Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Powerniveaus von Pathfinder und D&D - Gibt es Unterschiede?
Greifenklaue:
--- Zitat von: Feuersänger am 2.07.2013 | 17:38 ---Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren. Wie wäre es z.B. mit einigen optimierten Modellcharakteren, die man statistisch miteinander vergleichen kann?
--- Ende Zitat ---
Es kommt ja immer drauf an, welche Stufe etc. und mit welchen Zusatzmaterial man vergleicht. Je höher die Stufe und je mehr Zusatzmaterial, desto eher hat DnD 3.5 PF überholt.
Dazu kommt, dass ja auch PF-Monster etwas stärker in ihren Werten sind, andererseits ist z.B. die Sneak des Schurken gegen viele mehr wirksam, etc.
Feuersänger:
Je nun, wenn ich "3.5" sage, dann meine ich damit generell "3.5 inkl. aller offiziellen Splatbooks". Dafür auch gerne mit der vorgenannten Einschränkung "keine theoretische Optimierung, sondern spielbare Charaktere". Das ist in der Tat was, was man bei 3.5 leider dazusagen muss, während sich das Problem in PF wohl eher weniger stellt.
3.5 Core wäre hingegen für mich uninteressant, weil das einfach zu imba ist und die Nichtzauberer zu stark benachteiligt.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat ---Dazu kommt, dass ja auch PF-Monster etwas stärker in ihren Werten sind, andererseits ist z.B. die Sneak des Schurken gegen viele mehr wirksam, etc.
--- Ende Zitat ---
Dafür gibt es bei 3.5 dann in den Splats dann auch Zauber, Gegenstände und AFCs, und der 3.5 Schurke hat es einfacher seine Sneak zu Bekommen, kann mit Berührungsangriffen Sneaken und es gibt da noch so lustige Feats wie Craven und vermutlich auch irgendwelche tollen Prestige Klassen. (Und es gab in 3.5 mWn auch weniger Beschwerden darüber wie schlecht der Schurke ist)
--- Zitat ---Ich weiß nicht, ich finde das dermaßen selbstverständlich, dass ich mir nichtmal ansatzweise vorstellen kann, warum sich irgendwer für den Durchschnitt interessieren könnte.
--- Ende Zitat ---
Zumal gerade bei 3.5 mMn ein großer Teil der Feats, Prestige-Klassen u.ä. ehr suboptimal ist.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Feuersänger am 2.07.2013 | 17:38 ---Es kommt vielmehr darauf an, was in den jeweiligen Systemen _optimierte_ Charaktere im Vergleich zueinander leisten.
--- Ende Zitat ---
Sehe ich ehrlich gesagt anders, da die spielinterne Balance nicht anhand von optimierten Charakteren entwickelt wurde. Das ist gerade an den Pathfinder-Iconics gut erkennbar, von optimiert kann keine Rede sein.
Feuersänger:
Na, die nehme ich gerade nicht als Maßstab, da auch in 3.5 fast alle "Sample Characters" oder Archetypen oder wie auch immer man sie nennen mag absolut GROTTIG sind. Und obendrein sehr oft regeltechnisch illegal. :p Aber ob legal oder nicht, meistens sind die einfach keinen Schuss Pulver wert. Aber das heisst ja deswegen wohl nicht, dass das der Maßstab für SCs sein soll.
Meines Erachtens ist die Frage nach einem "Powerniveau" genau dann interessant, _wenn_ man wenigstens einigermaßen optimiert spielen will. Wenn ich eh bloß bissl Bier-und-Brezeln will, ist mir das Powerniveau doch wurscht. Aber gerade die D20-Familie eignet sich eben prinzipbedingt hervorragend zum optimieren, basteln und tüfteln.
Andererseits setzt 3.5 eben auch eine mehr oder weniger intensive Beschäftigung mit dem System voraus. "Auspacken und losspielen" und dabei trotzdem effektiv sein geht nur mit ganz, ganz wenigen Konzepten. Es geht da ja gerade darum, die Feats und sonstigen Optionen so gut analysieren zu können, dass man die Spreu vom Weizen trennt, die ganzen Trap Feats umgeht und sich die Schokostückchen aus dem Kuchen rauspickt.
Das mag bei PF deutlich anders sein: es gibt deutlich weniger Optionen, und diese sind größerenteils ungefähr gleich effektiv (oder ineffektiv); in Konsequenz ist die Chance, dass ein mehr oder weniger willkürlich zusammengebastelter Charakter trotzdem seinen Job erledigen kann, meinetwegen durchaus höher.
Auch innerhalb von 3.5 eröffnen verschiedene Level der System Mastery unterschiedliche Powerniveaus. Wenn z.B. ein Anfänger oder Durchschnittsspieler einen Paladin baut, wird der mit ziemlicher Sicherheit Rotz sein. Wohingegen so ziemlich jeder, der die Tome of Battle-Regeln gelesen hat, einen effektiven Crusader bauen kann. Ein richtiger "Pro" jedoch kann mit seinen Tricks und Kniffen einen Paladin bauen, der jeden Crusader aus dem Wasser bläst.
Anders gesagt: der Crusader hat ein eher hohes Grundniveau (Floor), aber eine relativ niedrige Ceiling. Der Paladin hat ein deutlich niedrigeres Grundniveau, aber eine deutlich höhere Ceiling.
Welche Klasse von diesen beiden in 3.5 also mächtiger ist, hängt primär von der System Mastery des Spielers ab.
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