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[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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Arldwulf:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 14.08.2013 | 20:15 ---Und genau das ist der Denkfehler. Es bedeutet keine Einschränkung, nur weil man nicht optimiert bis zum geht nicht mehr. Es bedeutet auch keine Einschränkung, wenn man darauf verzichtet, den Optionsvorteil des Magiers voll auszureizen, nur weil man das kann. Es bedeutet allerdings eine Einschränkung, wenn das System balancebedingt ein Tier für alle vorgibt. Letzteres ist nichts prinzipiell schlechtes, für dich z.B. passt das besser.

Aber ums mit einem Vergleich zu sagen: Ein Rollenspiel im Marvel-Universum macht für mich nur dann Sinn, wenn ich die Wahl hab, ob ich Spider-Man oder doch lieber Thor sein möchte UND wenn ich beides in einer Spielrunde zugleich sein kann. Ein Marvel-Setting, dass mir eine der beiden Optionen nimmt, nur weil bestimmte Spieler mit dieser Ungleichheit nicht klarkommen, interessiert mich nicht. Andere mögen das anders sehen, weil sie entweder Spider-Man oder eben Thor eh blöd finden. Aber ein System, dass aus Balanceängsten dafür sorgt, dass Thor und Spider-Man gleichstark sind? Da möcht ich den Aufschrei aber mal hören.

Der Vergleich hinkt natürlich ein wenig, weil im Rahmen von D&D nirgends genau festgelegt ist, wie stark ein Magier oder ein Schurke denn eigentlich sein muss oder darf. Das System (prä 4E) schmeisst einfach mit möglichst vielen Optionen um sich und überlässt es den jeweiligen Spielern, sich die passenden Optionen herauszupicken. Was es auf der einen Seite schwieriger beherrschbar macht, auf der anderen Seite aber den Vorteil hat, verschiedene Geschmäcker anzusprechen. Die 4E hat damit gebrochen, und deswegen diskutieren wir jetzt in einem Pathfinder/3.X-Forum, dass es ohne diesen Bruch überhaupt nicht gäbe.

Wobei ich das im Sinne der Vielfalt eigentlich begrüße  :)




--- Ende Zitat ---

Um einen stärkeren Charakter spielen zu können muss man aber die klassenbalance nicht durcheinander bringen. Man kann auch einfach einen stärkeren Charakter spielen. Und dies von vornherein in der Gruppe so abstimmen. Es jedem ersichtlich machen.

Das hat auch den Vorteil dass ich bei der Wahl meines stärkeren Charakters nicht mehr darauf angewiesen bin mich auf bestimmte Konzepte zu beschränken. Und um bei deinem Beispiel zu bleiben keiner sagen kann: tut mir leid, Thor kann nicht der mächtigste sein, er kämpft mit einem Hammer im Nahkampf. Nimm doch lieber Storm von den X - Men, dann kannst du mächtiger sein.

Natürlich werden die meisten Gruppen auf den offen geäußerten Wunsch: "hey Leute, ich möchte gern jemanden viel mächtigeres spielen" etwas allergisch reagieren. Man kann das ja gern selbst probieren, einfach mal sagen: Jungs ich bekomme doppelte XP.

Wie viele Gruppen finden das eine tolle Idee?

Nichts anderes ist es aber wenn ein Charakter zwar Stufe X dranstehen hat, aber Stufe x+3 drin steckt.

Feuersänger:
Ich habe Wormy jetzt so verstanden, dass man halt ein bestimmtes Powerniveau _für die Gruppe_ wählen kann. Natürlich ist es nicht so nett, wenn ich einen Uber-CoDzilla in einer Gruppe baue, von der ich weiß dass die anderen in Sachen Optimierung eher so auf Order-of-the-Stick Niveau dümpeln.

Aber man kann sich in der Gruppe abstimmen und auf ein bestimmtes Powerniveau verständigen. Dann macht die eine Gruppe Fighter/Rogue/Healbot und die andere Warblade/Swordsage/Bard und die dritte Druid/Wizard/Cleric mit effizienter Skillung.

Roland:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 14.08.2013 | 20:15 ---Und genau das ist der Denkfehler. Es bedeutet keine Einschränkung, nur weil man nicht optimiert bis zum geht nicht mehr. Es bedeutet auch keine Einschränkung, wenn man darauf verzichtet, den Optionsvorteil des Magiers voll auszureizen, nur weil man das kann. Es bedeutet allerdings eine Einschränkung, wenn das System balancebedingt ein Tier für alle vorgibt.

--- Ende Zitat ---

Entweder verstehe ich Dich nicht richtig, oder Deine Logik ist ein wenig verquer. Wenn ich nicht den Roxxor-Charakter baue, den ich bauen möchte, weil ich Rücksicht auf meine Mitspieler nehmen will, schränke ich mich ein.  Wenn ein Spiel Regeln hat, um die Charaktere auf eiem vergleichbaren Machtniveau zu halten, ist das ebenfalls eine Einschränkung. 
 

Slayn:

--- Zitat von: Roland am 15.08.2013 | 13:04 ---Entweder verstehe ich Dich nicht richtig, oder Deine Logik ist ein wenig verquer. Wenn ich nicht den Roxxor-Charakter baue, den ich bauen möchte, weil ich Rücksicht auf meine Mitspieler nehmen will, schränke ich mich ein.  Wenn ein Spiel Regeln hat, um die Charaktere auf eiem vergleichbaren Machtniveau zu halten, ist das ebenfalls eine Einschränkung.  
 

--- Ende Zitat ---

Das Shaolin Meister Prinzip: Nur weil ich überdimensioniert rocken könnte, bedeutet es nicht dass ich es auch mache.

Oder anders ausgedrückt: Wissen um Spotlight-Verteilung. Man kann sich gerne einen optimierten Charakter bauen. Wenn man ein Gefühl für Spotlight-Verteilung hat, dann überlässt man auch anderen Spielern mal die Bühne und nimmt sich selbst zurück. Spotlight-Verteilung muss nicht nur beim Meister liegen.

Feuersänger:
Ich mag diesen Ansatz nicht. Das hat immer sowas von "Gnädigerweise lasse ich euch unwissende Kindlein mal machen... und wenn ihr's verbockt, kann ich immer noch auf meinen Win-Button drücken".
Man stelle sich das mal in der Praxis vor: "WTF? Wir mühen uns da stundenlang ab, über die Schlucht rüberzukommen, und du hättest uns einfach _fliegen_ können???"

Ich vergleiche das gerne mit dem Bild von einem Erwachsenen, der lächelnd zusieht wie ein Fünfjähriger sich abmüht, an das obere Regal ranzukommen - obwohl es für ihn selbst nur ein Handgriff wäre, das Gewünschte zu holen.

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