Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E

Wie variabel lässt sich die 4E an Settings anpassen?

<< < (38/71) > >>

Arldwulf:
Balancing dürfte da das kleinste Problem sein - die Stufen der Charaktere sind ja deskriptiv, wenn eine Fähigkeit stärker sein soll als andere so stellt sie nur ein höheres Level dar. Viel wichtiger sind da wohl Überlegungen nach der Spielbarkeit und wie man die Spieler dazu bringen kann Defiling als eine bewusste Entscheidung anzusehen.


--- Zitat von: Thandbar am 19.06.2013 | 13:15 ---Ich persönlich finde auch nicht, dass "3249 Feats" das Spiel an sich variabler machen. Sie ermöglichen nur mehr Optionen, sich einen Charakter innerhalb des üblichen 4E-Bezugsrahmen aufzubauen. Sie erweitern aber nicht die universelle Beweglichkeit des Systems selbst.

--- Ende Zitat ---

Der Punkt ist wohl dass die Optionen diesen Bezugsrahmen erst festlegen ohne echte Vorgaben dafür zu haben. Was dafür sorgt dass diese Optionen alle möglichen verschiedenen Dinge ins Spiel einbringen. Das Konzept dahinter ist möglichst modular zu arbeiten - jede Option bringt ihre eigenen kleinen und möglichst abgeschlossenen Regeln mit. Dadurch braucht der Spielleiter nur die tatsächlich gewählten Optionen kennen (und nicht noch die Regel X irgendwo in einem anderem Buch auf die sich diese Optionen beziehen) und man kann trotzdem eine sehr große Anzahl verschiedenartiger Dinge einbauen.

Thandbar:
Ja, das meinte ich.  :D Wir können uns da einfach nicht einigen.
Für mich ist die Implementierung des Defilings in der 4E ein klarer Fall gamistischen Spieldesigns, das den narrativen und simulativen Erwartungen des Settings sogar widerstreitet.
Denn die 4E will nicht, dass ein Char, der Defiling anwendet, stärker ist als seine Mitstreiter. Und dies beißt sich meiner Meinung nach mit der Prämisse, dass das Defiling der schlechthinnige Weg zur Macht ist, der so verlockend ist, dass er die ganze Welt ausgezehrt hat bei dem Versuch, sie sich zu unterwerfen.

Arldwulf:
Stärker ist so ein Defiler ja definitiv - gerade wenn man es nicht nur ab und an sondern intensiv nutzt. Master Defiler ist z.B. ein sehr guter Paragonpfad für offensivdenkende Magier. Und auch die jedem Magier offenstehende Variante hat ja durchaus einen sehr hohen Nutzen wenn man bedenkt wie gut viele täglich einsetzbare Magierkräfte sind.

Was es nicht ist ist eine zwingende Wahl. Ist es aber ja im Setting auch nie gewesen, oder? Preserver sind ja nichts was erst mit der 4E in das Setting hineingekommen ist. Trotzdem ist es eine verführerische Wahl, vor allem wenn man die Möglichkeiten nutzt von der Energie der Gegner zu naschen.

Man darf dort ja auch nicht nur in den Kategorien einer Abenteurergruppe denken. Hier ist es wichtig auf die Gruppenmitglieder zu achten. Aber ein einsamer wandernder Magier hat diese Sorgen eben nicht.

Thandbar:
Ich sehe es so: Die 4E versucht immer, fair zu sein. Und deshalb hat sie Schwierigkeiten damit, Dinge darzustellen, die von sich heraus schon die Inkarnation von "Unfair" sind (Maho, dunkle Seite der Macht ...).
Aber wenn Du nicht findest, dass Fluff und Crunch im Falle "Defiling" disparat zueinander stehen: okay. 

Grubentroll:

--- Zitat von: 6 am 14.06.2013 | 09:05 ---Dem widerspreche ich widerum.
Das Problem ist dass Du vom Regelwerk in eine sehr bestimmte Richtung der Regelanwendungen gedrückt wirst. Um eine Metapher zu bringen: Das Regelwerk beschreibt die einzelnen Bäume so lebendig und dekonstruiert, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.
Wenn Du gerne Stealthaktionen oder Duelle zwischen zwei Personen spielen willst, dann schmeiss die Powers einfach komplett raus und lass die Skills samt Skillchallenge den Rest machen (Stealth über Skillchallenges habe ich schon mehrere machen lassen. Das Duel müsste man halt über die sozialen Skills mal testen). Damit die Spieler sich aber darauf einlassen und nicht einfach versuchen alles mit ihren coolen Fähigkeiten zu lösen, musst Du zwingend die Powers rauswerfen.

--- Ende Zitat ---

Das finde ich übrigens einen sehr wichtigen Post in diesem Thread.

Bei all diesen Sachen, die man in der 4E hat, sollte man manchmal auch nicht vergessen, dass man letzten Endes auch "freeformiger" spielen kann, und nicht an 4E gespielt als "Heroquest Board Game" gebunden ist.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln