Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Müssen Aspekte/Konsequenzen Passen um getaggt werden zu können. (Spinnoff von Wu
Pyromancer:
--- Zitat von: Seelachs am 22.04.2013 | 18:47 ---Wenn man FATE auf die reine Mechanik reduziert, dann ist es tatsächlich kein FATE mehr.
Was hat das mit "auf Mechanik reduzieren" zu tun? Mir geht es gerade darum, das Spiel nicht nur auf Mechanik zu reduzieren.
Wenn man sagt, Aspekte kann man grundsätzlich für alles benutzen, dann hat man Aspekten jeglichen Inhalt genommen. Dann sind sie nur noch Mechanik, nämlich nur noch ein stupider Slot für einen +2 Bonus, wo vorher ein Inhalt mit Bedeutung war.
--- Ende Zitat ---
Man kann Aspekte aber grundsätzlich für alles benutzen, so lange es sich schlüssig in der Erzählung begründen lässt. Das Primat der Erzählung ist doch genau das, was den Vorwurf der "reinen Mechanik, gibt doch eh alles +2" aushebelt.
Seelachs:
Ich zitier mich mal selbst, weil mein Edit wohl etwas zu spät kam.
--- Zitat ---Da fällt mir auch ein Punkt auf, der mit an FATE so gefällt: Dass Spielmechanik und Erzählung hier nämlich nicht zwei verschiedene Dinge, sondern größtenteils dasselbe sind. Das bedeutet meines Erachtens aber nicht, dass man Erzählung anstelle von Spielmechanik benutzt, sondern dass man durch das Erzählen eine Spielmechanik erzeugt. "Ist eigentlich egal, du kriegt einfach für jeden FP +2 feddich" ist aber keine Spielmechanik. Da kann man das ganze Spiel auch weglassen und nur noch erzählen, kommt aufs selbe raus.
--- Ende Zitat ---
Damit meine ich, wenn ich jede noch so abwegige Begründung akzeptiere, warum ein Aspekt jetzt passt, dann habe ich damit die Aspekte und alle Regeln zu ihnen unnötig gemacht. Dann könnte ich auch einfach jedem Charakter einen Namen ein paar Skills und ein paar Punkte geben und wann immer die in einen Konflikt geraten kann man sich soviele Gründe aus den Fingern saugen, weshalb man gewinnen sollte, wie man Punkte zum Ausgeben hat. Dann gewinnt vermutlich meistens der, dem die meisten verrückten Gründe eingefallen sind, wenn die logischen Gründe längst ausgegangen sind.
Kann sicherlich auch ein lustiges Spiel sein. Mit FATE hat es dann aber nicht viel zu tun.
Aspekte sollten nicht nur eine Ansammlung von Sätzen sein, die eigentlich egal sind, weil man eh nur Punkte für Boni ausgibt und diese Sprüche da auf dem Charbogen nur Inspiration zum Erzählen sind, sondern ihr Inhalt sollte entscheidend dafür sein, wie sie sich im Spiel auswirken.
Scimi:
Normalerweise suchen sich Leute Aspekte aus, die ungefähr das widerspiegeln, was den Charakter am Spieltisch so ausmacht. Bei Manövern werden üblicherweise Aspekte erschaffen, die man im nächsten Moment irgendwie benutzen will. Und als Konsequenz nimmt man Sachen, die den Charakter für die nächste Zeit behindern sollen. Dazu muss man regelmäßig entsprechende Compels akzeptieren, weil einem sonst die Fate-Punkte ausgehen.
Das führt nach meiner Erfahrung dazu, dass Aspekte in vielen Fällen "richtig" benutzt werden, einfach weil es das Naheliegendste ist.
Wenn dann an und ab jemand meint, die Grenzen der Glaubwürdigkeit extrem zu dehnen, macht das unterm Strich wenig aus. Ich habe mehr Spaß dabei, mich von den Aspekten leiten zu lassen, aber wenn jemand in dem Moment mehr Freude an einem +2-Bonus hat, soll er den nehmen, das tut mir eigentlich nichts.
Radulf St. Germain:
--- Zitat von: Seelachs am 22.04.2013 | 18:47 ---Edit: Da fällt mir auch ein Punkt auf, der mit an FATE so gefällt: Dass Spielmechanik und Erzählung hier nämlich nicht zwei verschiedene Dinge, sondern größtenteils dasselbe sind. Das bedeutet meines Erachtens aber nicht, dass man Erzählung anstelle von Spielmechanik benutzt, sondern dass man durch das Erzählen eine Spielmechanik erzeugt. "Ist eigentlich egal, du kriegt einfach für jeden FP +2 feddich" ist aber keine Spielmechanik. Da kann man das ganze Spiel auch weglassen und nur noch erzählen, kommt aufs selbe raus.
--- Ende Zitat ---
Ich finde, das ist eine sehr schöne Zusammenfassung von dem, was mich an FATE sofort fasziniert hat, als ich damals das LoA Regelwerk zum ersten Mal geöffnet habe. :d
winterknight:
Noch eine Regelfrage
--- Zitat von: Scimi am 22.04.2013 | 14:43 ---FreeFATE ist bei dieser Frage ziemlich schwammig, wie ich finde. Bei vielen FATEs gäbe es in Hyperraum-Situation zwei Möglichkeiten:
1) Invoke: Der Verteidiger bekommt +2/Reroll auf seine Verteidigungsaktion
2) Compel: Der Angreifer kann gar nicht angreifen weil... kann aber dafür etwas anderes tun
--- Ende Zitat ---
Wir nutzen bisher nur das Invoke.
Wir machen dem Kreuzer Schaden:
Hyperraumantrieb defekt. (eine Mittlere Konsequenz, die Wochen dauert um sie zu "heilen")
Dann hätte ich das bisher so gespielt, dass er dennoch springen kann - Das mit der Konsequenz ist ja nur Fluff.
Mit dem Compel kann ich durch bezahlen eines FatePunkt (oder FreeTag) an das andere Schiff VERHINDERN dass es flieht oder ?
Sehe ich das richtig?
Ohne Compel kann es fliehen, mit FatePunkt und Compel muss es dableiben.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln