Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Slayn:
--- Zitat von: Vigilluminatus am 9.09.2013 | 09:20 ---Wenn man bei "Geschmack" bleibt, ist die OGL generell Suppe, Pathfinder und 3.5 Nudelsuppe und PF ein kleines bisschen stärker gewürzt als 3.5 (3.55 meiner Ansicht nach). Ich hab beide früher mal gespielt und trau mich zu sagen, dass es ohne Weiteres möglich ist als jemand, der viel 3.5 gespielt hat und Pathfinder nur durchgelesen hat, kompetent über beide Regelsysteme zu reden. Feuersänger redet ja hauptsächlich über Regelmechanismen und die unterscheiden sich kaum.
--- Ende Zitat ---
Und ...
--- Zitat von: Talim am 9.09.2013 | 09:20 ---Darueber habe ich nichts geschrieben. Es ging um Regeln und Regelgurus. Dazu braucht man keine Spielerfahrung.
Ich kann Dir auch Regeln erklaren, die 5 Minuten vorher aufgestellt wurden.
--- Ende Zitat ---
Darum gehts doch aber. PF ist auf "Long Haul" eingestellt und zwar um die APs zu unterstützen. Diese wiederum haben bestimmte Endstufen, meist 14-16, danach kommt nichts mehr (außer Vorschlägen was man machen kann). Da man sie stringent als Gruppe durchspielen soll, ohne großen Verluste aber immer als Gruppenspiel, geschehen diese Art von theoretischen Ausreißern, über die hier geredet wird seltener als bei der 3,5 und den dortigen ABs und APs.
Konzeptcharaktere sind ein Thema, klar, aber unterschiedlich zu betrachten. Wenn ein Spieler einen Konzeptcharakter einführt, entweder weil er später hinzu stößt oder später seinen Charakter wechseln will, dann geschieht etwas, das im Balancing eines AP-Spiels nicht vorgesehen ist und davor auch so nicht geschehen wäre. Hier mal Theorie und Praxis bedenken.
Arldwulf:
--- Zitat von: Slayn am 9.09.2013 | 09:29 ---Und ...
Darum gehts doch aber. PF ist auf "Long Haul" eingestellt und zwar um die APs zu unterstützen. Diese wiederum haben bestimmte Endstufen, meist 14-16, danach kommt nichts mehr (außer Vorschlägen was man machen kann). Da man sie stringent als Gruppe durchspielen soll, ohne großen Verluste aber immer als Gruppenspiel, geschehen diese Art von theoretischen Ausreißern, über die hier geredet wird seltener als bei der 3,5 und den dortigen ABs und APs.
Konzeptcharaktere sind ein Thema, klar, aber unterschiedlich zu betrachten. Wenn ein Spieler einen Konzeptcharakter einführt, entweder weil er später hinzu stößt oder später seinen Charakter wechseln will, dann geschieht etwas, das im Balancing eines AP-Spiels nicht vorgesehen ist und davor auch so nicht geschehen wäre. Hier mal Theorie und Praxis bedenken.
--- Ende Zitat ---
Mhh...kannst du das nochmal etwas mehr ausführen? Irgendwie klingt das sehr nach: Es ist darauf ausgelegt genau die passenden Charaktere zu nehmen mit denen es nicht kippt. Du sagst die Ausreißer geschehen seltener. Ist das deiner Meinung nach so weil der Adventure Pfad dann einfach nicht mehr zuende gespielt wird, also als Art Selektion zu verstehen bei der die unpassenden Klassen aussortiert werden weil die Spiele irgendwann kaputt gehen mit ihnen?
Aber ich bin mir nicht sicher ob ich dich dort falsch verstehe mit dieser Argumentation. Also noch unsicherer als sonst im Internet, wo man eh schon sehr leicht viel falsch versteht.
Greifenklaue:
@Darius/HEX: Hab es auch gespielt und hatte viel Spaß. Das Regelsystem gibt mir trotzdem nix. Mal ganz davon abgesehen, kann man ein einmaliges Spielerlebnis jetzt schlecht vergleichen ... Ich vermute mal, Pathfinder hat Dir beim ersten Mal viel Spaß gemacht ...
@Feuersänger: Fairerweise muss man sagen, dass sich DnD 3.5 und PF sehr ähneln und manche Probleme in beiden auftreten. Dass er ein DnD 3.5-Jünger ist, daraus hat er nie Hehl gemacht.
@Charakter hochleveln am Tisch / im stillen Kämmerlein: Slayn hat da nen wichtigen Punkt. Es ist schon ein Unterschied, ob man einen SC Stufe für Stufe im Spiel aufbaut (und so die Stufen durchleidet, die man in Kauf nimmt, um zu optimieren, aber wo der Build noch nicht trägt), oder ob man auf Stufe X einsteigt, wo der Build trägt.
Ich unserer RotR-Runde hat einer der Spellcaster noch ne Stufe Hexenmeister genommen, um ein paar Zusatzzauber zu haben. Dafür erreicht er jetzt sein höheres Spruchlevel ne Stufe später - und die kann sich ganz schön ziehen ...
Slayn:
--- Zitat von: Arldwulf am 9.09.2013 | 09:36 ---Mhh...kannst du das nochmal etwas mehr ausführen? Irgendwie klingt das sehr nach: Es ist darauf ausgelegt genau die passenden Charaktere zu nehmen mit denen es nicht kippt. Du sagst die Ausreißer geschehen seltener. Ist das deiner Meinung nach so weil der Adventure Pfad dann einfach nicht mehr zuende gespielt wird, also als Art Selektion zu verstehen bei der die unpassenden Klassen aussortiert werden weil die Spiele irgendwann kaputt gehen mit ihnen?
--- Ende Zitat ---
Es ist so zu verstehen, dass, in einem normalen AP, wenn ein normal erfahrener Meister mit einer Standard-Gruppe (BP15, 4 Leute) spielt, dann immer jetzt gerade eben genügend Druck da ist, damit die Gruppe jetzt gerade eben "performen" muss.
Viel Builds nehmen sub-optimale Dinge und bauen daraus nachher eine starke Synergie auf. Wenn du aber immer jetzt sofort und auf der Stelle Leistung zu erbringen hast, ist genau das nicht möglich.
Betrachte den Pal3/Oracle Build, der diesen AP "gesprengt" hat. Hätte der Spieler diesen Char von Level 1 an hochspielen müssen, wäre das nur schwer gegangen. Oracle hat die selbst Spruchprogression wie ein Sorcerer, also um 1 verzögert im vergleich zum Wiz/Clr. Nimm die Paladinstufen hinzu, die ja irgendwann genommen werden müssten und im Spiel wären die Caster-Fähigkeiten kontinuierlich geschrumpft bevor der eigentlich angedachte Synergie-Effekt zum tragen kommt.
der Fokus bei der Charakter-Entwicklung liegt dann auch mehr darauf die nächste Stufe zu erreichen, als darauf ein ominöses Build-Ziel zu erreichen, einfach da man durch den Druck muss. Dies gilt aber auch gleichsam für Style-Charaktere, eben den genannten 2WW Rogue, denn auch auf den lastet Druck, der eigentlich dazu führt so einen Build nicht zu spielen.
Darius:
--- Zitat von: Greifenklaue am 9.09.2013 | 09:42 ---@Darius/HEX: Hab es auch gespielt und hatte viel Spaß. Das Regelsystem gibt mir trotzdem nix. Mal ganz davon abgesehen, kann man ein einmaliges Spielerlebnis jetzt schlecht vergleichen ... Ich vermute mal, Pathfinder hat Dir beim ersten Mal viel Spaß gemacht ...
--- Ende Zitat ---
Pathfinder macht sogar immer noch Spaß. Nur eben nicht auf den hohen Stufen. Bis Level 8-9 ist alles OK. Da habe ich auch nie das Gefühl, das mir das System um die Ohren fliegt und alle bekommen genug Spotlight.
Zum Vergleich HEX/PF. HEX fühlt sich allerdings schon mal ganz anders an, als es PF je tat. Schnell, bunt, charakterorientiert. Und mit wesentich weniger Optionen und nicht gefühlten 1000 Optionen für meinen Startcharakter.
Aber ganz allgemein: Vielleicht bin ich nicht mehr der Typ Spieler und SL, um Systeme wie PF zu spielen. Ich spielte ja wirklich lange Rolemaster und auch das hat mich nur noch genervt zum Schluss. Wobei ich sagen muss, dass das Rolemaster System wirklich was kann vom Design her. Da kam es nie zu solchen Verwerfungen innerhalb einer Gruppe.
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