Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Roland:
--- Zitat von: Feuersänger am 22.08.2013 | 18:16 ---Moment. Soll das jetzt heißen, dass ich durch eine bestimmte Klassenwahl zum Anführer der Spielergruppe werde, gleichzeitig aber mein Charakter nicht unbedingt Anführer der Party sein wird?
Komm ich jetzt nicht mit.
--- Ende Zitat ---
Im Prinzip ja, wobei da die Frage nach Henne und Ei ist. In unseren Pathfindergruppen haben die Casual Gamer umd Mitläufer Charaktere mit "einfachen" Klassen aus den weniger guten Tiers. Die Wortführer und Experten, deren Stimme in der Gruppe auch öfter gehört wird/mehr Gewicht hat, wählen effektivere Charaktere.
--- Zitat von: Arldwulf am 22.08.2013 | 18:18 ---Aber wäre es nicht viel besser wenn ich dies unabhängig von der Klasse wähle?
--- Ende Zitat ---
Für viele Spieler ja, für manche nein.
Luxferre:
--- Zitat von: Arldwulf am 23.08.2013 | 11:27 ---Nein, mein durchschnittlicher SL Aufwand für die Vorbereitung von 3.5er Runden ging häufig in den Stundenbereich. Das lag natürlich auch daran dass wir recht lange Sessions hatten.
Aber für das was dabei herauskam war es zuviel. Sag ich ganz selbstkritisch, meine 3.5 Abenteuer waren nicht gut genug. Auch die nicht die letztlich gut ankamen. Ich hab viel zu viel Zeit mit NPC basteln, Hausregeln und Regeldiskussionen verbracht.
Ich spiel ja inzwischen sogar wieder Pathfinder ab und an. Aber ich würde wohl nur sehr ungern wieder ein 3.5 Spielleiter werden, weil das was mir am Spielleitersein Spaß macht, das Ausdenken von Spielwelten und Geschichten zu kurz kommt, zu sehr von anderen Themen überlagert wird.
Ich find es völlig ok wenn jemand sagt: Hey, der Spielleiter gleicht das alles aus!
Aber selbst würde ich diese Zeit nicht mehr - zumindest nicht in dieser Menge - für so etwas einsetzen wollen. Lieber für was anderes.
--- Ende Zitat ---
Sehen wir sogar ähnlich. Ich bereite für den Stufenbereich 1-8 circa 1/3 Std regeltechnisch vor und 8-11 circa 1 Std. Alles darüber wird mir derbst zum Graus! Daher ja auch meine Abkehr von D&D.
Jetzt freue ich mich mal wieder auf eine knackige Kurzkampagne (Stufe 1-7, evtl 8) und auch hier werden die SC recht unterschiedlich optimiert sein. Der Barbarenspieler hat schon ein durchschlagendes Konzept im Kopf >;D
Wenn ich als SL übrigens nur wirklich wenig Regelkrams vorbereiten will, dann spiele ich FATE und Co ;)
Feuersänger:
Uh. Noch ein Nachtrag zu meinem vorvorherigen Beitrag. Von wegen "spielerischer Anspruch einer Klasse". Da sollte man sich auch das untere Ende der Skala ansehen.
Es ist ein häufiger Trugschluss, dass man Neulingen am besten eine "einfache" Klasse wie Fighter zuteilen sollte, weil diese leichter zu spielen sei. Oder weil man gleich losspielen will und es deswegen schnell gehen muss. Das gilt _ganz besonders_ für den Fighter; kaum eine zweite Klasse hat man so schnell verskillt wie diese. Und verskillte Charaktere machen keinen Spaß. Gerade wenn man quasi keine Class features hat, nur einen Batzen frei wählbarer Bonusfeats, muss man sich erstmal damit auskennen, bevor man die Werkzeuge effektiv nutzen kann.
(Der 3.5 Fighter hat gar keine Classfeatures; der PF Fighter ein wenig "More of the Same".)
Wenn man Anfängern schon eine "simple" Klasse anempfehlen will, dann sollte das eher etwas sein, wo man nicht mit unnötig vielen Auswahlen belastet wird. Also z.B. Barbar. Da sind die Klassenfeatures vorgegeben und man muss sie nur abhaken.
Aber wie gesagt, man kann ihnen auch nen Druiden oder Kleriker anvertrauen; der wird dann zwar auf Sparflamme gespielt, aber das reicht schon, um zurechtzukommen.
Arldwulf:
--- Zitat von: Roland am 23.08.2013 | 11:45 ---Für viele Spieler ja, für manche nein.
--- Ende Zitat ---
Inwiefern? Nimm mal an das System gibt vor: "Klasse A ist für die Spieler die besonders viel Einfluss auf das Spiel nehmen wollen, Klasse B für die Normalspieler und Klasse C für die die nur wenig Einfluss haben wollen".
In einem ausbalancierten System wäre dies anders, dort heißt es dann einfach: Ihr könnt Klasse A, B oder C wählen und entscheiden ob ihr mit eurem Charakter lieber besonders viel oder wenig oder genausoviel Einfluss wie alle anderen haben wollt.
Den Wunsch danach unterschiedliche Powerlevel, unterschiedlich starke Möglichkeiten der Einflussnahme auszuspielen verstehe ich völlig - find ich toll.
Aber wie genau sollte es möglich sein dass ein Spieler davon profitiert wenn er damit an eine bestimmte Klasse gebunden ist? Schließlich könnte man in Variante 2 immer noch die gleiche Konstellation erstellen wie in Variante 1. Nur bin ich nicht mehr daran gebunden dies mit einem bestimmtem Charakterkonzept zu machen.
Roland:
Ich selbst hab bei der Sache ziemliche Vorbehalte, aber einige Spieler entziehen sich gern der Verantwortung fürs Spiel. Da hilft es, dann auch nur einen mittelmäßigen Charakter zu haben. In Spielen bei denen jeder gleich gut ist (bzw. problemlos sein kann), gibt das viel mehr Probleme, weil die Ausrede des weniger fähigen Charakters fehlt. Außerdem sind dann ja nicht die ernorm guten SC der Mitspieler da, die im Zweifelsfall den Tag retten können.
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