Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Reiche des Guten bzw Bösen
Pyromancer:
--- Zitat von: Feuersänger am 25.07.2013 | 20:38 ---Da es auf freiwilliger Basis offensichtlich nicht funktioniert, wie die Realität lehrt, sage ich: doch.
--- Ende Zitat ---
Und damit bist du bei "Der Zweck rechtfertigt die Mittel". Das ist - moralisch gesehen - gefährliches, sehr gefährliches Terrain, auf das ich dir nicht folgen werde.
Feuersänger:
Eher ist das eine Instanz von "Auch als Guter muss man nicht immer zurückstecken und die Bösen (oder eben Egoisten) schalten und walten lassen, wie es ihnen gefällt". Das geht nämlich letzten Endes immer auf Kosten der Gesellschaft.
Maarzan:
Die Sklavenhaltergesellschaft sorgt halt dafür, dass die Sklaven ihren Herren was Gutes tun und ihnen helfen, auch wenn diese selbst vielleicht nicht in der Lage wären sie zu zwingen.
Wäre dann doch auch "gut", oder?
Feuersänger:
Das ist so hirnverbrannt, das würdige ich keiner Antwort.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Surtur am 25.07.2013 | 19:20 ---Der Unterschied ist mir klar. Ich verwechsle an dieser Stelle nichts. Mir ist auch nicht klar, wo du herausliest, dass ich diese Verwechslung vornehmen könnte.
--- Ende Zitat ---
Doch. Nämlich weil du im nächsten Atemzug schreibst:
--- Zitat von: Surtur am 25.07.2013 | 19:20 --- "Als Erstrebenswert bezeichnete Werte" sind per se "moralisch gut" aus der Perspektive dessen, der sie erstrebenswert findet. Sonst wären sie nicht erstrebenswert.
Was DU mit der Gesinnung Gut verbindest ist unerheblich - Der Charakter findet dieses oder jenes gut.
--- Ende Zitat ---
Du setzt hier weiterhin "gut" mit "richtig" gleich. Im Gesinnungssystem ist das aber nicht zulässig. Das System ist, zumindest in der 3.x Edition, absolut und wird von außen definiert. Durch die Planes, die entsprechenden Outsider und die Götter. Die Perspektive des Handelnden ist dafür irrelevant.
Deine Argumentation wäre eventuell zulässig, wenn der Handelnde das Gesinnungssystem nicht kennen würde (also ingame sozusagen). Das ist im D&D-Multiversum aber nicht so, eben durch die Existenz der Planes, die auch erst Gesinnungs-aktive Magie ermöglicht (Detect Evil z.B.). Allein schon durch die Götter müssen wir davon ausgehen, dass ein Handelnder einen Maßstab hat, um seine Gesinnung selbst einzuordnen. Handle ich nicht entsprechend der Prinzipien, die mir die guten Götter (zugegeben durch ihre Kleriker) bzw. äquivalente Prinzipien vorgeben, handle ich zwangsläufig auch nicht "gut".
Edit: nochmal mit anderen Worten:
was ich persönlich "erstrebenswert" und "richtig" finde, ist im Kontext der Gesinnungen nicht gleichzusetzen mit "gut". Genau das ist die Falle, die Feuersänger beschreibt. Ich sage "das finde ich gut", meine aber "das finde ich richtig". Wie gesagt, muss man das streng trennen, wenn das Gesinnungssystem funktionieren soll.
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