Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Glaube verpflichtet...?
Talim:
Tempus Anhänger sind da der Klassiker.
Dazu kommen die Anhänger Banes, Cyrics, Lolth etc...
Tudor the Traveller:
Hmm, verstehe. Aber zählen tun die nicht so wirklich. Das sind alles Götter, die gerne ihren Klerus sieben, sodass nur die Starken / Fähigen / Mächtigen bleiben. Konkurrenzkampf ist da im Glaubenskern implementiert. Ich werde mir da gerne was zu anschauen, aber ich vermute jetzt schon, dass die nicht aufgrund verschiedener Dogmen aneinander geraten, sondern weil das in dem Glauben eben erwartet wird... oder irre ich mich? Gut, bei denen wäre sogar vorstellbar, dass die Götter sogar das zulassen, um Konflikte zu schüren.
Aber gibt es so etwas für gute Götter auch?
Rhylthar:
--- Zitat ---Aber gibt es so etwas für gute Götter auch?
--- Ende Zitat ---
Laut Romanen schon.
In den Erevis Cale Romanen (2. Trilogy) sind sich die Anhänger Lathanders mehr als nicht einig.
Edit:
Auszug aus den Dos&Donts (FR Faith & Pantheons WE):
Order of the Golden Cup: cleric, divine disciple, hierophant.
This order is dedicated to healing and protecting
the sick, innocent, and weak, rather than seeking out evil
to destroy. They are not opposed to such actions, but see
their role as something different.
Companions of the Noble Heart: divine champion, fighter.
The Companions are the aggressive counterparts to
the Golden Cup, for they are tasked with eliminating the
cruel and those who are known to enjoy the torture and
suffering of others. The church of Loviatar is their
greatest enemy.
Daran erkennt man imho, wie Paladine des gleichen Gottes durchaus unterschiedliche Auffassungen haben können. Warum sollte das beim Kleriker anders sein?
Thandbar:
Willst Du als Spielleiter Deine Spieler wirklich mit einem Verhaltenszettelchen reglementieren, dessen Einhaltung auch erst einmal Auslegungssache wäre, und am Ende mit dem Entzug von Kräften drohen? Das würde mir als Spieler auch keinen Spaß machen.
Am Ende nimmt der DM dem Spieler damit alle moralischen Entscheidungen ab und verhindert, dass der Charakter gerade aufgrund zweifelhafter Entscheidungen an Tiefe gewinnt und ein Eigenleben erhält.
Baut diesen Konflikt doch in die Geschichte des Charakters ein: Er möchte seine Kirche gerne reformieren, weil er zum Beispiel glaubt, dass man zu lange zu nachsichtig mit dem Bösen gewesen ist, und es sich unter dem Schleier der Mildtätigkeit, die nur eine Maskerade für Faulheit und Schwäche ist, ungehindert ausbreiten konnte. Jetzt aber ist es an der Zeit, zurückzuschlagen und den verlorenen Posten im Namen des Guten und des Gesetzes zurückzuerobern! Warum können das nicht alle Anhänger des Gottes so sehen?
Wenn Du als Spielleiter und die übrigen Spieler das Verhalten des Inquisitors als störend für die Immersion empfinden: Soll er doch seinen eigenen Gott machen, der die Ansichten repräsentiert, die er im Spiel vertreten will. Die dazugehörige Kirche samt Ordensstruktur könnt ihr ja nach und nach im Spiel gemeinsam entwickeln.
Tudor the Traveller:
@Rhylthar: Danke. Aber so wie ich es sehe, sind das n"nur" zwei Orden, die sich auf verschiedene Aspekte konzentrieren ohne dabei wirklich in Opposition zueinander zu geraten. Da ist eine Kooexistenz, sicherlich mit gelegentlichen Spannungen, kein Problem.
@Thandbar: Das Leben, auch des RPG-Char ist voll von Reglementierungen. Allein die Gesetze eines Landes z.B. und ich bin kein Freund von denen, die solche nicht anerkennen.
Organisationen gehen nunmal mit Regeln einher. Wer Teil einer Organisation sein will, muss die Regeln auch akzeptieren. Und eine RG Kirche hat naturgemäß viele Regeln... das GEHÖRT imo DAZU. Das was du hier als Spielerfreiheit deklarierst, stellt für mich eine eklatante Verletzung des Settinggefüges und letztlich des daranhängenden Spielspaßes dar.
Und wie kommst du darauf, der Orden wäre "nachsichtig mit dem Bösen"? Weil er nett zu seinen Mitmenschen (-Zwergen / -Elfen etc.) sein soll? Was man nicht vergessen sollte, ist, dass der Codex durchaus Spielräume aufbietet. Vom heiteren netten Pali, der erst im Angesicht des Bösen schweren Herzens sein Schwert zieht, um eine verlorene Seele ins Jenseits zu befördern, bis zum Hardliner, der nur mürrisch nett zu seinen Mitmenschen ist und am liebsten mit heiligem Zorn das Böse vernichtet. Bei 2x7 Einträgen kann man ja durchaus Präferenzen haben...
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