, welche nur für eine begrenzte Anzahl von Charakteren Sinn machen und für den Rest "nice to haves" sind. Das vermeidet SW momentan gerade recht elegant, aber jeder wie er es mag...

Chief Sgt. Bradley:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 18.04.2013 | 22:03 ---Es geht in diesem Thread ja darum, dass die Attribute keine Voraussetzungen mehr für Vorteile sein sollen. Das würde bedeuten, der Magier könnte sich "Zäh wie Leder" auch ohne Konsti-Steigerung holen.

--- Ende Zitat ---
Ich meinte übrigens Schmerzresistenz. Oben korrigiert.

Um mal bei dem Konsti-Magier zu bleiben. Das wichtigste Attribut für einen Magier ist Verstand. Allerdings gibt es bei Savage Worlds keine überflüssigen Attribute, also alle fünf sind wichtig. Steigert er also Konsti auf W8 hoch und will Verstand immer noch auf W10 haben dann kriegt er mit seinen fünf Punkten große Probleme. Geschicklichkeit ist wichtig für viele Fertigkeiten (neben Verstand am Häufigsten), Konstitution zum Schaden/Giften/Krankheiten widerstehen, Stärke für Nahkampfschaden/Tragkraft, Verstand ist Allgemeinwissen des Charakters und wichtig für viele Fertigkeiten und Willenskraft ist zum entshaken und gegen Willensduelle wichtig. Also kann ein Magier am ehesten auf Konsti und Stärke verzichten (also W4). Stattdessen sollte er Mächte wie Ablenken und/oder Panzerung wählen.

Kurz und knapp: Die Talente haben all ihre Voraussetzungen aus gutem Grund. Und für "nice-to-have" habe ich bei einem kompetenten SC keine Zeit, geschweige denn Aufstiege frei. Die Attribute da rauszunehmen wäre mMn eine extrem dämliche Idee :)

yennico:
Wenn es keine Attributsvoraussetungen gibt, werden die "guten" Edges häufiger bzw. häufig genommen werden, so dass die Charaktere sich in der Hinsicht ähnlicher werden.

Ohne Attributsvoraussetzung braucht der Spieler nicht zu überlegen, ob er ein bestimmtes Edge wirklich will,. Ist ihm das Edge so wichtig, dass er dafür erst ein oder mehrere Attribute steigern muss um es nehmen zu können oder verzichtet er lieber auf das Edge?

Dragon:
Offtopic
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)boah Leute, ich bin ja jetzt viel bei Fate unterwegs und erst jetzt fällt mir auf, was manche nicht SW'ler meinen, wenn sie sagen das man nix gegen das System sagen darf, sondern dann direkt einen auf den Deckel bekommt.
Zugegeben, der 1. Post des Thread-Stellers war jetzt nicht sehr aufschlussreich, aber anstatt zu fragen: "Warum denkst du dir das, wie würdest du das machen?", wie das einige ja später auch gemacht haben, wird als allererst erstmal raus gestellt wie Scheiße das doch wäre. Die Frage, ob das schon mal jemand versucht hat wird erst gar nicht beantwortet.
Ich möchte euch nicht angreifen, aber vielleicht mal etwas zu denken geben, dass eure Reaktion extrem aggro rüber kommt (entschuldigt die nicht ganz so eloquente Ausdrucksweise ;) aber das trifft es ganz gut ;) ) und dass dies dazu beiträgt, dass die Community nach außen hin sehr... fanatisch wirkt.
Ontopic
Ausprobiert haben wir das noch nicht. Ehrlich gesagt wird hier auch noch niemand auf die Idee gekommen sein, weil SW mit Attributen/Fertigkeiten und der Abhängigkeit der Beiden einfach so "normal" ist (das ist nicht abwertend gemeint!), dass es schwer fällt seine Denke davon zu trennen.
Der Ansatz könnte Interessant sein, wirft aber wie du siehst sehr viele Fragen auf (lass dich nicht einschüchtern, Hunde die bellen und so ;) ). Regelwerke ohne die klassischen Attribute gibt es ja, aber wahrscheinlich wäre das Ergebnis ziemlich weit weg vom ursprünglichen SW-Regelwerk.
Aber wenn du das mal ausprobieren möchtest, möchtest du uns vielleicht danach davon in Kenntnis setzen, wie es war ;)


--- Zitat ---Das finde ich bei fast allen Rollenspielen, die das so handhaben, schlecht. Es sorgt eben, wie du beschreiben hast, dafür das man seine Skills mit der Schrotflinte auswählt.
--- Ende Zitat ---
oh ja... zwei von uns sitzen nach jeder Sitzung da und wir denken uns: "ich würde gerne xy noch lernen, aber eine ganze Steigerung dafür aufwenden? Neeee, dann lern ich lieber was von den anderen Sachen die ich noch will (Talente z.B.)". Das geht jetzt seit Anfänger so, dass wir das immer nach hinten auf die Liste schieben und wir sind jetzt "Helden".
Es erscheint auch irgendwie unlogisch, dass der W4 doppelt so teurer sein soll als alle anderen Würfel

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