Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Infernal Teddy:
--- Zitat von: Feuersänger am 20.08.2013 | 15:56 ---Dann sperr mal die entzündeten Glotzer auf und lies. ::)
--- Ende Zitat ---
Ja. Und du siehst das hier nicht gegeben weil?
Infernal Teddy:
--- Zitat von: Slayn am 20.08.2013 | 16:02 ---Der Satz bedingt darauf wie Spannung aufgebaut wird. "Victory or Bust!" zählt in den meisten Kämpfen, also ein bestimmendes, binäres Ergebnis. Wenn du so willst, ein Roadblock, der überwunden werden muss.
Diese Denkweise gilt nicht außerhalb des Kampfes. Hier wird halt wiederholt und wiederholt, macht ja nichts.
Ich kann diese Denkweise aber auch aufbrechen indem ich sage: Nur der Fighter hat etwas in einer Kampfszene verloren, der Rest ist da überflüssig, genau so wie nur der Schurke etwas in einer Fallenszene verloren hat und nur der Barde in einer sozialen Szene.
--- Ende Zitat ---
Diese Denkweise würde für mich irgendwo zwischen "Computerspiel", "Lageweile" und "Dumm" fallen. Und wäre definitiv nichts das ich spielen würde.
Thandbar:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 20.08.2013 | 15:02 ---
Das System setzt allerdings eine Herangehensweise an das Spiel voraus, die früher selbstverständlich war, heute aber anscheinend keine besondere Popularität mehr genießt.
--- Ende Zitat ---
Du veranstaltest da einen ähnlichen geistigen Brückenschlag wie Slayn. "Will mehr Balance = asoziales WoW-Gesocks!"
Und das finde ich halt nicht. Ich freu mich auch nicht an "Balance" als Selbstzweck oder weil ich wahnsinnig egoistisch mein Powergame durchrocken will (das geht übrigens besser in Systemen, die keinerlei Balance aufweisen), sondern weil ein balanciertes System es dem SL leichter macht, Spotlights zu verteilen, diese niemals gezwungen wirken und keiner das Gefühl hat, im Schatten eines anderen zu stehn oder unangenehm über seine Teammitglieder hinauszuwachsen, wenn er den nächsten Schritt bei seiner Charakterentwicklung vollzieht.
Was ich gerne mache, ist mir "im stillen Kämmerlein" zu überlegen, wie ich meinen Charakter bauen könnte, um meine Gruppe möglichst effektiv zu unterstützen. Wenn bei diesen Überlegungen aber die Frage im Vordergrund steht, ob ich jetzt nicht wieder dem Schurken oder Krieger auf den Schlips trete, schränkt das die reine Freude am Charakterrumdoktern schon irgendwie ein.
Ich persönlich finde es schon schade, wenn so ikonische Geschichten wie Dex-Schurke offenbar eine Build-Falle darstellen. Ein Spiel, das klassische Fantasy liefern möchte, die klassischen Archetypen aber eher abstinken lässt - ich finde halt nicht, dass das gutes Design ist.
Slayn:
--- Zitat von: Infernal Teddy am 20.08.2013 | 16:03 ---Diese Denkweise würde für mich irgendwo zwischen "Computerspiel", "Lageweile" und "Dumm" fallen. Und wäre definitiv nichts das ich spielen würde.
--- Ende Zitat ---
In der Praxis ist es aber so.
Einzelaktionen werden schnell abgehandelt, um die Gruppe nicht zu lange warten zu lassen, während man in den Gruppenaktionen, meist Kämpfen, lang und hart an die sogen. Balance geknüpft ist.
Würfel mal auf "Wissen", entschärfe mal diese Falle, nutze mal dem Skript entsprechend dieses Class-Feature.... alles identisch.
Skeptisch betrachtet, vor allem in Anbetracht dessen, was uns für das Spielen anerzogen wurde, könnte ein Krieger in den gleichen schnelle und kompetenten Schritten einen Balor niedermetzeln, die ein Dieb braucht um eine tödliche Falle zu entschärfen.
Wir sind nun aber eine Art von Simulation gewöhnt, die suggeriert dass die eine Handlung mehr Wert ist als die andere.
Reden wir stattdessen über Spannung. Ist das Lösen eines Rätsels unter Zeitdruck spannend? Ist das hantieren mit einem tödlichen Mechanismus spannend? Ist der Kampf gegen einen Dämon spannend? Ist das Aufdecken einer Intrige spannend?
Für mich in allen Fällen ja. Nur warum wird nur eines davon von den Regeln traditionell spannend abgedeckt, der Rest nicht?
Infernal Teddy:
Balance is a myth.
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