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Schusswaffenreichweite kompliziert?
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: YY am 26.05.2013 | 16:11 ---
Polizeiliche Scharfschützen wären wohl ein Beispiel..
--- Ende Zitat ---
Präzisionsschützen! Soviel Zeit...
--- Zitat ---Polizei, Sicherheitsdienste, bewaffnete Zivilisten - die haben in der Regel nur die "Kurze".
--- Ende Zitat ---
ich dachte jetzt so bei Leuten wo der kämpfende Teil Gewehre aufwärts benutzt,
--- Zitat ---Wird eigentlich nur für den Fall ausgebildet, dass man mitten im Grappling ist und einen unmittelbar beteiligten Kameraden nicht treffen will.
--- Ende Zitat ---
sowas meinte ich , Close and Personal
.
--- Zitat ---Und sicher ist es allemal, wenn es ordentlich gemacht wird
--- Ende Zitat ---
ich halte es vom Armchair trotzdem für weniger sicher und präziae, als in Vorhalte etc
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 16:03 ---nicht gerade ne sehr sichere oder präzises Schiessen ermöglichende Waffenhaltung
--- Ende Zitat ---
Im Nahkampf musst du nicht präzise schießen. Im Nahkampf musst du verhindern, dass der Gegner dich pariert.
Deswegen gibt es bei der Pistole auch zwei unterschiedliche Haltungen:
1) Beide Hände an der Pistole. Hände nach vorne ausgestreckt: Präzise, aber leicht zu parieren. Wir daher im Fernkampf angewendet. (Präzision ist wichtiger als Paradeerschwernis.)
2) Haupthand mit der Pistole nah am Körper. Zweithand nach vorne gestreckt, um den Gegner auf Abstand zu halten: Sehr unpräzise, dafür schwer zu parieren. Wir daher im Nahkampf verwendet. (Paradeerschwernis ist wichtiger als Präzision.)
--- Zitat ---was dauert daran solange?
--- Ende Zitat ---
Aufgrund der schlechten Hebelwirkung hast du eine schlechtere Kraftübertragung aus der Hand in die Waffe. Die Waffendrehung findet daher langsamer statt.
--- Zitat ---die ich jetzt dumm gefragt wozu brauche?
--- Ende Zitat ---
1) Um die Waffe schnell zu drehen.
2) Um zu verhindern, dass der Gegner die Waffe problemlos ablenkt.
--- Zitat ---btw was meinst du mit Nahkampf?
--- Ende Zitat ---
Wie in meinem ersten Post bereits geschrieben:
Alles bis zu 1 Meter Reichweite, wo der Gegner im kampffähigen Zustand ist, gilt als Nahkampf.
--- Zitat von: YY am 26.05.2013 | 16:11 ---Wenn das Gewehr auch nur ansatzweise in irgendeiner Bereitschaftshaltung ist, geht das ziemlich flott und deutlich schneller als die meisten Nahkampfangriffe.
--- Ende Zitat ---
Nein. Nahkampfwaffen wurden darauf ausgelegt, schnell im Gegner zu sein. Ihr Schwerpunkt wurde extra so austariert, dass man damit schnell die Richtungen ändern kann. (Zumindest für Schwerter, Rapiere, Degen, Messer, Speere, Hellebarden etc.)
Fernkampfwaffen wurden dagegen für den Fernkampf austariert. Es gibt schon einen Grund, warum Schwerter wie Schwerter aussehen und nicht wie Gewehre.
Aber du kannst ja gerne mal mit einem Bajonett gegen einen Schwertkämpfer fechten. Ich wette, er macht dich locker fertig. (Selbst, wenn ihr Hiebe verbietet und der Schwertkämpfer sich auch nur auf Stiche beschränken darf.)
--- Zitat ---Und warum ein normales Gewehr schlecht ausgewogen ist, musst du mir jetzt mal erklären.
--- Ende Zitat ---
Ein Gewehr wurde dazu konzipiert, auf Entfernung gut zu treffen. Das heißt, man musste sich hier keine Mühe machen, das Ende möglichst leicht hinzubekommen. Außerdem ist ein Gegenwicht für den Fernkampf vollkommen unnötig. Daher hat man bei Gewehren auf Gegengewichte verzichtet. - Sobald du aber in den Nahkampf gehst, wirst du das Gegengewicht schmerzlich vermissen.
Wulfhelm:
OT: (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat von: YY am 26.05.2013 | 02:12 ---Kriegswaffe oder nicht hat mit der Einteilung in Kurz- oder Langwaffe nichts zu tun.
--- Ende Zitat ---
Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass es sich um eine Einteilung des WaffG handelt, und dass Maschinenpistolen zwar technisch unter diese Definition fallen, aber ohnehin verboten sind. We now return to your regularly scheduled off-topic gun geekery...
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 16:25 ---Im Nahkampf musst du nicht präzise schießen.
--- Ende Zitat ---
10 Schuss 1 Treffer
--- Zitat ---Aufgrund der schlechten Hebelwirkung hast du eine schlechtere Kraftübertragung aus der Hand in die Waffe. Die Waffendrehung findet daher langsamer statt.
--- Ende Zitat ---
was muss ich gross drehen?
--- Zitat ---Aber du kannst ja gerne mal mit einem Bajonett gegen einen Schwertkämpfer fechten.
--- Ende Zitat ---
da ich mit dem nicht umgehen kann, ein gleichwertiger Speer/Bajonettkämpfer ist durch Reichweiten und Schnelligkeits vorteil dem Schwertkämpfer erheblich im Vorteil, siehe Culloden
--- Zitat ---(Selbst, wenn ihr Hiebe verbietet und der Schwertkämpfer sich auch nur auf Stiche beschränken darf.)
--- Ende Zitat ---
aber bitte, wenn dann umgekehrt
--- Zitat --- Sobald du aber in den Nahkampf gehst, wirst du das Gegengewicht schmerzlich vermissen.
--- Ende Zitat ---
weshalb die Immortals bei den Thermopylen gewonnen haben, deren Speer ist der einzige mir bekannte mit Gegengewicht.
Pike Gegengewicht?
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 16:37 ---10 Schuss 1 Treffer
--- Ende Zitat ---
Ja, weil 8 Schuss pariert wurden.
Deswegen ist Paradeerschwernis auch so viel wichtiger als Präzision.
Wie YY schon schrieb: Diese Technik wird eingesetzt. Und die Leute haben sich schon etwas dabei gedacht.
--- Zitat ---was muss ich gross drehen?
--- Ende Zitat ---
Den Lauf des Gewehres.
--- Zitat ---da ich mit dem nicht umgehen kann, ein gleichwertiger Speer/Bajonettkämpfer ist durch Reichweiten und Schnelligkeits vorteil dem Schwertkämpfer erheblich im Vorteil, siehe Culloden
--- Ende Zitat ---
Und wieso wurden Schwerter dann nicht in Bajonettform gegossen?
Sicherlich, man kannte damals kein Schießpulver. Aber wenn diese Form auch im Nahkampf überlegen war, wieso hat man die Waffen damals in Schwertform und nicht in Gewehrform gegossen?
Wie ich schon schrieb: Es wird einen Grund geben, warum Schwerter wie Schwerter aussehen. Und es wird auch einen Grund geben, warum Ritter mit Schwertern und nicht mit Speeren bewaffnet waren.
In der Schlacht bei Culloden haben Jakobiten mit 5000 Infanteristen gegen England mit 8000 Infanteristen und 900 Kavaleristen gekämpft. Von den 5000 Jakobiten haben sich viele geweigert, am Kampf teilzunehmen. (Wieviel genau, ist unbekannt.) Außerdem waren die Jakobiten durch Krankheit und Hunger demoralisiert. Außerdem verfügten die Jakobiten über eine schlechte Artillerie.
Auf alle Fälle standen die Jakobiten einem Heer gegenüber, das über fast doppelt so viele Mann verfügte. Den Sieg der Engländer würde ich nicht an der besseren Nahkampfbewaffnung festmachen sondern an ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit sowie dem Umstand, dass die englischen Infanteristen alle noch ausgeruht waren und nicht erschöpft vom vorherigen Gewaltmarsch.
--- Zitat ---Pike Gegengewicht?
--- Ende Zitat ---
Eine Pike hat kein Gegengewicht. Ihr Vorteil ist die extrem lange Reichweite. Und wirklich effektiv ist die Pike auch nur gegen Kavallerie oder in einer Phalanx.
Im Einzelkampf hat der Pikenier genau so wenig Chancen wie der Bajonett-Träger.
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