Medien & Phantastik > Sehen
Man of Steel
Jiba:
--- Zitat von: Jed Clayton am 20.06.2013 | 22:13 ---MAN OF STEEL ist der mit Abstand beste Film seit mindestens 5-6 Jahren [...]
--- Ende Zitat ---
DAS wiederum halte ich doch für gewagt, wenn man bedenkt, was das Mainstream- und Indie-Kino in den letzten 5-6 Jahren so für gute Filme rausgebracht hat. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Man of Steel für irgendeinen Filmpreis nominiert wird (außer vielleicht so'nen MTV-Popcorn-Preis).
Als besten Superhelden-Film kannst du ihn gerne bezeichnen. Aber als besten Film...das glaube ich nicht...
Und ja, Jed. Mich regt das Sehen-Board auch manchmal auf. Dann aber mehr deshalb, weil hier in der Regel keine stillen, reduzierten oder gesellschaftkritischen Filme besprochen werden, sondern meist nur so brachialer Action-Mist mit dicken Effekten unter der Haube aber keiner Substanz dahinter. Zu welcher Kategorie ich die meisten Superhelden-Filme zähle, kannst du dir sicher ausmalen.
Celestine:
Dieser Jed Clayton hat den Bogen raus! ;D
Egal ob ich nach Rifts, PP&P, 80s Cartoons und jetzt Man of Steel im Forum suche, der Typ war schon da und hat alles gesagt! Ich habe den Film gestern gesehen und habe vorher nur Verisse von ziehmlich schlauen, manchmal auch wirklich sympathischen Kritikern gesehen und hatte deswegen sehr niedrige Erwartungen. Ich wollte eigendlich den Film nur sehen, weil ich Superman liebe und eine Meinung zu seiner letzten Kinoversion haben wollte. Eine Sache die oft gesagt wird stimmt, dass da Bildersprachen aus anderen erfolgreichen Blockbustern zitiert werden, wie Transformers oder Avatar. Mir kommt das aber so nichtig vor, in Anbedacht der von mir nie zuvor so erlebten visuellen Tefe und Weite und dazu kommt dieser viszerale dröhnende Sound. Superman kämpft und schuftet wie ein Workingclass Hero. Das ist die Energie die da in einen reingepumpt wird. Man of Steel ist so ein passender Name für dieses Kinoerlebnis. Kevin Costner spielt Jonathan Kent so gut. Als Superman da blutspuckend im Schiff den Invasoren begegnet, hat man echt das Gefühl, er wurde den Menschen übergeben, ausgeliefert und ist jetzt hinabgestiegen in das Reich des Todes, wo er General Zod dann im Traum begegnet und in Totenschädeln versinkt.
Natürlich gibt es auch immer wieder Kriege die geführt werden müssen, wie unausprechlich schrecklich das auch sein mag, aber manchmal sind die unmoralischen feinde des Lebens einfach nicht mehr für gesunden Dialog empfänglich. Das kommt auch in der Genickbrechszene klar rüber, nach der Superman sich nach dem ganzen Krieg erstmal emotional bei Louis anlehnt. Er lässt sich auch später nicht instrumentalisieren von der Regierung, das bricht mit diesem Boy Scout Image und ist für den Charackter der lang ersehnte Phoenix aus der Asche. Dieser Superheldenfilm ist im Dialog mit den menschlichen Abgründen unserer Zeit und hält hoch was uns als Menschen Würde verleiht. Die Action war seeeehr geil, dass hat so gerockt, ich finde, dass die Characktere nicht flach waren sondern viel greifbarer, als in fast jedem anderen Superheldenfilm. Ich bin aus dem Film gekommen und habe mich so aufgepumpt gefühlt, wie nicht mehr seit dem zweiten Turtles Film von 1991 "The secret of the Ooze!" :D :d
ErikErikson:
Ich fand ihn schlecht. Ich hab aber nur die erste halbe Stund durchgehalten. bei mir hats dann aufgehört, wo sie den Zod und seine Spießgesellen da ins schwarze Loch gebeamt haben. ich hab mir nur noch gedacht: "jaja, rettet ihn halt, damit er später scheisse bauen kann, während ihr alle gleich krepiert."
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