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Powerniveaus von Pathfinder und D&D - Gibt es Unterschiede?

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Greifenklaue:

--- Zitat von: Samael am 29.06.2013 | 22:46 ---Pathfinder hat im Schnitt und ein höheres und ausgeglicheneres Powerniveau. Die einschlägigen MinMax-Kombos der späten 3.5 Phase sind allerdings weitaus heftiger als alles was in PF geht.

--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: La Cipolla am 29.06.2013 | 23:23 ---Ich denke auch der Powerbonus nimmt mit dem Level ab. Die ersten paar Level kriegen halt einen DICKEN Boost.

--- Ende Zitat ---
So würde ich das exakt auch sehen.

Was den bisherigen Paizo-Erweiterungen gut gelingt, ist, dass sie kein Höher-schneller-weiter, aber trotzdem interessante, gleichwertige Alternativen bilden.

Selganor [n/a]:
Ein weiterer Punkt der uns kuerzlich aufgefallen ist. Bei gleichen XP sind Pathfinder Charaktere je nach Aufstiegsgeschwindigkeit niedrigere Stufe als D&D Charaktere.

Zum Vergleich:
Stufe 5 D&D Charakter hat 10k XP
Pathfinder Charaktere sind mit 10k XP gerade mal Stufe 5 (zufaellig mal gleich viel) (fast), 4 (medium), 3 (slow)

Bei Stufe 10 (45k in D&D) haben Pathfinder-Charaktere nur Stufe 9/7/6
Stufe 15 (105k) sind es nur noch 11/10/8

Pathfinder Charaktere brauchen fuer hoehere Stufen also deutlich mehr XP als D&D Charaktere.

Die XP die sie fuer besiegte Gegner bekommen sind nicht mehr von der eigenen Stufe abhaengig (also weniger XP fuer "schwaechere" Gegner als sie selbst bzw. mehr XP fuer "schwerere" Gegner als sie selbst) sondern fixe Zahlen die meistens identisch mit den XP einer "passenden" Stufe sind (evtl. sogar ein wenig mehr).
Anders als in D&D wo sich hoeherstufige Charaktere einfach nicht mehr mit zu schwachen Gegnern rumschlagen (wollen - weil sie dafuer keine XP mehr kriegen) koennte ein Pathfinder-Charakter auch auf Stufe 10 noch auf Stufe 11 kommen (34k-75k XP) wenn er dafuer tonnenweise stinknormale Goblins (CR 1/3 - 135XP) abschlachtet. Sind ja nur um die 250-550 Goblins ;)

Was mir bei der Gelegenheit aufgefallen ist, die vorgeschlagene Wealth/Character Level sind bei Pathfinder auch hoeher als bei 3.5 (D&D hat ca. 90% der Pathfinder-Werte)

Feuersänger:
Die Rechnung, dass PF-Material _im Durchschnitt_ stärker ist als der sämtlicher jemals veröffentlichten 3.5-Optionen, halte ich für widersinnig. Es ist für das Powerniveau völlig irrelevant, wieviele nichtsnutzige Lemons und Trap Feats es gibt. Es kommt vielmehr darauf an, was in den jeweiligen Systemen _optimierte_ Charaktere im Vergleich zueinander leisten.

Wenn ich frage "in welchem Land werden die schnellsten Autos gebaut" nehme ich ja auch nicht die Durchschnitts-Höchstgeschwindigkeit sämtlicher je produzierten Modelle, sondern schaue mir an was die _schnellsten_ Karren so draufhaben. "Porsche oder Lamborghini", da ist es völlig wumpe wie schnell ein Opel Corsa ist.

Und da habe ich nach wie vor den Eindruck, dass da 3.5 mehr oder weniger deutlich über dem PF-Niveau liegt - je nachdem, welche Meng "Cheese" man zulassen will. Es ist in 3.5 absolut möglich, Kuriosa von Charakteren zu basteln, deren Schadensoutput nur in wissenschaftlicher Notation erfassbar ist. Aber selbst wenn wir solcherlei Spielereien - völlig zurecht - als akademische Rechenexempel ausklammern, bleiben doch immer noch sehr saftige Kombos übrig.

Für alle praktischen Zwecke lege ich gerne als Maßstab an: es ist in 3.5 überhaupt kein Problem, _spielbare_ Charaktere zu bauen, die jeden in Frage kommenden Gegner (d.h. auf dem für das Level vorgesehene Maximal-CR) oneshotten können, also "in einer Runde plattmachen", und das nicht nur einmal, sondern mehrmals bis beliebig oft pro Tag. Inklusive Trefferchance und alles. Dieses Ziel lässt sich auch auf vielerlei Weise erreichen, es ist also nicht so, dass es _eine_ Hartholzharnisch-Kombo gäbe.

Dass in PF die Chassis der (meisten) Klassen etwas stärker sind als in 3.5: geschenkt. Bei 3.5 kommt die Power aus Feats, ACFs und zu einem gewissen Grad aus PrCs. Es kräht kein Hahn danach, ob der Wizard jetzt 40 oder 50HP hat, wenn er in dem einen System einen Zauber z.B. 13mal hintereinander wirken kann (mit einem Slot und in einer Runde) und im anderen - nicht. Oder wenn ich mir zwei Barbaren vorstelle, von denen der eine Pounce, Leap Attack und eine Valorous Weapon hat, wäre ich schon sehr gespannt zu sehen, wie der andere das überbieten will. Und so weiter, mir fallen X Beispiele ein, die in 3.5 spielbar sind und in PF - meines Wissens - nicht.

Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren. Wie wäre es z.B. mit einigen optimierten Modellcharakteren, die man statistisch miteinander vergleichen kann?

La Cipolla:
Was ich viel mehr interessiert: Wieso findest du das Maximum wichtiger als den Durchschnitt? Auf die Idee wäre ich nicht mal gekommen.

Feuersänger:
Ich weiß nicht, ich finde das dermaßen selbstverständlich, dass ich mir nichtmal ansatzweise vorstellen kann, warum sich irgendwer für den Durchschnitt interessieren könnte.

Ich versuch's mal so: ein Charakter kann ja nur eine Handvoll Optionen auswählen. Z.B. je nachdem 7 oder 10 Feats. Es mag in PF einige 100 Feats geben und in 3.5 etwa 3000. Wenn ich für meinen Charakter nur etwa 10 Feats insgesamt auswählen kann, sind die anderen zweitausendneunhundertneunzig Feats für die Power-Bewertung völlig irrelevant. Wenn ich optimieren will, wähle ich selbstverständlich die Feats aus, die den Job _am besten_ erledigen, und nicht "durchschnittlich".

In Punktwerten ausgedrückt: angenommen, jeder PF-Feat ist 5 Punkte wert. Während von den 3.5-Feats meinetwegen 90% nur 2 Punkte wert sind und 2% sind 10 Punkte wert. Ich kann mir einen Charakter mit lauter 10-Punkte-Feats bauen, und liege letzten Endes massig über dem Gesamtwert des PF-Gegenstücks (obwohl der PF-Char ein paar Feats mehr bekommt). Die 90% 2-Punkte-Feats sind für die Power meines 3.5-Charakters VÖLLIG WURSCHT.

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