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Glaube verpflichtet...?

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Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Schwerttänzer am 16.05.2013 | 14:50 ---ich denke hier schlägt der Kulturunterschied voll zu.
Angelsächsisch Amerikanisch Legitim zu deutsch legal.

--- Ende Zitat ---
Da kann ich dir grade nicht folgen.


--- Zitat von: Rhylthar am 16.05.2013 | 14:57 ---Zwischenfrage:
Seit wann hat Corellon Paladine?
4E?

Ansonsten ist Sune die einzige Ausnahme...und auch ihre Paladine sind RG.

--- Ende Zitat ---

Ich hab die FR nur zu AD&D-Zeiten bespielt, kann also dazu nichts sagen. Aber in der 3.x (glaube ich) gab es doch diese Welle mit "Paladin of Tyranny/Freedom/Slaugther".... oder wie war das?

D. M_Athair:

--- Zitat von: kalgani am 16.05.2013 | 12:32 ---deine beschreibung ist für mich true neutral, ich mach das was mir ziemlich gut passt.
rechtschaffen hält sich an die geschwindigkeitsbegrenzung, auch wenn der verkehrsfluss was anderes versucht.
denn das überschreiten dieses gesetzes ist nicht mehr rechtschaffen.

--- Ende Zitat ---
Keine Verkehrsteilnehmer gefährden §1 Abs.2 StVO.

Und im Baustellenbereich IST Fahren, das nicht an den Verkehrsfluss angepasst ist eine Gefährdung.
[Das hätte ich in dem Beispiel dazuschreiben müssen. Eben jenes hatte ich nämlich im Kopf.]

kalgani:
was dann schon wieder eine Ausnahme innerhalb einer Ausnahmesituation darstellt.

für die behauptung das man in einer baustelle theoretisch 120 fahren dürfte weil das alle anderen auch machen und dafür nciht bestraft zu werden würde ich gerne den passenden Richtspruch sehen. alles weitere was das betrifft aber bitte per PN.

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 16.05.2013 | 15:10 ---Ich hab die FR nur zu AD&D-Zeiten bespielt, kann also dazu nichts sagen. Aber in der 3.x (glaube ich) gab es doch diese Welle mit "Paladin of Tyranny/Freedom/Slaugther".... oder wie war das?

--- Ende Zitat ---
Ja, die gab es, aber das waren Alternativregeln aus dem Unearthed Arcana. In anderen Regelwerken sind die nie aufgetaucht.

Falke359:

--- Zitat von: Feuersänger am 16.05.2013 | 01:58 ---Naja, da find ich es wieder gefährlich, von realweltlicher Religion auf fantasyweltliche Gottheiten zu analogisieren. Der Witz an Fantasygöttern ist ja gerade, dass es sie in der Spielrealität tatsächlich und nachweislich _gibt_, und sie wenigstens mittelbar (eben durch ihren Klerus) in die Welt eingreifen. Da kann sich nicht einfach irgendwer hinstellen und Gottes WortTM verkünden, denn wenn dieses Wort dem tatsächlichen Willen der Gottheit zuwiderläuft, wird diese das i.d.R. nicht allzu lang auf sich sitzen lassen.

Leute in Fantasywelten _glauben_ nicht an die Gottheiten, ebensowenig wie wir hier an Kühe oder das Finanzamt "glauben". Die Gottheiten haben also keine Gläubigen, sondern Anhänger. Ich nehme mal an, man sucht sich halt im Allgemeinen den Gott aus, der einem besonders zusagt.

--- Ende Zitat ---

Ich will auch nicht analogisieren und spreche den Fantasy-Göttern ja keineswegs ihre Existenz ab. Natürlich sind die göttlich verliehenen Kräfte Realität, auch wenn es selbst in Fantasy-Settings Atheisten geben mag. Insbesondere weil "glauben", hier wie dort, ja mehr ist als nur die Anerkennung der Existenz, sondern ein vertrauensvolles, hingebungsvolles Verhältnis zur Gottheit.

Trotzdem würde ich nicht in jedem Fall die Regeln einer Kirche mit dem Willen der Gottheit gleichsetzen, natürlich kann es da Abweichungen geben, gerade das generiert ja spannende plots.

Für mich stellt sich die hier diskutierte Problematik so dar:
- Ein (in meinen Augen) relativ strikter SL stellt einen strengen Verhaltenskodex für die Anhänger eines Glaubens auf.
- Ein Spieler kommt damit nicht klar, weil er sich nicht derart eng gängeln lassen will, aber keineswegs die Absicht hat, gegen das Portfolio oder die Überzeugungen der Gottheit zu handeln, der er dient.

Wenn wir z.B. die "Favoured Soul" nehmen, sehen wir aber doch, dass es in D&D durchaus nicht unüblich ist, dass jemand, der wundersame Fähigkeiten (klerikale Zauber) von einer Gottheit verliehen bekommen hat, dennoch außerhalt kirchlicher Hierarchien steht und jenseits klerikalen Gehorsams agiert. Ähnliches kann ich mir für einen Inquisitor vorstellen, dem die Kirche ein größeres Maß an Freiheit zugesteht als anderen Klerikern, auch und vor allem, weil dessen Aufgabengebiet ein anderes ist und er vielleicht auch Dinge tut, die im Dienste der Gottheit getan werden müssen, die aber andere nicht machen wollen.

Worauf ich im Endeffekt hinaus will ist folgendes: Ich als SL würde dem Spieler nicht von vorneherein mit meinen speziellen Vorstellungen eines Verhaltenskodexes einengen, sondern ihm gewisse Freiheiten einräumen, vor allem, wenn er sich eingeengt fühlt. Ich würde ihm also erst einmal einen Vertrauensvorschuss entgegenbringen, statt ihn von vorneherein zu begrenzen.
Weicht er dann dauerhaft zu sehr vom göttlichen Willen ab oder nutzt er diese Freiheit unangemessen aus, kann ich als SL immer noch reagieren.

 

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