Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Arldwulf:
Dein Bemühen hier die 4E um jeden Preis in die Diskussion hineinzubringen in allen Ehren, aber hatten wir eigentlich schonmal eine 4E Diskussion in der die Erwiderung "so steht das leider nicht in den Büchern" die falsche Erwiderung gewesen wäre? Selbst hier im Thread bei deinem Einwand bezüglich der Paragon Pfade galt dies doch nun wieder.
Ist doch auch ok. Du spielst sie nicht, du beschäftigst dich nicht damit.
Musst du auch nicht. Das ist nichts schlimmes. Du brauchst keine Ahnung von der 4E zu haben.
Es macht nur Diskussionen darüber sehr nutzlos. Erst Recht wenn die Diskussionen dann über die Motivationen anderer Spieler gehen sollen etwas zu spielen oder dies sein zu lassen.
Wenn du wirklich so überzeugt bist das Spieler Imbalance wollen hab ich ein Experiment für dich. Geh doch mal in eine beliebige Spielrunde und schlage vor das von heute an Spieler 1 mehr Exp erhält als Spieler 2. Also schneller zu einem höherem Powerlevel kommt. Wie viele Prozent der Spieler würdest du schätzen sind von diesem Vorschlag begeistert? Wie viele fänden ihn gut?
Wir hatten hier mal eine tolle Diskussion über Levelunterschiede bei Charaktern innerhalb einer Gruppe. Ich war damals dafür (und find das auch immer noch toll) - aber dies war eine absolute Minderheitenposition. Die meisten Spieler äußerten stattdessen dass dies langweilig sei, nicht funktionieren würde oder dergleichen. Das ist das lustige daran: Offene Imbalance wird weitgehend abgelehnt. Und sobald diese Imbalance ins Spiel kommt ohne das die Spieler sich bewußt dafür entscheiden soll dies ein Mittel sein um Spieler zu einem System zu bringen?
Warum gibt es dann so oft Balancingdiskussionen um die 3E/3.5 und Pathfinder RPG? Und warum gibt es eigentlich im 4E Forum keine Threads "hey, ich fände es viel besser wenn die Balance schlechter wäre"?
Das ganze ist nicht mehr als eine Strohmanndiskussion. Es wurde weiter ja oben schon gesagt dass auch bei dir der Turm möglichst stabil ist. Und von anderen gesagt dass die Balance nachträglich durch den Spielleiter kommt. Worum geht es also? Nur darum möglichst keine Kritik am System zuzulassen? Was ist denn schlimm daran? Wir sind hier in einem 3.5/Pathfinder RPG Thread, und irgendwie hast du nichts besseres zu tun als zu sagen: Hey, aber die 4E....
Wenn du über die 4E reden willst: Da gibt es ein tolles Unterforum. Wie wärs mal darüber zu reden wie beispielsweise dem Threaderöffner geholfen werden kann wenn er die unterschiedliche Aufstiegsgeschwindigkeit von Magier und Kämpfer anspricht?
ErikErikson:
--- Zitat von: Arldwulf am 22.08.2013 | 20:36 ---
Wenn du wirklich so überzeugt bist das Spieler Imbalance wollen hab ich ein Experiment für dich. Geh doch mal in eine beliebige Spielrunde und schlage vor das von heute an Spieler 1 mehr Exp erhält als Spieler 2. Also schneller zu einem höherem Powerlevel kommt. Wie viele Prozent der Spieler würdest du schätzen sind von diesem Vorschlag begeistert? Wie viele fänden ihn gut?
--- Ende Zitat ---
Die wollen schon Imbalance, aber dergestalt, das der Experte durch Anwendung von Expertenwissen mehr XP bekommt. geh in ne klassische RPG Runde und schlag vor, das die erfahrensten Spieler nie mehr XP haben dürfen als der unerfahrenste Spieler. Da bekämst du was zu hören.
Arldwulf:
--- Zitat von: ErikErikson am 22.08.2013 | 20:41 ---Die wollen schon Imbalance, aber dergestalt, das der Experte durch Anwendung von Expertenwissen mehr XP bekommt. geh in ne klassische RPG Runde und schlag vor, das die erfahrensten Spieler nie mehr XP haben dürfen als der unerfahrenste Spieler. Da bekämst du was zu hören.
--- Ende Zitat ---
Klingt ja auch nach einem super Plan. Bloß hat dies eben nichts damit zu tun dass Klasse A stärker als Klasse B ist.
Das Expertenwissen zeigt sich ja darin dass ein Experte mit Klasse A stärker ist als ein Laie, und dies genauso für Klasse B gilt. Dass er mit jeder Klasse gleich gut sein Expertenwissen zeigen kann.
Feuersänger:
--- Zitat von: ErikErikson am 22.08.2013 | 20:41 ---Die wollen schon Imbalance, aber dergestalt, das der Experte durch Anwendung von Expertenwissen mehr XP bekommt.
--- Ende Zitat ---
Naja, das nu nicht. Da die XP in D&D gleichmäßig verteilt wird, bzw im Falle von unterschiedlichen Leveln die niedrigeren sogar _mehr_ XP bekommen (bis sie aufgeholt haben), kann das gar nicht der Fall sein. Das ist den Powergamern auch völlig wurscht. Denen reicht das Bewusstsein, mal wieder so richtig gerockt zu haben. Dabei wollen sie (meistens) nicht besser sein als die anderen, und sie wollen keine höheren Belohnungen, sie wollen nur das Spiel schlagen.
Rhylthar:
--- Zitat ---T1 = 100+
T2 = 80-90
T3 = 50-60
T4 = 30-40
T5 = <25
--- Ende Zitat ---
Hier möchte ich nochmal drauf eingehen, ohne jetzt zu überprüfen, ob diese Punkteeinteilung so stimmig ist (kann und will ich auch gar nicht, ist aber auch irrelevant für meine Aussage).
Dieser Punkteeinteilung würde ich die gleiche Einteilung für Spielertypen gegenübersetzen, also wäre ein T1 Spieler der absolute regelfeste, auf Optimierung erpichte Spielertyp, während T5 eher derjenige ist, der Regeln rudimentär kennt und so "dahin spielt". Was bedeutet, dass ein T1 Spieler mit einer T3 Klasse sehr wahrscheinlich einen T5 Spieler mit T1 Klasse "an die Wand spielt". Oder dasselbe passiert, wenn ich beiden Spielern eine T3 Klasse gebe. Eventuell sogar dieselbe.
Wie könnte ich das vermeiden?
Nun, entweder durch ganz krasse Trennung der Aufgaben a la Shadowrun (Decker vs. Magier) oder (jetzt bin ich wieder bei Optionen) die Auswahl an möglichen Optionen zu beschränken und zwar so stark, dass die Lücke zwischen den Spielertypen und was sie aus ihren Charakteren machen können nicht zu groß wird. Kurz: Den T1 Spieler in seinen Möglichkeiten beschneiden und den T5 Spieler quasi den Charakter so "leicht" machen, dass er selbst mit der Spielweise annähernd am T1 Spieler dranbleibt.
(Das ist natürlich das Extrembeispiel an Spielertypen am Tisch; wird häufig so nicht vorkommen, aber in der Theorie ist es genau so möglich wie T1 Klassen das Spiel sprengen können).
PF/3.5 hat da eben den anderen Weg gewählt. Hau Optionen raus noch und nöcher, Spielleiter und Spieler werden es gemeinsam richten. Man findet sich irgendwo auf gemeinsamen T-Stufen zusammen und selbst wenn Unterschiede da sind, gleichen die Spieler und der Spielleiter es selbst aus.
Un diesen Ansatz halte ich persönlich für wesentlich besser, als eine Gleichmacherei (Balance) von Klassen und Optionen. Denn wenn ich dabei konsequent sein will, muss ich Optionen weglassen, denn Optionen, um so mehr es werden, bevorzugen immer T1/T2 Spielertypen, die damit wesentlich mehr anfangen können als alle anderen...womit ich dann wieder der Gefahr der Unbalance unterliege.
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