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Schusswaffenreichweite kompliziert?

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YY:

--- Zitat von: Wulfhelm am 25.05.2013 | 20:57 ---P.S.: "Kurzwaffe" meinte ich auch im technischen, d.h. gesetzlichen Sinne, der meiner Erinnerung nach die meisten Maschinenpistolen einschließt. Oder einschließen würde, wenn's nicht verbotene Kriegswaffen wären.

--- Ende Zitat ---

(Auch für die sonstigen Leser)

Kriegswaffe oder nicht hat mit der Einteilung in Kurz- oder Langwaffe nichts zu tun.

Eine Langwaffe ist hierzulande definiert durch
- Lauf und Verschluss in geschlossener Stellung insgesamt länger als 30 cm
UND
- kürzeste bestimmungsgemäß verwendbare Gesamtlänge mehr als 60 cm.

Alles andere sind Kurzwaffen.

Z.B. die MP2 wäre also definitionsgemäß eine Kurzwaffe, ebenso wie viele Varianten der MP5.
Wenn die aber mit ausgeklappter/-gezogener Schulterstütze verwendet werden, führen sie sich wie ein Sturmgewehr und haben keinen Beweglichkeitsvorteil.

Ich muss mir hier also vorwerfen lassen, unsauber formuliert zu haben - weiter oben meinte ich mit Kurzwaffen Selbstladepistolen  o:)


--- Zitat von: Eulenspiegel am 25.05.2013 | 23:00 ---Mit 'nem G3 kannst du unmöglich auf eine Person zielen, die 1 Meter vor dir steht und Abwehrbewegungen macht. Mit einem Bayonett kannst du noch angreifen, aber das ist dann ein Nahkampf und kein Fernkampf. Aber sobald du eine Gewehr in Schusshaltung trägst, haut dir das dein Gegenüber einfach zur Seite.

--- Ende Zitat ---

Schusshaltung und Bajonetthaltung müssen nicht großartig auseinander liegen, s.u..

Der Übergang Nahkampf/Fernkampf ist dann ziemlich fließend, und mit der Behauptung von zwingend erfolgenden und erfolgreichen Aktionen wäre ich in dem Bereich vorsichtig.
Versuch macht kluch  ;)


--- Zitat von: Eulenspiegel am 25.05.2013 | 23:00 ---Und nein, dazu benötigt man nichtmal einen Paradewurf. Zu verhindern, dass der Gewehrlauf in die eigene Richtung zeigt, schafft jeder im kampffähigen Zustand.

--- Ende Zitat ---

Und den Lauf wieder auszurichten schafft jeder, der einen Schritt machen oder die Handgelenke rollen kann  :P


--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 01:00 ---Linke Hand an den Lauf, rechte Hand an den Kolben.

--- Ende Zitat ---

Und da fehlt dann wie viel zum Abzug?

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Für einen erfolgreichen Bajonettstoß zeigt der Lauf zwingend auf den Gegner, und dann fehlt auch nicht mehr viel zum Schuss.

Und bei Waffen mit Pistolengriff wird sehr wohl auch die Variante ausgebildet, die Schusshand an selbigem zu lassen.
Siehe hier oder auch etwas früher mit dem SLR.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: YY am 26.05.2013 | 02:12 ---Und den Lauf wieder auszurichten schafft jeder, der einen Schritt machen oder die Handgelenke rollen kann  :P
--- Ende Zitat ---
Schritt:
Wenn man selber einen Schritt nach hinten macht und der Gegner stehenbleibt (warum auch immer), dann ist man bei 1,5 Meter und damit in Point Blank Reichweite.

Ich hatte gesagt, dass man in Nahkampfreichweite nicht schießen kann. Ich hatte nie gesagt, dass man für ewig in Nahkampfreichweite gefangen ist. Das, was du mit dem Schritt beschreibst, ist eine beliebte Technik bei D&D4: Dort kann man auch keinen Fernkampf auf Gegner anwenden, die auf angrenzenden Feldern stehen. Also shiftet man ein Feld nach hinten und schießt dann.
Oder um es mit meinen Worten zu sagen: Man benutzt seine Bewegungsaktion um aus der Reichweite "Nahkampf" in die Reichweite "Point Blank" zu wechseln. Dann benutzt man seine Standardaktion zum schießen.

Das wäre zumindest theoretisch möglich: Wenn der Gegner aus irgendwelchen Gründen stehenbleibt und dir nicht folgt.

Handgelenk drehen:
Wenn du die Waffe am Kolben anfässt, kannst du dein Handgelenk problemlos drehen. Wenn du die Waffe jedoch so festhälst, dass dein Finger am Abzug ist, sieht das mit der Drehung schon schwieriger aus.
Ansonsten sind Handdrehungen, um einer Parade zu entgehen, sehr effektiv, wenn man Waffen einhändig führt. Dafür ist ein Gewehr in der Regel aber doch zu schwer. - Vor allem, wenn du es so festhälst, dass der Finger am Abzug ist.
Wenn du zwei Hände benutzt, ist das Problem, dass du nur mit einem Handgelenk drehen kannst. Die andere Hand muss sich bewegen, anstatt nur zu drehen, was deutlich langsamer ist.

BTW: Es gibt schon einen Grund, warum zweihändige Nahkampfwaffen (Zweihänder, Hellebarden, Speere, Piken etc.) versuchen, den Gegner auf Abstand zu halten, während man mit Einhandwaffen versucht, die Zweihandwaffen zu unterlaufen.

Gewehre haben nun den Nachteil, dass sie im Nahkampf die Technik einer Zweihandwaffe erfordern, aber nur die Länge einer Einhandwaffe haben.
Und wenn man mit dem Finger am Abzug bleiben will, sind sie nochmal schwerer zu handhaben.


--- Zitat ---Und da fehlt dann wie viel zum Abzug?
--- Ende Zitat ---
Lass es ein paar Zentimeter sein. Genug, um nicht abdrücken zu können.

Zu deinem Bildern: Das ist der Ansturm. Da haben sie noch eine Kugel im Lauf, die sie bei Point Blank abfeuern, kurz bevor sie umgreifen und in den Nahkampf gehen.


--- Zitat ---Für einen erfolgreichen Bajonettstoß zeigt der Lauf zwingend auf den Gegner, und dann fehlt auch nicht mehr viel zum Schuss.
--- Ende Zitat ---
Naja, es fehlt halt der Finger am Abzug. Der ist für einen erfolgreichen Schuss mindestens genau so wichtig wie die richtige Richtung des Laufes.


--- Zitat ---Und bei Waffen mit Pistolengriff wird sehr wohl auch die Variante ausgebildet, die Schusshand an selbigem zu lassen.
--- Ende Zitat ---
Du nennst es Variante, ich nenne es Sonderfertigkeit.
Aber das ändert nichts daran, dass es eine spezielle Ausbildung erfordert und nicht das ist, was man von sich aus kann.

Wobei mir hier noch die persönliche Anmerkung erlaubt sei, dass die Soldaten gegen unbewegte Ziele kämpfen und ihr blaues Wunder erleben werden, falls das Ziel Abwehrbewegungen macht.

Arkam:
Hallo CokeBacon,

ich denke bevor man sich Gedanken zur Waffenreichweite macht sollte man ein paar andere Punkte geklärt haben.

Wie sieht es mit dem verursachten Schaden aus?
Gibt es große Unterschiede zwischen Nahkampfwaffen und Fernkampfwaffen oder ist die Reichweite der einzige Vorteil der Fernkampfwaffen?

Wie tödlich ist das System?
Wenn schon ein Treffer einen Gegner ausschaltet kann ich mir bei Feuerstößen und Salven eher Regeln dafür sparen wie viele Schüsse treffen.

Wie gut kann man bei der Bedienung von Schusswaffen werden?
Interessieren gute Schützen die Boni oder Mali überhaupt oder müssen sie erst bei besonders schlechten Würfen überhaupt rechnen?

Bleibt dein Cyberpunk städtisch oder soll es auch Mal in die freie Natur gehen?
In städtischer Umgebung dürften ganz andere Reichweiten interessant werden als auf der afrikanischen Steppe.

Was macht die Justiz?
Wie wahrscheinlich ist es das die Charaktere mit Sturmgewehren, Gattling Gewehren und extrem Scharfschützen Gewehren herumlaufen? Je nach Planung kann man sich eben so manchen Extrembereich sparen.

Welche Szenarien soll das System abdecken?
Wird es eher das ungezielte Feuergefecht einzelner kleiner Personengruppen oder soll auch das kombinierte Gefechtsfeld einer modernen Armee eine Rolle spielen?

Wo stehen die Charaktere?
Spielt man also eher Gangmitglieder oder hochspezialisierte Einzelkämpfer für Spezialoperationen?

Wie soll das restliche System aussehen?
Eher simulatorisch, also eine eher kleinschrittige Abbildung der Realität oder ist es eher grob und man versucht eher einen Zustand im Spiel zu erreichen?

Ich denke mir erst mit der Antwort auf diese Fragen kann man einschätzenmit welchen Reichweiten und mit welchen Extremfällen der Waffentechnik man zu tun bekommt.

Gruß Jochen

Fat Duck:

--- Zitat von: Schwerttänzer am 25.05.2013 | 22:34 ---nicht sehr glaubwürdig, widerspricht massiv dem Standard des aufgesetzten Schusses  bzw dem auf Kernschussweite, gefelogt von sofortigem Gehen/Nachstossen in den Nahkampf , wie es z.b. für Marlboroughs Rotröcke typisch gewesen sein soll, odem Entermeleekämpfen, der linkshändig von Kürassieren gern genutzten Pistole um sich gegen Nahkampfangriffe von links hinten  zu verteidigen(ich bezweifel die Praktikibilität etwas spez betreffs der dazu notwendigen Reitfertigkeiten, denen des Pferdes und der Aufmerksamkeit nach hinten)d.h. 1m vorm Ende des Laufes sind MPS etc nicht einsetzbar?
Sorry, theoretisch kann ich jemand der 1m von mir entfernt mit dem G3 mit Feuerstoss bekämpfen, oder mit Bajonett..[/list]

--- Ende Zitat ---

Kannst du mal für Laien erklären, warum man so nen Schuss nicht parieren kann? Ich stells mir irgendwie schon schwerer vor, auf jemanden zu schießen, der sich wehren kann.

Lichtschwerttänzer:
Es ist nicht sehr glaubwürdig, das der Einsatz der Kugel im Nahkampf nicht sinnvoll ist, weil sie zu leicht pariert werden kann.
Der Zeitaufwand zum Schiessen dürfte fast immer geringer sein, als zum Zustossen.
Andereseits gilt das Messer auf ca 7 m der Pistole als überlegen.

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