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[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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Wormys_Queue:

--- Zitat von: Arldwulf am 21.08.2013 | 12:46 ---Wenn du doch über die 4E reden willst: Ist doch super, hier gibt es ja ein schönes kleines 4E Unterforum, da sind dann auch solche Detailfragen wie deine zum Paragonpfad und wann man den nehmen kann schon beantwortet und können viel besser diskutiert werden. Aber ganz ehrlich - für das Thema hier braucht man sie nicht. Das gehört hier nicht hin. PF und D&D 3.5 gehört hier hin. Ist auch als Thema genug interessant und spannend um es hier zu diskutieren ohne neue Editionskriege loszutreten. Ich verstehe nicht warum man sie hier krampfhaft immer hineinbringen will. Nur als Ablenkung? Das ist doch durchsichtig.
--- Ende Zitat ---

Ich halte es für einfacher am konkreten Beispiel zu argumentieren, und da bietet sich die 4E an, weil sie (welch Zufall) eben genau auf den Prinzipien beruht, die du hier vertrittst. Wenn du daraus einen Editionskrieg machen willst, ist das deine Sache. Sonst versucht das hier jedenfalls niemand. Im übrigen hab ich das Beispiel deswegen gewählt, weil gerade die Paragonpfade eine der 4E-Elemente sind, die mir eigentlich ganz gut gefallen und ich tatsächlich schon überlegt habe, die 3.X-Prestigeklassen in diese Richtung umzubauen. Das lustige und den Kern der Diskussion berührende ist, dass ich letztlich deswegen darauf verzichtet habe, weil mir klarwurde, dass ich es letztlich nur deswegen getan hätte, um den Spielern potentielle balancestörende Missbrauchsmöglichkeiten aus der Hand zu schlagen, die sie bei mir sowieso nie zu verwenden versuchten. Und das war es mir halt einfach nicht wert, weil ich ihnen gleichzeitig Möglichkeiten weggenommen hätte, ihren Charakter nach ihrem Gusto zu gestalten.

Luxferre:

--- Zitat von: Slayn am 21.08.2013 | 13:06 ---Ich werfen deswegen mal eine andere Idee in den Raum: Ein AP muss anders designed und geschrieben werden, mit klaren Handlungsanweisungen wie man mit den realen Gegebenheiten am Spieltisch eine Balance in diesem einem AP erstellt, anstatt von einer fiktiven Balance auszugehen.

--- Ende Zitat ---

Ein AP sollte eine gesunde Handvoll Plotpoints haben, diese gut ausgearbeitet und plausibel in die Spielwelt integrieren und es dem SL leicht machen überhaupt zu leiten.

Das ist ein großes Problem für mich. Wenn ich einen AP by the book leite, sind meine Spieler KOMPLETT unterfordert. Geheimnisse sind aufgedeckt, bevor sie überhaupt wichtig werden könnten, NSC werden durchschaut, geheime Orte und Schätze werden allesamt gefunden. Sie jagen also verdammt erfolgreich, weswegen ich immer mindestens noch einen weiteren Subplot in der Hinterhand habe.
Also schreibe und denke ich die APs um, modifiziere sie und lasse sie beizeiten abdriften.

Als Fazit bleibt also, dass kein AP meine Gruppe oder mich befriedigen konnte.

Thandbar:

--- Zitat von: Slayn am 21.08.2013 | 13:06 --- Was dieser Faden bisher aber gut aufzeigt, ist das noch nicht mal im Ansatz ein Konsens besteht was denn nun eine Balanace ausmacht, insbesondere weil wir von Multifunktionalen Regeln reden, die wir alle unterschiedlich nutzen.

--- Ende Zitat ---

Vielleicht hilft einem der Begriff "Balance" auch nicht so viel weiter, weil man erst einmal formulieren müsste, was man von einem D&D-artigen Spiel erwartet. Nach meinem Verständnis geht es bei der Balance um die Entsprechung von Spielkonzept und Regeln.

Wenn ich als Konzept habe, dass Solare scheiße viel mächtiger sind als Drachenblütige, ist das System nicht balanciert, wenn regelseitig beide gleich mächtig sind. Wenn ich als Konzept habe, dass Zauberer und Schurken bis in Stufe 20 hinaus gleichberechtigt dieselben Abenteuer erleben sollen, ist es nicht balanciert, wenn die Zauberer immer stärker werden.  

Arldwulf:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 21.08.2013 | 13:12 ---Ich halte es für einfacher am konkreten Beispiel zu argumentieren, und da bietet sich die 4E an, weil sie (welch Zufall) eben genau auf den Prinzipien beruht, die du hier vertrittst.
--- Ende Zitat ---

Das Problem ist: Das tut sie nicht. Vieles der von mir oben angesprochenen Punkte sind in der 4E nicht oder nur teilweise oder auch ganz anders umgesetzt.

Und das wirft die Frage auf inwieweit die 4E dich hier auf die falsche Spur führen kann. Man sieht dies sehr schön an der Diskussion oben. Du scheinst die 4E als in ihrer Optionsvielfalt reduziert zu empfinden, und gleichzeitig als balanced. Und ziehst dann den Schluss "Balancing führt zu geringerer Optionsvielfalt".

Damit verläßt du aber den Kontext des oben genannten Arguments. Da ich nicht über die 4E geredet habe und auch nicht über die Umsetzung in der 4E reden wir dann am Ende über verschiedene Dinge.

Deshalb nochmal: Lass sie doch einfach raus. Es ist nicht so schwer einfach nur auf die Postings einzugehen die tatsächlich gemacht werden. Ohne die im Klischeebild der User erwarteten Postings noch hinzuzudenken. Am Ende schreib ich sonst hier 10x: "Lass die 4E hier raus! Darüber rede ich nicht."

Und bei dir kommt immer nur an: "Mensch, der Arldwulf redet ja nur über die 4E". Weil du dann Dinge die davon unabhängig sind - wie die Balancingfrage - gleichsetzt. Alles oben gesagte  -  von der Korrektur deiner Annahme über Paragonpfade mal abgesehen - bezieht sich NICHT auf die 4E. Es behandelt auch nicht die Umsetzung in der 4E, und ich sehe auch die Umsetzung der 4E nicht so als ob sie dem oben genanntem entspricht. Kurzum: Es hat mit der 4E nichts zu tun. Aber sehr viel mit Pathfinder RPG und D&D 3.5.

Rhylthar:

--- Zitat ---Ich werfen deswegen mal eine andere Idee in den Raum: Ein AP muss anders designed und geschrieben werden, mit klaren Handlungsanweisungen wie man mit den realen Gegebenheiten am Spieltisch eine Balance in diesem einem AP erstellt, anstatt von einer fiktiven Balance auszugehen.
--- Ende Zitat ---
In einigen 3.0/3.5 Abenteuern, häufig von Drittanbietern, waren Ansätze davon zu erkennen. Es wurde auf unterschiedliche Gruppengrößen eingegangen, wie auch, wenn bestimmte Klassen nicht vorhanden waren. Also klare Tipps für SL, wie sie mit der geänderten Situation, von der das Abenteuer grundsätzlich ausging, umgehen könnten. Bewusst hier der Konjunktiv, denn irgendwie habe ich es als SL immer als meine Pflicht angesehen, die vorgefertigten Abenteuer Spieler und SC gerecht aufzubereiten.

Deswegen kann ich die Anmerkung von Arldwulf bezüglich der Handlungsfreiheit bei der Erstellung/Auswahl von Abenteuern so nicht verstehen:
Als SL bin ich IMMER eingeschränkt...und zwar durch meine Spieler. Ihre Charakterwahl war da durchaus mit berücksichtigt, allerdings auch ihr Verständnis, was sie wo wie spielen wollen. Und da kann ich das ausbalancierteste System haben...den Faktor Mensch wird es nie komplett berücksichtigen.

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