Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

Powerniveaus von Pathfinder und D&D - Gibt es Unterschiede?

<< < (7/22) > >>

La Cipolla:
Die Frage ist auch: Und? Was interessiert mich, ob irgendein fremder Charakter meinen besiegen kann? Die Frage ist, ob ich mit meinem in meiner Gruppe vernünftig spielen kann, und wenn ich das kann und Spaß dran habe, wieso sollte ich dann noch optimieren?

Und entgegen des Interneteindrucks glaube ich inzwischen wirklich, dass das die meisten Spieler so sehen. Ernsthafte Maximierung ist in meinen Augen ein Extremfall. Mag früher vielleicht mal anders gewesen sein, und vielleicht ist es auch nur meine verdrehte Wahrnehmung.
Die durchschnittliche D&D-Gruppe in meinem Dunstkreis gibt einen Kack auf Optimierung und Powerlevel-Unterschiede der Charaktere (oder genaue Balance, was das angeht). Das einzige, was auch im Casual-Level auffällt, sind Beschwerden, die sich einem aufdrängen. Gute Beispiele sind die wenigen Zauber am Anfang der Zauberer-Karriere oder die "Balance" vom 3.0er Haste-Zauber. ;D

Feuersänger:
Beim Paladin ist das vielleicht nicht so akut, weil die ja traditionell LG sind und daher nur unter aberwitzigen Bedingungen (z.B. Verwechslungen) gegeneinander kämpfen würden. Aber meinetwegen ersetze Paladin durch Barbar. Da kann es ganz locker zu Kämpfen zwischen SC- und NSC-Barbar kommen, durchaus auch in Duellsituationen ("Stellt euren besten Krieger zum Zweikampf"), und da trennt sich dann schnell die Spreu vom Weizen. Ebenso für fast alle anderen Klassen / Rollen.

Zweitens ist auch der Vergleich von SCs untereinander für mich relevant, weil ich es nicht leiden kann, wenn ein Gruppenmitglied sich nur mitziehen lässt wie das fünfte Rad am Wagen, nichts nennenswertes beiträgt und dafür auch noch XP leecht. Mir geht es als Spieler nicht um Spotlight für mich selber, sondern um den Erfolg als Gruppe, und der setzt - beim von mir favorisierten, herausforderungsorientierten Spiel - voraus, dass jeder mit anpackt.

Talim:
Wir wissen das Deine sozialen Fähigkeiten zu wünschen übrig lassen. Das musst Du uns nicht immer erzählen. Mir wird dann immer ganz anders.  :ctlu:

Feuersänger:
Ich glaub es hackt?

La Cipolla:
Die letzten beiden Posts mal wohlwollend ignorierend:


--- Zitat ---Zweitens ist auch der Vergleich von SCs untereinander für mich relevant, weil ich es nicht leiden kann, wenn ein Gruppenmitglied sich nur mitziehen lässt wie das fünfte Rad am Wagen, nichts nennenswertes beiträgt und dafür auch noch XP leecht. Mir geht es als Spieler nicht um Spotlight für mich selber, sondern um den Erfolg als Gruppe, und der setzt - beim von mir favorisierten, herausforderungsorientierten Spiel - voraus, dass jeder mit anpackt.
--- Ende Zitat ---

Es gibt ja den vielzitierten Unterschied zwischen schwächer sein und nichts reißen können. Schwächer sein ist für mich völlig okay, aber wenn sich der Charakter im Kampf vollkommen sinnlos anfühlt, ist es mir auch zu doof. Pathfinder und D&D Next haben ja auch in den Mittelpunkt gestellt, dass jeder überhaupt irgendwas Sinnvolles machen kann (cantrips/at-will sag ich nur), selbst wenn das Charakterkonzept nicht auf Kampf fokussiert ist. Ist imho der bessere Weg, aber natürlich am Ende Ansichtssache. D&D4 hat sehr gut gezeigt, dass es auch anders geht.

Und genau das war auch der Punkt: Man kann D&D sehr gut so spielen, dass die Spieler das beste aus ihrer Situation (!) holen, nicht aus den Möglichkeiten des Systems. Und dafür ist es vollkommen unwichtig, wie mächtig sie theoretisch werden könnten. Daher auch mein Unverständnis am Anfang -- wenn man den Weg geht, dass alle Charaktere ungefähr gleich gut sein sollen, kann ich das schon eher nachvollziehen.

Am Ende also ein Definitionsproblem: Ist Powerlevel das durchschnittliche Potenzial von allen möglichen Charakteren in diesem Spiel, oder muss Optimierung beachtet werden? Etc.
Muss man aber wahrscheinlich nur in einer so nerdigen Umgebung wie hier durchdefinieren. ;D

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln