Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Arldwulf:
Nach dieser Logik ist also ein unbalanciertes System besser um die Gefahr der Unbalance zu vermeiden? ^^
Nochmal...es gibt ja keine Option die man nicht in ein ausbalanciertes System bringen könnte. Im Gegenteil, am wenigsten Balance in 3.5 hat man beispielsweise Core only - also durch reduzieren der Optionen.
In deinem Beispiel ist die Chance dass der T1 Spieler die T1 klasse wählt ja durchaus hoch. Und die daraus entstehenden Unterschiede sind dann für keinen befriedigend, weder für den T1 Spieler der mal wieder das gleiche spielt noch für den T5 Spieler der gar nicht weiß wieso das was auf dem Papier und in seiner Vorstellung nach einem interessanten Charakter klang nicht so recht funktioniert.
Von einem ausbalancierten System würden beide profitieren.
Feuersänger:
An der Sache mit den unterschiedlichen Spielerniveaus ist durchaus was dran; ich glaube ich hatte das in diesem Thread auch schonmal aufgebracht. Allerdings sind die T1-Klassen auch nicht alle pflegeleicht.
Der Druid ist _die_ Faceroll-Klasse. Solang man ihm Natural Spell gibt, kann man gar nichts falsch machen. Wie heisst es so schön, "Einen Druiden zu optimieren ist wie TNT an eine Atombombe dranzukleben: es geht, aber wozu?"
Der Kleriker ist auch relativ leicht zu spielen, in dem Sinne als das man nicht krepieren wird weil man ja so robust ist und so viel Heilung hat. Man wird offensiv nicht viel auf die Reihe bringen, aber das macht nichts, solange man seine Party unterstützt.
Der Wizard hingegen ist ein Extremfall. Seine Power steht und fällt mit der Systemkenntnis des Spielers. Man kann ihn zum Gott machen oder total verskillen. Ein verskillter Wizard, mit einem Spieler der sich nicht mit den Zaubern auskennt, bringt nichts und wird vermutlich meist nicht lange überleben.
Wie gesagt, ich habe schonmal einer schwachen Spielerin einen Druidencharakter gegeben, damit sie in der Gruppe beitragen konnte. Hat funktioniert. Hätte ich ihr einen Wizard gegeben, hätte es nicht funktioniert.
Rhylthar:
--- Zitat ---Im Gegenteil, am wenigsten Balance in 3.5 hat man beispielsweise Core only - also durch reduzieren der Optionen.
--- Ende Zitat ---
Core only hat durch den Wegfall der ganzen Optionen ein SL die größte Chance, das ganze balanced zu halten. Weil die Übersichtlichkeit natürlich größer ist.
--- Zitat ---In deinem Beispiel ist die Chance dass der T1 Spieler die T1 klasse wählt ja durchaus hoch. Und die daraus entstehenden Unterschiede sind dann für keinen befriedigend, weder für den T1 Spieler der mal wieder das gleiche spielt noch für den T5 Spieler der gar nicht weiß wieso das was auf dem Papier und in seiner Vorstellung nach einem interessanten Charakter klang nicht so recht funktioniert.
--- Ende Zitat ---
Einem T1 Spieler wird allerdings auch immer klar sein, dass er da eine T1 Klasse wählt. Und einem T5 Spieler kannst Du eine T1 Klasse vor die Nase setzen...er wird sie im Extremfall noch schlechter spielen als der T1 Spieler die T5 Klasse, einfach, weil er die Möglichkeiten der T1 Klasse gar nicht überblickt/überblicken will.
Und der T5 Spieler (oder auch gerne mal T3/T4, um von den Extremen wegzukommen) wird mit mehr Optionen immer schlechter darstehen, weil er gar nicht alle richtig bewerten kann/will, wie es T1 und T2 Spieler würden. Lässt man Optionen weg, werden im Laufe der Zeit durch reine Spielerfahrung manche T3/4 Spieler zu T1/2 Spielern...der T1 Spieler kann aber sein Wissen nicht erweitern, also holen die anderen auf.
--- Zitat ---Nach dieser Logik ist also ein unbalanciertes System besser um die Gefahr der Unbalance zu vermeiden? ^^
--- Ende Zitat ---
Ich bevorzuge in diesem Beispiel (PF/D&D 3.5) das unbalancierte System mit den zigtausend Optionen zur Charaktererstellung gegenüber einem System, das auf Teufel komm raus versucht, balanced zu sein, weil es meiner Meinung nach nicht funktioniert oder nur auf Kosten des Wegfalls von Optionen. Dafür muss ich als SL oder Spieler eben selbst ein wenig Arbeit aufbringen.
@ Feuersänger:
Ich habe beides mit Druide/Priester erlebt. Die Druidin hat so gut wie gar nicht die Verwandlungen genutzt und nur eine minimale Auswahl an Zaubern. Dem Kleriker war die Zauberliste zu lang (Auswahl für sich getroffen), außerdem hat er aus Flairgründen (Ilmater/Lathander als Gottheit (?)) bestimmte Zauber gewählt/abgelehnt.
Kein Gamebreaker dabei. Wizard als T1 Klasse wurde in meinen Runden sehr selten gewählt...zu komplex für manche Spieler.
kalgani:
--- Zitat von: Rhylthar am 23.08.2013 | 09:30 ---Ich bevorzuge in diesem Beispiel (PF/D&D 3.5) das unbalancierte System mit den zigtausend Optionen zur Charaktererstellung gegenüber einem System, das auf Teufel komm raus versucht, balanced zu sein, weil es meiner Meinung nach nicht funktioniert oder nur auf Kosten des Wegfalls von Optionen. Dafür muss ich als SL oder Spieler eben selbst ein wenig Arbeit aufbringen.
--- Ende Zitat ---
+1
Arldwulf:
--- Zitat ---Dafür muss ich als SL oder Spieler eben selbst ein wenig Arbeit aufbringen.
--- Ende Zitat ---
Ist ja auch OK, hab ich ja auch jahrelang gemacht. Kompromisse funktionieren. Aber du hast ja auch keinen Ring of timestop bei dir herumliegen. Die Zeit die ich früher zum aussortieren benutzte, zum nachbalancen und zum NPC und Monster anzupassen stecke ich jetzt in die Story und die Umgebung.
Und auch in Abwechslungsreichere Charaktere. Mit am Ende mehr Optionen die ich nutzen kann, weil es viel seltener ist dass ein SL Material ablehnt oder dass es nichts taugt oder zu stark ist. Deine Ansicht ist dafür ja ein gutes Beispiel. Wenn der SL sich - weil es ihm sonst zu viel Arbeit macht oder er das Material nicht kennt - auf etwas wie Core only beschränkt ist die Zahl der Optionen eben doch wieder viel kleiner.
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