Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
Schusswaffenreichweite kompliziert?
YY:
--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 16:20 ---Präzisionsschützen! Soviel Zeit...
--- Ende Zitat ---
Ja, ja, mea culpa :D
--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 16:20 ---ich dachte jetzt so bei Leuten wo der kämpfende Teil Gewehre aufwärts benutzt,
--- Ende Zitat ---
Zirkelschlusskönig ~;D
SCNR o:)
--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 16:20 ---.ich halte es vom Armchair trotzdem für weniger sicher und präziae, als in Vorhalte etc
--- Ende Zitat ---
Das ist für den Fall gedacht, wo für Vorhalte schon kein Platz mehr ist bzw. die Waffe schon zu leicht gegriffen werden kann.
Sicher und ausreichend präzise ist das dann, wenn man über die gesamte Körpermechanik zielt und nicht mit der Waffe rumfuhrwerkt.
Vgl. hier - und schau mal, wie nah die Treffer beieinander liegen.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 16:25 ---Im Nahkampf musst du nicht präzise schießen. Im Nahkampf musst du verhindern, dass der Gegner dich pariert.
--- Ende Zitat ---
Nein, ich muss beides tun.
Im Nahkampf ist die Situation fließend und die Zeitfenster klein - kann ich mir da erlauben, Zeit und Gelegenheit(en) mit unsauber abgegebenen Schüssen zu verschenken?
Das Ganze soll ja auch Wirkung zeigen, da muss ich schon was treffen.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 16:25 ---Nein. Nahkampfwaffen wurden darauf ausgelegt, schnell im Gegner zu sein. Ihr Schwerpunkt wurde extra so austariert, dass man damit schnell die Richtungen ändern kann. (Zumindest für Schwerter, Rapiere, Degen, Messer, Speere, Hellebarden etc.)
--- Ende Zitat ---
Du sprachst von allen Nahkampfangriffen, wo dann auch deutlich schlechter manövrierbare Waffen drunter fallen würden.
Viel wichtiger ist aber, dass ein Nahkampfangriff immer zum Gegner hin und mit einer wirksamen Körpermechanik stattfinden muss, während das Ausrichten des Gewehres relativ frei erfolgen kann.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 16:25 ---Aber du kannst ja gerne mal mit einem Bajonett gegen einen Schwertkämpfer fechten. Ich wette, er macht dich locker fertig. (Selbst, wenn ihr Hiebe verbietet und der Schwertkämpfer sich auch nur auf Stiche beschränken darf.)
--- Ende Zitat ---
Es geht nicht um den Bajonettangriff, sondern um den Schuss im Nahbereich.
Wenn ich schießen darf, lasse ich gegen den Schwertkämpfer das Bajonett auch gern weg...
--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 16:25 ---Ein Gewehr wurde dazu konzipiert, auf Entfernung gut zu treffen.
--- Ende Zitat ---
Ein Gewehr halte ich mit einer Hand vor oder am Schwerpunkt und mit einer Hand dahinter.
Damit sind normale Gewehre immer sehr gut zu manövrieren.
Auf Entfernung gut treffen heißt auch, schnell und sicher ausrichten zu können - das geht mit einer unausgewogenen Langwaffe nicht.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 16:57 ---Ja, weil 8 Schuss pariert wurden..
--- Ende Zitat ---
Nein, weil sie vorbeischossen, beide.
--- Zitat ---Den Lauf des Gewehres.
--- Ende Zitat ---
ein bisserl genauer bitte
--- Zitat ---n der Schlacht bei Culloden haben Jakobiten mit 5000 Infanteristen
--- Ende Zitat ---
und dennoch haben Cumberlands Soldaten mit ihren Bajonetten, die Schild und Schwert führenden Highlander erledigt.
--- Zitat ---Und wieso wurden Schwerter dann nicht in Bajonettform gegossen?
--- Ende Zitat ---
warum waren Schwerter seltenst Primärwaffen?
--- Zitat --- und nicht in Gewehrform gegossen?
--- Ende Zitat ---
es gibt Keulen in Gewehrform
--- Zitat --- warum Ritter mit Schwertern und nicht mit Speeren bewaffnet waren.
--- Ende Zitat ---
ähem nur zur Info sie waren mit Speeren bewaffnet, mit Lanzen, Streitkolben,, Streitäxten, Stangenbeilen....
--- Zitat von: YY am 26.05.2013 | 17:00 ---
Zirkelschlusskönig ~;D
--- Ende Zitat ---
eher blinder ~;D
--- Zitat ---Das ist für den Fall gedacht, wo für Vorhalte schon kein Platz mehr ist bzw. die Waffe schon zu leicht gegriffen werden kann.
--- Ende Zitat ---
okay, wieder was gelernt
Ich hatte bisher eher den Eindruck das wäre last ressort
Eulenspiegel:
--- Zitat von: YY am 26.05.2013 | 17:00 ---Nein, ich muss beides tun.
--- Ende Zitat ---
Korrekt wäre:
Ich will beides tun.
Ich kann aber nur eines tun.
Da ich also nicht alle Übel beseitigen kann, muss ich mich darauf beschränken, das größere Übel zu beseitigen und das kleinere Übel in Kauf zu nehmen. (Optimal wäre natürlich eine Technik, die alle Übel beseitigt. Diese gibt es aber nicht. Es gibt eine Technik, die das große Übel beseitigt, und es gibt eine Technik, die das kleine Übel beseitigt. Es gibt aber keine Technik, die beide Übel beseitigt.)
--- Zitat ---Im Nahkampf ist die Situation fließend und die Zeitfenster klein - kann ich mir da erlauben, Zeit und Gelegenheit(en) mit unsauber abgegebenen Schüssen zu verschenken?
--- Ende Zitat ---
Die Frage ist auch hier: Was kann ich mir eher erlauben:
- Zeit und Gelegenheit verschenken, indem ich einen Schuss abgebe, der eventuell daneben geht.
- Zeit und Gelegenheit verschenken, indem ich die ganze Zeit versuche, die Waffe in Position zu bringen, während der Gegner sie pariert.
- Zeit und Gelegenheit mit exakten Zielen verschenken.
Die Frage ist nicht, ob du Zeit und Gelegenheit verschenkst. Die Frage ist, womit du deine Zeit und Gelegenheit verschenkst. Auch hier wieder: Alle Übel zu beseitigen, ist utopisch. Auch hier ist es nur möglich, die größten Übel zu beseitigen.
--- Zitat ---Viel wichtiger ist aber, dass ein Nahkampfangriff immer zum Gegner hin und mit einer wirksamen Körpermechanik stattfinden muss, während das Ausrichten des Gewehres relativ frei erfolgen kann.
--- Ende Zitat ---
Das Ausrichtend es Gewehrs ist prinzipiell die gleiche Mechanik, die "zum Gegner hin" bei einem Schwert oder Rapier beschreibt.
--- Zitat ---Es geht nicht um den Bajonettangriff, sondern um den Schuss im Nahbereich.
Wenn ich schießen darf, lasse ich gegen den Schwertkämpfer das Bajonett auch gern weg...
--- Ende Zitat ---
Ob Bajonettangriff oder Schuss, ist prinzipiell egal: In beiden Fällen musst du den Lauf auf den Gegner ausrichten. Und das wird dir nicht gelingen. (Bzw. beim Bajonettangriff wird dir das sogar leichter gelingen, da du hier die Waffe umgreifen kannst.)
--- Zitat ---Ein Gewehr halte ich mit einer Hand vor oder am Schwerpunkt und mit einer Hand dahinter.
Damit sind normale Gewehre immer sehr gut zu manövrieren.
--- Ende Zitat ---
Beim Fernkampf reicht es aus, wenn der Schwerpunkt irgendwo zwischen vorderer und hinterer Hand ist.
Beim Nahkampf ist die Manövrierbarkeit um so leichter, je weiter der Schwerpunkt an der hinteren Hand ist.
--- Zitat ---Auf Entfernung gut treffen heißt auch, schnell und sicher ausrichten zu können - das geht mit einer unausgewogenen Langwaffe nicht.
--- Ende Zitat ---
"Schnell" im Fernkampf hat eine ganz andere Bedeutung als "schnell" im Nahkampf.
1 Sekunde ist im Fernkampf schnell, aber im Nahkampf langsam.
Lichtschwerttänzer:
und wiso hat dann die Wehrmacht(nach WWl Erfahrungen) den Nahkampf mittels Schuss ausgebildet?
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 17:16 ---Nein, weil sie vorbeischossen, beide.
--- Ende Zitat ---
Die Frage ist, warum sie vorbeischießen: Wenn sie vorbeischießen, weil sie schlecht gezielt hätten, müsste man die Präzision erhöhen.
Wenn sie vorbeischießen, weil pariert wurde, muss man die Paradeerschwernis erhöhen.
--- Zitat ---ein bisserl genauer bitte
--- Ende Zitat ---
OK, du musst den Lauf des Gewehres so drehen, dass das Ende mit dem Loch in Richtung des Gegners zeigt und das Ende, wo der Abzug dran ist, darf in irgendeine beliebige Richtung zeigen, solange du noch mit dem Finger dran kommst.
Ist das präzise genug?
--- Zitat ---und dennoch haben Cumberlands Soldaten mit ihren Bajonetten, die Schild und Schwert führenden Highlander erledigt.
--- Ende Zitat ---
Ja. Und inwiefern widerspricht das jetzt meiner Aussage, dass Bajonette schlechter als Schwerter sind?
Zahlenmäßige Überlegenheit, hohe Gesundheit und gutes Training kann eine schlechte Bewaffnung wettmachen. Das ist jetzt nun kein Geheimnis.
--- Zitat ---es gibt Keulen in Gewehrform
--- Ende Zitat ---
Dazu hätte ich gerne ein Bild.
--- Zitat ---ähem nur zur Info sie waren mit Speeren bewaffnet, mit Lanzen, Streitkolben,, Streitäxten, Stangenbeilen....
--- Ende Zitat ---
Und mit Keulen in Gewehrform?
--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 17:27 ---und wiso hat dann die Wehrmacht(nach WWl Erfahrungen) den Nahkampf mittels Schuss ausgebildet?
--- Ende Zitat ---
1) Weil man so das Material für das Bajonett spart.
2) Weil es im Fernkampf die Präzision senkt, wenn das Bajonett bereits drauf ist. Und beim Ansturm kostet es wertvolle Zeit, wenn man erst das Bajonett herauskramen muss, um es aufzupflanzen. In der Zeit hätte man auch noch locker 2 Schüsse in Kernschussweite abgeben können.
3) Die Erfahrungen in WW1 haben gezeigt, dass Nahkämpfe extrem selten geworden sind und es war zu vermuten (und hat sich auch bestätigt), dass die Nahkämpfe in WW 2 noch seltener wurden.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln