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Wie variabel lässt sich die 4E an Settings anpassen?

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6:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 24.06.2013 | 08:33 ---Du hattest vergessen, dem Terrain Keywords zuzulegen. Auf Nachfragen des Spielers hast du dem Terrain dann nachträglich ein Keyword verpasst.

--- Ende Zitat ---
Dann such mal das Terran Keyword bei dem ein Brandpfeil ein komplettes Gebiet so in Brand setzt, dass alle Wesen in dem Gebiet direkt zerstört werden. Viel Spass dabei! :)

--- Zitat ---Fliegen ist eine Fähigkeit des Vogels, aber "niedlich aussehen" ist keine Fähigkeit des Vogels?
Wieso das?

--- Ende Zitat ---
"Niedlich aussehen" ist keine Fähigkeit. Dass die Gestalt eines Vogels als niedlich angesehen werden kann, ist auch keine Fähigkeit. Wenn Du anderer Meinung bist, dann zeig mir bitte in den Regeln wo dort "niedlich aussehen" eine Fähigkeit der Vögel ist und dass sie bei einem Diplomacy einen Bonus von +2 gibt. Bitte mit genauer Quellenangabe.

Thandbar:

--- Zitat von: 6 am 24.06.2013 | 06:46 ---Dann nehmen wir ein anderes Beispiel:
Ein Spieler eines Druiden hat seinen Flame Seed im Fluff an seinen Charakter angepasst. Die Seeds waren quasi Knallerbsen, die dann brannten. Er benutze diese um durch den Knall mehrere Wachen abzulenken.  

--- Ende Zitat ---

Das "Problem" (das natürlich für Dich überhaupt keines darstellen muss ) ist dann freilich, dass Du damit Kräften wie "Ghost Sound" ihre Nische wegnimmst und sich Spieler fragen können, warum sie so redundante Klassenfähigkeiten haben oder warum sie einen Feat ausgeben sollten, um an Cantrips heranzukommen.
Und natürlich ist das nun eine reine Ermessensfrage des SL, ob so eine Verwendung zulässig ist oder nicht, und der Spieler sich nie darauf verlassen und dementsprechend seinen Build nicht genau planen kann.
Am Ende hängt ein ganzer Encounter davon ab, ob der Spielleiter der Meinung ist, dass die Vorhänge jetzt brennen oder nicht. Und das ist eine Situation, die in taktischer Hinsicht einfach nicht befriedigend ist.

Bei der freien Verwendung von Power-Fluff als Mittel zur Lösung von Problemen auch außerhalb des Kampfes profitieren magische und psionische Klassen meiner Meinung nach stärker als zum Beispiel Kämpfer.
"Ich dominiere mal den Kerkermeister."
"Ich durchtrenne die Taue mit meinem Steel Serpent Strike!"
Wenn man an der 4E gerade ihr Balancing schätzt, könnte einem das zusätzlich aufstoßen.


--- Zitat ---Doch. Das ist die Macht des Fluffes. Im Abenteuer war der Sumpf eine reine Kulissenbeschreibung gewesen. Erst durch Nachfragen der Spieler wurde die Szene angefüllt mit entflammbaren Sumpfgas. Ich musste also on the Fly entscheiden, wie die Kulisse auf einen brennenden Pfeil reagieren würde. ->Angriff gegen leicht (1. Stufe, also DC5)-> Alle Gegner verbrennen.
Hätte ich so gehandelt, wie ich es vom Setup her vorbereitet habe, dann hätte der Pfeil keine Wirkung gehabt, da das Terrain kein Keyword hatte.
--- Ende Zitat ---

Kannst Du das nicht mit jedem Rollenspiel machen? Du zeigst Deine Fähigkeiten als SL, zu improvisieren und stimmungsvoll auf die Fähigkeiten Deiner Charaktere einzugehen. Ich sehe aber nicht, dass die 4E diese Form des Erzählspiels explizit unterstützt.
Innerhalb der "Logik" der 4E scheint es mir auch nicht naheliegend zu sein, einen ganzen Encounter vermittels einer Fluff-Aktion sofort zu lösen. (Bums, Gegner tot.)
Es ist dann eben die Leistung des SL und der Gruppe, solche Szenen ungezwungen entstehen zu lassen.


--- Zitat ---Wenn die Beschreibungen Macht haben, dann setzt Du den gemeinsamen Vostellungsraum und dann spielst Du Rollenspiel. Bleibt der gemeinsame Vorstellungsraum aussen vor, dann spielst Du ein Brettspiel.
--- Ende Zitat ---

Hm, diese Aufteilung gefällt mir nicht, weil sie einer Spielergruppe implizit unterstellt: "Ihr spielt ja gar kein Rollenspiel."
Ich kann aber doch auch innerhalb eines taktischen, herausforderungsorientierten Spiels meine Rolle darstellen und rüberbringen, selbst wenn dieses Charakterspiel keinen direkten Einfluss auf die "harten Zahlen" der Konfliktresolution hat.
Übrigens bin ich gestern auf diesen Artikel gestoßen und fand ihn sehr interessant:
http://florian-berger.de/de/texte/rollenspiel/das-schisma-eine-ludologische-differenzierung-verschiedener-klassen-von-rollenspielen
 
Ich finde die 4E fast prototypisch für ein taktisches Rollenspiel. Nirgendwo im Regelwerk kommt für mich der Eindruck rüber, dass die Macht der Erzählung auch nur eine Regel des taktischen Spiels übertrumpfen könnte. Was es gibt, ist ein +2 durch gute Beschreibung, aber das ist auch schon fast das Äußerste der Gefühle.
Dass die Gruppe diesen strengen Ansatz auch aufweichen kann, ist ja in ihr Ermessen gestellt. Es wird niemand von den WotC-Leuten eigens nach Deutschland fliegen, um Maulschellen an die Gruppe zu verteilen, weil der SL bei einem heftigen Treffer mit einem Eis-Zauber das Ziel hat festfrieren lassen und dann die schockgefrosteten Dachbalken nachgaben.


--- Zitat ---Da steht explizit in den Regeln, dass Du beim Verwandeln in den Vogel keine Fähigkeiten des Vogels bekommst. Du siehst zwar au wie ein Vogel, bist es aber nicht. Wenn Der Druide sich in einen Vogel verwandeln würde, um sich dann an die Prinzessin einzuschleimen ("UI! Ein niedlicher Vogel!"), dann dürfte der Druide entweder einen Diplomacy- oder einen Bluff-Wurf gegen die Will-Defence der Prinzessin mit einem Niedlichkeitsbonus von +2 würfeln. Wollte er eine Gruppe Goblins überfallen und sich vorher in einen Löwen verwandeln, dann dürfte er rausspringen und laut brüllen (hat ein Spieler auch schon gemacht) und einen Intimidate-Wurf gegen die Will-Defence der Goblins versuchen (mit einem +2 Brüllbonus). Bei Gelingen würden die Goblins rennen.
--- Ende Zitat ---

Ja, das ist dieser +2-Bonus. Und stört Dich das nicht irgendwie? Also mich wurmt es, dass ich vermöge meiner Verwandlungsfähigkeit ungefähr so sehr ein Vogel bin wie der Typ im Hähnchenkostüm vorm Kentucky Fried Chicken.
Was mein Wildshape bewirkt, ist, dass ich bestimmte Kräfte verwenden kann, und andere nicht mehr.
Die Implementierung dieser Fähigkeit vermeidet alle Schwierigkeiten, die es mit der in den Vorgängereditionen gab; das Resultat ist aber in meinen Augen ziemlich technisch und sorgt nie dafür, dass man *wirklich* zum Tier wird. (Zumindest nach meinem Spielgefühl nicht.)
  

Crimson King:

--- Zitat von: 6 am 24.06.2013 | 09:41 ---Dann such mal das Terrain Keyword bei dem ein Brandpfeil ein komplettes Gebiet so in Brand setzt, dass alle Wesen in dem Gebiet direkt zerstört werden.

--- Ende Zitat ---

Bau' dir 'nen passenden Hazard dazu. Ich sehe das Problem nicht.

Ändert im Übrigen nix daran, dass man in DnD 4 Powers nicht zwangläufig entsprechend des Flufftextes einsetzen, sondern kreativ verwenden kann und soll. Gleiches gilt für Handlungen, die garnicht von Powers abgedeckt sind. DnD 4 ist eben kein Brettspiel und die Spieler in den Handlungsoptionen nicht auf ihre Powers beschränkt.

Es ergibt sich allerdings ein größeres Problem aus der Vorgehensweise, Ausnahmen zu den bestehenden Regeln spontan hinzuzupacken: wenn man dabei nicht sorgfältig ist, leidet das Balancing massiv. Und das steht bei DnD 4 sehr weit oben in der Prioritätenliste.

Arldwulf:
@thandbar: Dabei ignorierst du die improvisierten Aktionen aber komplett, der gefrierende Froststrahl ist ja sogar eines der explizit genannten Beispiele. Insofern macht das irgendwie wenig Sinn.

Wenn in deinem Posting von dem "quasi-religiösem" Status der Regeln gesprochen wird beschreibt dies die 4e mit all ihrem "pass an was dir nicht passt und ihren improvisierten Aktionen als expliziten Teil des Regelwerks eher nicht. Im Gegenteil.

Was den Vogelverwandlungszauber betriff: den gibt es ja auch inklusive Flugeigenschaft. Dies ist nur schwieriger zu lernen, etwas höherstufiges.

6:

--- Zitat von: Thandbar am 24.06.2013 | 09:55 ---Das "Problem" (das natürlich für Dich überhaupt keines darstellen muss ) ist dann freilich, dass Du damit Kräften wie "Ghost Sound" ihre Nische wegnimmst und sich Spieler fragen können, warum sie so redundante Klassenfähigkeiten haben oder warum sie einen Feat ausgeben sollten, um an Cantrips heranzukommen.

--- Ende Zitat ---
Nun. Das Problem hast Du bei der RAW-Auslegung ziemlich vieler Powers, da es Powers gibt die objektiv besser sind als andere Powers. Da ändert sich also nichts dran.

--- Zitat ---Und natürlich ist das nun eine reine Ermessensfrage des SL, ob so eine Verwendung zulässig ist oder nicht, und der Spieler sich nie darauf verlassen und dementsprechend seinen Build nicht genau planen kann.

--- Ende Zitat ---
Ja.... und? Ein planbarer Build ist keine wesentliche Eigenschaft von 4E. Und einem SL solltest Du eigentlich genug Vertrauen gegenbringen, dass er als objektiver Moderator oder Schiedsrichter auftritt. Hast Du das nicht, frage ich mich, wieso Du dann überhaupt mit ihm spielst, da er nach RAW in der 4E kräftig bescheissen und eine Situation falsch auslegen kann. Das ist uA eines der Probleme, das ich beim von Dir verlinkten Artikel habe. Der SL wird als Gegner angesehen, obwohl er der Schiedsrichter und Moderator ist. Natürlich "hängt" der Ausgang eines Encounters vom SL ab. Er hat eben die Pflicht auf grund des gemeinsamen Vorstellungsraumes zu entscheiden, welche Aktion wie machbar sind. Das ist aus taktischer Sicht extrem wichtig. Die Spieler müssen die Situation richtig einschätzen können, um das Hindernis mit ihren Aktionen zu überwinden.
Und nochmal: Wenn kein Spielbrett verwendet wird und der Fokus des Spieles trotzdem darauf liegt, ein Hindernis zu überwinden, dann ist das kein Erzählspiel.
Ein Erzählspiel ist es wenn die Dramaturgie einer Geschichte jede Regel übertrumpft (z.B. wenn ein Kampf vom SL künstlich in die Länge gezogen wird, damit die Spieler das Gefühl haben, dass es knapp wird) Wenn ein Encounter in einem Alphaschlag überwunden wird, dann ist das resoucenschonend und damit automatisch taktisch.

--- Zitat ---Bei der freien Verwendung von Power-Fluff als Mittel zur Lösung von Problemen [snip]

--- Ende Zitat ---
... ausserhalb der vom Crunsh der Power geregelten Bereichen, sind die Magier genauso stark wie die Kämpfer.

--- Zitat ---Hm, diese Aufteilung gefällt mir nicht, weil sie einer Spielergruppe implizit unterstellt: "Ihr spielt ja gar kein Rollenspiel."

--- Ende Zitat ---
Mach Dir da keinen Kopf draus. Es ist vollkommen egal wie Du das, was Du da spielst nennst. Diese Unterscheidung habe ich nur gemacht, um Dir klar zu machen, dass der Fluff seine Macht über den gemeinsamen Vorstellungsraum holt.

Übrigens ist die "Macht der Erzählung" ist in einen Guide geflossen (DMG S.42).

--- Zitat ---Ja, das ist dieser +2-Bonus. Und stört Dich das nicht irgendwie? Also mich wurmt es, dass ich vermöge meiner Verwandlungsfähigkeit ungefähr so sehr ein Vogel bin wie der Typ im Hähnchenkostüm vorm Kentucky Fried Chicken.
Was mein Wildshape bewirkt, ist, dass ich bestimmte Kräfte verwenden kann, und andere nicht mehr.

--- Ende Zitat ---
Und das ich die Gestalt des Tieres annehme. Das steht sogar im Crunsh. ;)
Also von daher kann der Spieler die Gestalt des Tieres voll verwenden, meiner Meinung nach. Das hat mit den Vorgängereditionen nichts zu tun.

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