Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Arldwulf:
Sehe ich durchaus ähnlich, und selbst etwas basteln zu können ist eine Super Sache.
Aber dies ändert eben nichts an der Frage was der Verlag veröffentlchen sollte. Und hier wäre die Version von Option A welche Option B Gleichberechtigt ist am wichtigsten.
Einfach weil es leichter ist etwas aus der Balance zu bringen als diese zu erreichen. Und weil die Spieler dann bewußt die Entscheidung treffen etwas stärker als etwas anderes zu machen - anstatt dies erst später im Spiel festzustellen.
Feuersänger:
@Slayn:
In diese Punkte umgerechnet, würde ich die Tiers etwa wie folgt verorten:
T1 = 100+
T2 = 80-90
T3 = 50-60
T4 = 30-40
T5 = <25
(Wie du siehst, wäre das Verhältnis Wizard/Rogue also nicht 100:60, sondern eher 100:35.)
Auf dein Beispiel übertragen, ist das Problem bei diesem Ansatz ganz einfach, dass bereits 80 Punkte reichen, um das Spiel zu sprengen. "Let's make each class equally broken" ist kein guter Designansatz. Wirklich nicht. Es wäre absolut kontraproduktiv, und für den Spielleiter unmöglich zu handhaben, wenn jeder Charakter T1 wäre.
Der Sweet Spot liegt wie gesagt für mich (und viele andere) bei T3, mit den zuvor beschriebenen Kompetenzen und Grenzen. Natürlich mag es auch Leute geben, die niedriger oder höher spielen wollen, das ist halt Geschmackssache. Jedenfalls ist es für meinen bevorzugten Spielstil erstrebenswert, dass die höheren Klassen auf T3 gekappt und die niedrigeren auf T3 aufgebohrt werden.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Arldwulf am 22.08.2013 | 14:23 ---Einfach weil es leichter ist etwas aus der Balance zu bringen als diese zu erreichen.
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich genauso. Führt aber im Design dazu, das man sich entscheiden muss, auf welchem Machtniveau man es ausbalancieren will. Und egal, wie man sich entscheidet, man kriegt in jedem Fall ein Problem mit den Spielern, denen das gewählte Machtniveau nicht behagt. Das ist genau das, was der 4E passiert ist. Die einen haben bemängelt, dass ihnen der Kämpfer plötzlich zu stark geraten ist, die anderen, dass der Magier abgeschwächt wurde. Und beide Gruppen sind lieber bei einem System geblieben, dass balanceteschnisch gesehen die Klassen schlechter umsetzt.
Und meine Vermutung ist, dass das zwangsläufig passiert, wenn man den Balancegedanken zu stark betont, weil das eben die Wahl eines gemeinsamen Machtniveaus bedingt, das stets nur einem Teil der Spieler mundet.
Arldwulf:
Die 4e ist an vielem gescheitert. Aber hier gehört sie nicht wirklich hin.
Dass Balancing von Kämpfer und Magier war dort aber eher etwas das positiv aufgenommen wurde. Oder anders gesagt: ohne dies hätte die Edition noch schlechtere Kritiken erhalten. Und dann sogar berechtigt.
Roland:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 22.08.2013 | 17:06 ---Und meine Vermutung ist, dass das zwangsläufig passiert, wenn man den Balancegedanken zu stark betont, weil das eben die Wahl eines gemeinsamen Machtniveaus bedingt, das stets nur einem Teil der Spieler mundet.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe es in der Tat als einen der Vorteile von D&D2/Pathfinder an, dass man sich durch die Wahl der Klasse auch einen Platz in der Gruppenhierarchie aussuchen kann.
Das Problem ist nur, dass man diesen Platz dann auch ausfüllen können und wollen sollte.
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