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Brainstorming: Hard Fiction - Low Fantasy ... mit Sonne und Strand

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blut_und_glas:

--- Zitat von: schwarzkaeppchen am  7.08.2013 | 21:01 ---Technikverlust muss aber auch erklärt werden

--- Ende Zitat ---

Bei erfolgreicher Terraformierung ist die Technik vielleicht auch schlicht nicht notwendig (gewesen)?

Wenn ich Tag ein Tag aus alles, was ich brauche, gefahrlos vom Busch pflücken kann, wozu dann die Mühe machen eine Technik aktiv zu erhalten, die fürs Überleben überflüßig ist und die andere Funktionen - wie den Kontakt zu anderen Welten - auf Grund der Katastrophe nicht mehr erfüllen kann?

Warum mich bemühen den Replikator in Schuß zu halten, wenn der ohne Anschluß ans galaxisweite Subraumnetzwerk sowieso nicht funktionieren kann?

Und nachdem ich mal ein paar Generationen lang alles habe liegen lassen...

Technikverlust durch - verständliche - Vernachlässigung.

(Vielleicht ist ja sogar das Wissen noch da - ruft bloß keiner ab, weil eben niemand wissen muss, wie ein Hyperwellenpeilsender oder auch nur ein Traktor funktioniert, gewartet oder gebaut wird. Hyperwellen gibt es nach der Katastrophe keine und Traktoren brauche ich nach dem Terraforming keine.)

Vielleicht war die körperliche Arbeit zunächst ja sogar eine willkommene Abwechslung für die Gestrandeten, um sich von ihrere vermeintlichen Misere ("Mist! Kein Internet!") abzulenken?

Oder auch so: Vielleicht war einer der Punkte der ursprünglichen Kolonie ja sogar genau das körperliche Arbeiten? Eine Strafkolonie? Aber weil die galaktische Allianz ja keine Unmenschen sind eben auf einem Paradiesplaneten statt auf einer Höllenwelt.

(Nach dem Herumspinnen also noch einmal zur Bekräftigung: Das kann was!)

mfG
jdw

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: schwarzkaeppchen am  7.08.2013 | 20:34 ---Dachte das wäre rübergekommen -.

--- Ende Zitat ---
Nein

 
--- Zitat ---Grundgefühl der Welt ist nicht wissenschaftlich-modern etc
--- Ende Zitat ---
das wäre Antike, Mittelalter, etc auch nicht ohne Fantasay Fäntelalter


--- Zitat ---, Magie über mystifiziertes High-Tech oder Psizeugs
--- Ende Zitat ---
.das wäre keine Fantasy, das wäre SF  Darkover David Brins Übungseffekt(woran  ich sofort dachte)

Slayn:

--- Zitat von: schwarzkaeppchen am  7.08.2013 | 21:17 ---Die kenne ich nicht. Kannst du ein bisschen erzählen wo du Parallelen siehst bzw was da vielleicht noch interessant wäre?

--- Ende Zitat ---

Die Ringwelt ist ein riesiger künstlicher Planet. Ein Ring der um eine Sonne kreist. Das Ding ist ein Wunder des Terraformings, mit künstlichen Tag/Nacht-Zyklen, Spaceports und Monorails an strategisch günstigen Stellen, etc. Nur ist etwas schiefgegangen und ein massiver Metoriteneinschlag hat die künstliche "Haut" des Planeten durchbrochen und das "Projekt Ringwelt" gestört.
Abgestürzte fliegende Städte, Stromverlust, trotzdem noch erkennbare Infrastruktur, Einheimische die auf primitives Niveau zurückgefallen sind, gestrandete Raumfahrer aus der Hoch-Zeit des Projekts, all das, Energie-Transfer-Sateliten, die als Heilige verehrt werden, dagegen die Androiden und Automatik, die überdauert haben, all das.
Der wirklich Spaß liegt im harten Kontrast zum Rest des Settings, denn hier wird beschrieben worum es eben im Ursprungsfaden auch ging, eben Langweile durch Unsterblichkeit, Glück als höchstes Gut, solche Dinge halt. Teil der geschichte ist auch: "Wir sind die Aliens hier!"

Jeordam:
Erinnert mich ein bisschen an McCaffrey's Pern-Romane.

Kurzzusammenfassung: Menschen aus einer Hochtechnologiegesellschaft besiedeln einen Planeten weit abseits der Schifffahrtsrouten um eine landwirtschaftlich geprägte Kultur (im Gegensatz zur Industrie/Konzern-Allianz) zu gründen. Eine halbe Generation später stellen sie fest das alle 250 Jahre ein benachbarter Komet/Planet sogenannte Fädenschauer über Pern abregnet. Das dauert 50 Jahre lang,  passiert alle paar Tage und es kommt immer ein ganzer Schauer Fäden, die alles biologische Material das sie berühren auffressen. Menschen, Tiere, Pflanzen, auch Holzdächer und ähnliches. Die Fäden können aber (unter großem Aufwand) in der Luft verbrannt werden und bis die Luftfahrzeuge überlastet den Geist aufgeben gentechnisieren die Kolonisten Drachen, die mit ihren Reitern die Aufgabe übernehmen.
Jedes mal wenn die Fädenschauer wieder kommen wird es hässlich, Ausbildung ist kaum zu schaffen, Maschinen gehen kaputt und der technologische Stand sinkt.
Ausserdem sorgt ein Vulkanausbruch dafür das die ursprüngliche Landezone geräumt werden musst. Es entsteht ein feudalistisches System, das auf schnelle Verwaltung durch Barone und die Versorgung der Drachenreiter ausgelegt ist.
Die meisten Romane spielen 2500 Jahre nach der Landung, zu einer Zeit in der die Bevölkerung groß und stabil genug ist um sich wieder weiter auszubreiten, technische Fortschritte zu machen - und archäologische Entdeckungen.

Waldviech:

--- Zitat ---(Vielleicht ist ja sogar das Wissen noch da - ruft bloß keiner ab, weil eben niemand wissen muss, wie ein Hyperwellenpeilsender oder auch nur ein Traktor funktioniert, gewartet oder gebaut wird. Hyperwellen gibt es nach der Katastrophe keine und Traktoren brauche ich nach dem Terraforming keine.)
--- Ende Zitat ---
Das kann in einem gewissen Maße funktionieren, blendet aber IMHO ein bisschen die menschliche Neugierde aus...und, das Nahrungsbeschaffung und, beispielsweise, medizinische Versorgung zwei verschiedene Sachen sein können. Mag sein, dass ich mich nicht um den Replikator brauche, wenn an jedem Busch leckere Früchte hängen....aber trotzdem werden die Leute weiterhin versuchen, Krankheiten effektiv zu beseitigen und wären daher sehr daran interessiert, entsprechende Kenntnisse zu erhalten. Eine Zivilisation, die, trotz höherer Kenntnisse auf antikem Niveau verharrt, weil sie es wirklich nicht mehr nötig hat sich weiterzuentwickeln, ist gar nicht mal so einfach zu konstruieren.
1. Die Umgebung ist derartig ideal, dass man einfach keinerlei Technologie mehr benötigt. Das Ergebnis wäre ein echt schräges Ökosystem, aber potentiell recht interessant.
2. Die Zivilisation braucht zwar viele Dinge nicht mehr, bewahrt aber Wissen und Technologien, die trotzdem nochmal nützlich wären (oder versucht, diese wiederzuerlangen) . Vielleicht braucht man keine Replikatoren mehr, aber die Datenspeicher sind gut bewahrt, man versucht, sich seine Medizin und Biotechnologie zu erhalten und für Notfälle hat man noch die eine oder andere Flugmaschine. Wenn nicht, versucht man diese Dinge wiederzubekommen. Der Nachteil (naja, zumindest in diesem Falle wäre es ein Nachteil): Die Zivilisation wäre nicht sonderlich antik.
3. Egal, ob man die Technologie braucht oder nicht....eine herrschende Ideologie ist der Meinung, wissenschaftliche Weiterentwicklung wäre nicht notwendig und unterbindet in dieser Richtung alles.
4. Es fehlen schlicht wichtige Rohstoffe zum Wiederaufbau.
5. Vielleicht am Unheimlichsten: Zufriedenheit wurde den "antiken" Kolonisten genetisch ins Gehirn gestanzt. Niemand hat auch nur das geringste Interesse, etwas an den gegenwärtigen Umständen zu ändern, zu wissen was hinter dem nächsten Hügel ist, zu wissen was die eigenen Vorfahren konnten, etc.pp. Harmonie durch genetisch bedingte Lethargie sozusagen.

Eine Kombination aus einer niedrig angesetzten 2 und einer moderaten 4 fände ich persönlich am interessantesten und irgendwo auch am plausibelsten.

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