Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E
Wie variabel lässt sich die 4E an Settings anpassen?
Wellentänzer:
--- Zitat von: 6 am 14.06.2013 | 09:23 ---Okay. Ich bin ungebildet. Könntest Du mir das nochmal in einfacheren Worten erklären? :-[
--- Ende Zitat ---
Powers und generell Werte sind bei der 4E sehr zentral. Wenn Du als SL den Spielern, beispielsweise in einem Duell, die Kontrolle über den Charakter, dessen Powers und Werte entziehst und das Geschehen auf eine abstraktere Ebene (wie etwa Skill Challenges) verlagerst, löst Du zwar ein Problem, erschaffst Dir aber zwei weitere. Erstens verlieren die Spieler ein gehöriges Maß an Situationskontrolle, weil sie ihre Charaktere nicht mehr wertorientiert führen können. Zweitens verliert das Geschehen an Transparenz. Das beraubt die 4E einer ihrer Stärken. Klar kann man das so machen und ich finde Deine Idee sehr kreativ. In jedem Fall ist das besser als nichts. Aber andere Systeme bieten für ähnliche Situationen halt sehr viel elegantere Möglichkeiten.
--- Zitat von: Bowman am 14.06.2013 | 09:25 ---Ja, und? Was passiert bei so einem Duell? Die albern ein bisschen mit ihren Zahnstochern rum. Treppe rauf, Treppe runter, Treppe rauf. Kerzenständer umwerfen. Sich an einer Stoffbahn durch den Saal schwingen. Zwei, drei Mooks ausschalten oder umgehen. Und weiter geht es. Am Ende stürzt der Bösewicht von der Burgmauer.
Gerade das kann 4e genau abbilden.
--- Ende Zitat ---
Formales Duell. Mann gegen Mann. Der Striker schneidet den Defender in Stücke.
Sven:
Ja, idealerweise sollte ein Duell zwischen zwei gleichwertigen Gegnern statt finden. Was hat das jetzt genau mit der 4e zu tun?
Wellentänzer:
--- Zitat von: Bowman am 14.06.2013 | 09:34 ---Ja, idealerweise sollte ein Duell zwischen zwei gleichwertigen Gegnern statt finden. Was hat das jetzt genau mit der 4e zu tun?
--- Ende Zitat ---
Dass der Zwerg in Vollplatte durchaus gleichwertig im Nahkampf mit dem Zweiwaffenkämpfer sein sollte.
Sven:
Jetzt muss du dich schon entscheiden, ob du Unterschiede abbilden willst, und dann haben halt bestimmte Kombinationen Vorteile gegenüber anderen. Oder ob du das ganze auf die abstrakte Metaebene heben und eben diese Unterschiede ausblenden willst, damit "Chancengleichheit" besteht.
Und wie gesagt, dass ist kein Problem von 4e oder D&D, sondern das hat man in jedem RPG, dass nicht minimalistisch ist.
Arldwulf:
Duelle gehen problemlos, es gibt ja auch genug Leute die das immer wieder betreiben.
Wachen ausschalten funktioniert auch. Und natürlich auch Mantel und Degen RPG.
Massenkämpfe kann man mit den Minions bis zu einem bestimmtem Grad machen....über 40 Kampfteilnehmer war ich schonmal hinaus. Ganz große Schlachten brauchen aber ein anderes Framework, und hier funktionieren Skillchallenges oder Einzelquests durchaus.
--- Zitat von: Wellentänzer am 14.06.2013 | 09:04 ---Das kann ja durchaus sein. Aber damit legst Du Dich dann auf reinen Gamismus fest. Viel Simulation ist ja offensichtlich nicht drin mit 4E. Es würde ansonsten auch kaum jemand behaupten*, dass 4E als System nicht funktioniert. Nur die Anpassungsfähigkeit an andere Settings (darum gehts ja primär in diesem Thread), aber auch an andere Spielstile abseits des reinen Gamismus ist bestenfalls mühsam.
--- Ende Zitat ---
Ich bin ja kein großer Freund der GNS Einteilung - aber trotzdem sehe ich da drei Buchstaben und nicht 2.
Und narrative Elemente hat die 4E eben durchaus. Und auch solche die einer "Gameismus Pur" Einstufung widersprechen. Improvisierte Aktionen beispielsweise.
Der wichtigere Punkt ist aber: Deine Argumentation funktioniert nach dem Motto: "4E ist Gameismus pur + Arldwulf muss nix ändern = Arldwulf legt sich auf Gameismus fest."
Anstatt einfach die Beispiele aus Spielen von und mit mir oben anzuschauen. Was mir irgendwie einfacher erscheint.
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