Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Slayn:
Balance und ein nach Oben hin offenes System schließen sich dagegen aus. Ab dem Punkt, ab dem die gewählten Optionen anfangen richtige Synergien zu entwickeln, schießt man auf der Skala schnell nach Oben.
Arldwulf:
Weiß ich gar nicht. Stell es dir als Waage vor. Gibt es ein Gewicht bei dem die Waage nicht mehr ausgeglichen sein kann?
Nein...egal wie schwer die eine Seite wird, die andere kann genauso schwer sein.
Eine nach oben offene Skala ändert daran nichts, da für die Balance ja nur wichtig ist das zwei Werte auf der Skala verglichen werden können. Oder in Rollenspielbegriffen gesprochen: Auch wenn der Stufe 1000 Magier unbeschreiblich (im Wortsinne) mächtig ist: Für die Balance ist nur wichtig dass man ihn auf Level X mit anderen Level X Charakteren vergleichen kann.
Und dies bedeutet natürlich auch dass es keine Fähigkeit geben kann die per se unbalanced ist. Nur das sie auf der falschen Stufe eingeordnet sein kann.
Rhylthar:
Und was in der Theorie schön klingt, ist meiner Meinung nach in der Praxis fast unmöglich auf Papier zu bringen.
Um mal (u. a.) auf Wormys Post einzugehen:
Auf was soll denn gebalanced werden? (In D&D 3.5) PB 32, 28...was ist mit ausgewürfelten Charakteren?
Sollen alle Klassen auf allen Stufen gleich stark sein?
Wie sollen Skills gebalanced werden?
usw.
Arldwulf:
Gleich "stark" wirft natürlich die Frage auf was man unter "stark" versteht, ich würde es gleich "nützlich" nennen.
In der Hoffnung dass dies der bessere Begriff ist. Und das bezieht sich dann natürlich genauso auf einzelne Spielelemente. Auch Skills sollten so gestaltet werden dass sie gleich nützlich sind.
Das ganze bezieht sich dann natürlich immer auf durchschnittliche Abenteuerverteilung (wenn man nur Untote verhaut in seinen Abenteuern werden Charaktere die sich mit Untoten beschäftigen immer Vorteile haben). Und man darf dort nicht Perfektion erwarten. Es geht beim Balancing nicht darum die perfekte Balance zu erreichen (klappt eh nicht), sondern darum den Aufwand für Designer, Spieler und Spielleiter zu minimieren und den Spielraum den man hat um die Optionsvielfalt auch zu nutzen ohne das System zum kippen zu bringen zu erhöhen.
Oder anders gesprochen: darum den Turm so zu bauen dass man auch mal ein bisschen daran wackeln kann ohne dass er einstürzt.
Rhylthar:
--- Zitat ---Auch Skills sollten so gestaltet werden dass sie gleich nützlich sind.
--- Ende Zitat ---
Skills an sich sind schon Optionen (in AD&D 2nd waren sie optional), die niemals gleichwertig behandelt sein können, weil es viel zu situationsabhängig ist und zu viele Faktoren mitspielen, um die Nützlichkeit eines Skills beurteilen zu können.
--- Zitat ---Oder anders gesprochen: darum den Turm so zu bauen dass man auch mal ein bisschen daran wackeln kann ohne dass er einstürzt.
--- Ende Zitat ---
Um mal bei diesem Vergleich zu bleiben:
Der Turm ist hier aber aus ganz anderen Gründen eingestürzt.
a) Die Anleitung zum Bau (AP) war nicht besonders gut.
b) Der Turm war für eine andere Anzahl an Personen (SC) ausgelegt.
c) Als Materialien (SC) wurde weitestgehend Balsaholz verwendet...und außerdem noch Stahlbeton mit eingebaut.
d) Der Architekt hat dadurch "Pfusch am Bau" (nicht böse gemeint!) betrieben.
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