Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Ein Anfänger fragt: Worauf muss ich achten?
sir_ollibolli:
Wenn du im 2. Band neben der Handlung, der Reise selbst (die ja im Abenteuer beschrieben ist), die Handlungen der anderen Fraktionen (und deren Auswirkungen auf die Reise) stärker hervorhebst, wird das Abenteuer schnell aus seinem Schienencharakter (Railroad) gerissen.
Aber das sind Dinge, die ein Autor nicht richtig vorhersehen kann. Und daher stehen sie in dem Abenteuer nicht drin.
Mache dir auch Überlegungen, wie du die Erkundung der Stadt im 3. Teil etwas losgelöst vom geschriebenen Abenteuer darstellen kannst. Dieser Teil musste unter schwerstem Zeitdruck fertig gestellt werden (das Vorwort deutet es vielleicht an, und auch die Tatsache, dass mehr als ein Autor für das Abenteuer genannt wurde). Lass die verschiedenen Herrscher der Stadtteile gegeneinander oder miteinander arbeiten. Spiele sie gegeneinder aus oder versuche die Spieler auch per Diplomatie vorankommen zu lassen.
Luxferre:
--- Zitat von: sir_ollibolli am 30.05.2013 | 23:14 ---Wenn du im 2. Band neben der Handlung, der Reise selbst (die ja im Abenteuer beschrieben ist), die Handlungen der anderen Fraktionen (und deren Auswirkungen auf die Reise) stärker hervorhebst, wird das Abenteuer schnell aus seinem Schienencharakter (Railroad) gerissen.
--- Ende Zitat ---
Findest Du das Folgen eines logischen und vorher als sinnvoll befundenen Weges nach Tazion, bzw Saventh Yhi als Railroading?
Dass man halbwegs plausible Encounter auf diesen Weg packt liegt doch in der Natur der klassischen Rollenspielabenteuer.
--- Zitat ---Aber das sind Dinge, die ein Autor nicht richtig vorhersehen kann. Und daher stehen sie in dem Abenteuer nicht drin.
--- Ende Zitat ---
Es ist gar nicht so schwer, den Weg an seinen eigenen Stil anzupassen. Wenn einem eher Voodoo und Untote gefallen, bietet der Almanach zum Mwangibecken doch jede Menge Input.
An dieser Stelle möchte ich übrigens auf das Begleitmaterial hinweisen, welches wirklich gut ist ("Sargava, die verlorene Kolonie" und "Almanach zum Mwangibecken"). Umso besser sich ein SL mit dem Gebiet auskennt, desto leichter fällt es ihm, dort seinen eigenen Stempel aufzudrücken.
--- Zitat ---Mache dir auch Überlegungen, wie du die Erkundung der Stadt im 3. Teil etwas losgelöst vom geschriebenen Abenteuer darstellen kannst. Dieser Teil musste unter schwerstem Zeitdruck fertig gestellt werden (das Vorwort deutet es vielleicht an, und auch die Tatsache, dass mehr als ein Autor für das Abenteuer genannt wurde). Lass die verschiedenen Herrscher der Stadtteile gegeneinander oder miteinander arbeiten. Spiele sie gegeneinder aus oder versuche die Spieler auch per Diplomatie vorankommen zu lassen.
--- Ende Zitat ---
Stimmt. Die Stadt selbt würde ich auch etwas versandboxen und rigoros an meine Bedürfnisse anpassen.
Auch einen guten Tipp finde ich, dass man das Arcana Evolved Abenteuer Ruins of Intrigue in diese Kampagne anpassen/einfügen kann oder als Steinbruch missbraucht. Diese bietet eine weit besser ausgearbeitet Ruine mit einem besseren Netz an bestehenden Fraktionen. Schade, dass Paizo gerade den dritten Band (und für mich persönlich wichtigsten!) so verkackt (vorsicht, übertrieben!) hat.
Ludovico:
Erstmal danke für die ganzen Infos!
Was die Gruppe angeht, so habe ich mindestens einen Profi dazwischen und der erfahrenste greift mir bei den Regeln unter die Arme. Ich kenne die auch schon eine Weile und die Jungs setzen zwar auf Effizienz aber auch auf Stimmigkeit. Der einzige, bei dem das nicht so ist, spielt nicht mit, da wir übereingekommen sind, dass wir den nicht mehr dabei haben wollen.
Das erste Abenteuer liest sich ganz gut aber das zweite... Ich muss Ollibolli zumindest insofern zustimmen, als dass ich da die anderen Fraktionen noch stärker einbinden sollte, bzw. etwas umarbeiten. Es erscheint mir leider wie eine lieblose Aneinanderreihung von Encountern.
Eventuell könnte ich die Sache mit den Gnomenstamm in den Screaming Jungles etwas stärker ausarbeiten, dazu noch die Rebellen und vielleicht noch die anderen Fraktionen um eine konsequente Bedrohung zu schaffen und nicht ein Encounter nach dem anderen.
Luxferre:
Achtung: Spoiler!
--- Zitat von: Ludovico am 31.05.2013 | 08:24 ---Das erste Abenteuer liest sich ganz gut aber das zweite... Ich muss Ollibolli zumindest insofern zustimmen, als dass ich da die anderen Fraktionen noch stärker einbinden sollte, bzw. etwas umarbeiten. Es erscheint mir leider wie eine lieblose Aneinanderreihung von Encountern.
--- Ende Zitat ---
Ich musste mich übrigens darauf vorbereiten, dass die Charaktere mit keinem überlebenden NSC ihre Informationen geteilt haben und diese ausschließlich an den Regenten Sargavas weitergaben. Diese Geheimniskrämerei zwingt mich dazu, die komplette Kampagne umzuarbeiten. Denn sollte ich jetzt plötzlich alle Fraktionen auftauchen lassen (oder schon die SC erwarten lassen...), dann wäre das wirkliche Willkür, Deus Ex Machina und total frustend.
Expect the unexpected!
Gerade diese Kampagne bietet einige Stolpersteine (so sind meine Spieler zB erst zum Tempel auf der Insel gereist und danach erst zu den Kannibalen). Man sollte unbedingt darauf achten, dass die SC nicht mit zu wenigen Stufen auf den Rippen in den Tempel gehen! Was dann aber die Begegnung mit den Kannibalen erleichtert.
Auch haben sie sich mit Pezzock einen Feind gemacht und ihn nicht auf ihre Seite gezogen... Mal sehen, was sich daraus machen lässt >;D
Ludovico:
Ich hoffe persönlich, dass sie es schaffen, den Gnomenbarden zu vergrätzen. Aber ansonsten... ok! Das sind größtenteils Storysachen. Die sind für mich weniger ein Problem.
Aber gut zu wissen, dass sie schon einen anständigen Level für den Tempel haben sollten.
Stimmen denn die Levelvorgaben im Buch soweit?
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